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(Anden), Findlaya (Trinidad), Ceratostigma (Anden), Agap6tes (Ostindien, Fidschi.Inseln), Penta.pterygium (Himalaya), Rigiolepis (Borneo), Cor a 11 o b 61 r y s (Himalaya), Sphyrosp^rmum undSophoclösia (Süd.Amerika). Bei den nordischen und hochalpinen Vertretern sind Teppich» und Spalier«wuchs (Fig. 2631) nicht selten und dürften als konvergente Auslese durch die besonderen Lebensbedingungenaufzufassen sein. Die Verzweigung ist vorwiegend sympodial bei den Rhododendroideae, Arbutoideae undVaccinioideae. Die Hauptachse schliesst mit einem Blütenstande ab; aus den Seitenknospen entspringendie Verjüngungssprosse und bilden die scheinbare Fortsetzung des Haupttriebes. Bei den Ericoideae ist dagegender monopodiale Aufbau die Regel. Schlafende Knospen kommen in den Achseln der unteren Laubblätteroder an den unterirdischen Kriechtrieben mancher Arten vor. Bei den Ericoideae sind die Erneuerungstriebevon den vorjährigen Trieben nicht oder kaum abgegrenzt. Winterknospen fehlen s die schon im Sommerund Herbst weit vorgebildeten Blütenteile überwintern schutzlos und setzen ihre Weiterentwicklung im Winter(Erica multiflora, E. umbellata, E. Australis) oder im ersten Frühjahr fort. Sie besitzen also keine festfixierteWinterruheperiode. Die Mehrzahl der Arten der übrigen Unterfamilien entwickeln schuppige, als Knospen»schütz dienende Niederblätter, die während oder nach der Blüte abfallen. Ein allgemeines Charakteristikumder geschützten wie der ungeschützten Knospen scheint ihre weitgehende Vorbereitung während der Vegetations»Periode auf das nächste Frühjahr. Schon im Sommer und Herbst finden wir bei zahlreichen Arten dickangeschwollene Knospen und alle Blütenteile sind meist schon deutlich sichtbar (Fig. 2632). In den Winter,knospen von Arctostaphylos Uva ursi fand Samuelsson schon am 16. Juni die ersten Anlagen der Staub,und Fruchtblätter, bei Ledum palustre war am 30. Juni das Gynäceum bereits vollständig entwickelt, mitwohl markierten Plazenten, die Staubblätter mit deutlich abgesetzten Antheren. Aber auch die Entwicklungder Pollensäcke und Samenanlagen ist schon im Herbste sehr weit vorgeschritten. So zeigt der nordamerikanischeBodenlorbeer Epigeea r£pens im Herbste völlig ausgebildete Embryosäcke. Bei Loiseleuria und Arctostaphylosalpina sind die Pollenmutterzellen resp. die Embryosackmutterzelle gleichfalls schon im Herbst ausgebildet. DieSamenanlagen sind zur selben Zeit bei zahlreichen Arten sichtbar. Unter diesen Umständen brauchen wirüns nicht zu wundern, wenn im südlichen Tessin die Alpenrosen mitten im Winter erblühen und wennin den Alpentälern nach einigen warmen, schneefressenden Föhntagen Erica carnea im Dezember und Januaram Schneerand ihre zierlichen roten Glöckchen zur Blüte entfaltet. Ueber postflorale Bewegungen an Blüten,stielen von Ericaceen vgl. besonders K. Troll(Oeffnung und Samenentleerung an nickenden Kapsel»früchten. Flora. Bd. 116, 3, 1923). Die Laubblätterder Ericaceen sind in der Regel überdauernd zwei«bis mehrjährig; sommergrün sind die Laubblättervon Arctostaphylos alpina, Vaccinium Myrtillus, V.uliginosum usw. Bei den Ericoideae stehen sie inWirtein, bei den Rhododendroideae, Vaccinioideaeund Arbutoideae sind sie meist spiralig angeordnet,bei Loiseleuria aber gegenständig. Bei einzelnen Arten(Fig. 2641, 2647) nehmen die Laubblätter im Wintereine hängende Stellung an. Die Blattanatomie liefertwichtige Merkmale zur Unterscheidung der Sippen.
So haben z. B. bei der Gattung Rhododendron dieSektionen Eurhododendron und Vireya nach Breit»feld 1 ) eine mehrschichtige Epidermis, während alleübrigen Sektionen eine einschichtige Epidermis auf»weisen. Die Sektion Vireya ist streng durch denanatomischen Bau charakterisiert. Es findet sich nämlich bei allen Arten dieser Sektion ausnahmslos unterder eigentlichen kleinzelligen Epidermis eine Schicht grosser, zartwandiger Zellen, die als Wassergewebedienen. Daher ist auch die Abtrennung dieser Sektion von Eurhododendron gerechtfertigt. Aehnliche Unter«Scheidungsmerkmale ergeben sich beim Studium der Blattanatomie der Arbutoideae und Vaccinioideae.Niedenzu') hält es nach seinen Untersuchungen für möglich, jedes normale und ganze Blatt dieser Gruppenbis auf die Gattung und Sektion, ja oft bis auf die Art genau nach anatomischen Merkmalen zu bestimmen.
Fig. 2632.
Blütenknospe von Ledum palustre L. a vonaussen, b im Längsschnitt.
') Breit feld, A. Der anatomische Bau der Blätter der Rhododendroideae in Beziehung zu ihrersystemat. Gruppierung und geogr. Verbreitung. Engler's Botan. Jahrb. Bd. 1\, 1888.
a ) Niedenzu, F. Ueber den anatom. Bau der Laubblätter der Arbutoideae und Vaccinioideae usw.Engler's Botan. Jahrb. Bd. XI, 1890.
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