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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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heide) zum Sphagnum«Moor, anderseits kann sie aber auch als Vorstadium desselben auftreten. Auf feuchtemSand vermag sie sehr bald lockere Bestände zu bilden, zwischen denen sich oft allmählich, gewissermassen erstunter ihrem Schutze die Sphagnen einnisten. Mit dem Erstarken der Sumpfmoosdecke aber geht Erica Tetralixwieder mehr und mehr zurück. Periodisch mit Wasser gefüllte Depressionen und Heidetümpel, wo die längereWasserbedeckung die Callunaheide fernhält, werden oft von einem Kranz von Erica=Büschen umsäumt, die hierbesser fortkommen als die Calluna. Graebner unterscheidet neben der typischen Tetralixheide noch mehrereEntwicklungsstufen oder Uebergangslypen, die er Facies nennt, so eine Facies der Tetralixheide auf Hochmoor,eine andere mit Vorherrschen von Juncus squarrosus und Scirpus caespitosus. Die typische Tetralixheide wurzeltauf stark humosem Boden. Die Oberfläche bildet einen festen Filz von Heidehumus, der sich mit dem Messerleicht in Stücke zerschneiden lässt. Darunter findet rasche Umbildung des Bodens, oft unter Ausscheidung vonOrtstein statt. Heidetorf aus Calluna und Erica Tetralix von Ramann untersucht enthielt 70,89% organische

Substanz und 29,11 °/o Asche.Der Feuchtigkeitsgehalt derTetralixheide wechselt stark ;zu gewissen Zeiten lässt sichder von Wasser vollgesogeneHeidefilz wie ein Schwammauspressen, zu andern Zeitenwieder ist der Humus starkausgetrocknet; an den trok.kensten, etwas höher liegen»den Stellen, findet sich dannCalluna ein. Die Sump fmoose,die das Austrocknen nichtertragen, sind spärlich ver«treten oder fehlen ganz. DieTetralixheide der atlantischenKüste Frankreichs unterscheiddet sich von der norddeut«sehen durch eine starke Bei«mischung von Ulex nanus undvon Erica eiliaris (pag. 1711).In den Landes schiebt siesich gürtelartig zwischen dasnasse Sphagnummoor unddie Ulex Europaeus.Heide ein, was namentlich bei wenigstens zeitweilig überschwemmten Bodenvertiefungendeutlich beobachtet werden kann. Auf das Wasserbecken folgt peripherisch ein fast reiner Sphagnumgürtel,hierauf bei immerhin noch bedeutender Bodenfeuchtigkeit ein ± breiter Gürtel von Erica Tetralix und E. eiliarisnebst Ulex nanus (reicht.), Sphagna, Schoenus nigricans und Molinia (spärl.), Calluna (spärl.), Potentilla erecta(spärl.), Carum verticillatum (spärl.). Etwas erhöht daran anschliessend dehnt sich auf unabsehbare Weite dietrockenere Ulex Europaeus=Erica cinerea.! leide ohne Erica Tetralix und E. eiliaris, mit viel Pteridium aquilinum,Calluna, Agrostis setacea, wenig Ulex nanus, Erica scoparia, Carex pilulifera usw. und Moosen (Stereodoncupressiforme, Dicrana, Polytricha usw.) in der Bodendecke. Bedingend für die Tetralixheide scheinen auch hierdie Azidität und die Feuchtigkeitsverhältnisse, die dem Sphagnum.Moor feindlich sind und die Ulex« und Calluna.Heide, die einen trockeneren, sauerstoffreicheren Boden verlangt, ausschliessen. Nicht zuletzt mögen auch klima.tische Faktoren, wie namentlich die Luftfeuchtigkeit, die Verteilung und das Massenvorkommen von Erica Tetralixbeeinflussen. Ueber die charakteristische Begleitflora der Tetralixheiden Norddeutschlands geben die pflanzen»geographischen Schilderungen wenig Anhaltspunkte. Myrica Gale (Bd. II, pag. 12), Salix repens, Nartheciumossifragum, Juncus squarrosus, Pedicularis silvatica u. a. A. werden als bezeichnende Begleitpflanzen genannt.

Die Bestäubungsverhältnisse sind denen von Vaccinium Myrtillus und V. uliginosum ähnlich. Diebesuchenden Insekten müssen einen mindestens 7 mm langen Rüssel besitzen, um zum Honig zu gelangen.Es sind vor allem Bienen und Hummeln, seltener Dipteren und Lepidopteren; auch Thrips wurde in denBlüten gefunden. Beim Einführen des Rüssels in die Blüte streift das Honig suchende Insekt zuerst die Narbe undstösst dann unfehlbar an die gehörnten Staubbeutelfortsätze. Durch die Erschütterung fällt der Pollenaus den Antheren auf das Insekt und haftet an den Stellen die vorher beim Berühren mit der Narbe klebriggeworden sind. Beim Besuch weiterer Blüten findet sodann Kreuzung statt. Bleibt der Insektenbesuch aus,so erfolgt durch Herabfallen des Pollens auf den Narbenrand spontane Selbstbestäubung. Gelegentlich sind