am Rand gegen die Spitze zu fein gezähnelt, im Querschnitt elliptisch, nach unten umgerolltund mit den Rändern meist zusammenschliessend (Fig. 2627h), unterseits weiss gekielt erscheinend,oberseits kahl (Fig. 2627 g) oder bewimpert, am Grunde in einen etwa 0,5 mm langen Blattstielzusammengezogen. Blüten unscheinbar, gegen die Zweigenden gehäuft, einzeln (selten zu 2bis 3) in den Achseln der Laubblätter auf einblütigen, ± 1 ji mm langen Kurztrieben; dieseunterhalb der Blüte einige dachig sich deckende, länglich«eiförmige, häutige, bewimperte Hoch«blätter tragend. Blüten regelmässig (Fig. 2627i), meist zweihäusig mit + verkümmerten Restendes fehlenden Geschlechtes, seltener einhäusig oder zwitterig. Kelch und Krone getrennt (2= bis)3«blätterig. Kelchblätter blassgrün, verkehrteiförmig bis fast kreisrund, fein wimperig. Krön«blätter mit den Kelchblättern abwechselnd, zweimal so lang als diese (2 bis 3 mm), keilförmig,gestutzt, blassrot bis dunkelpurpurn, selten weiss. Staubblätter (2 bis) 3, dunkelpurpurn, denKelch und die Krone mehrfach überragend, intrors, mit Längsspalten sich öffnend. Frucht«knoten auf kleinem, fleischigem Diskus oberständig, 6= bis 9=fächerig mit ebensovielen, zwei«spaltigen, gelappten oder gezähnten schildförmig«angeordneten Narbenstrahlen (Fig. 2627 b)auf kurzem, dickem Griffel, dunkelpurpurn. Frucht eine meist schwarzglänzende, kugelige,vom dürren Griffel gekrönte Steinbeere mit 6 bis 9 einsamigen, rauhen, dreiseitigen Stein«kernen (Fig. 2627 d). Samenanlagen aufrecht, apotrop, mit einem Integument. Samen dünn«häutig, mit reichlichem, fleischigem Nährgewebe. Keimling zentral, rund, mit kleinen Keim»blättern; Würzelchen nach unten gerichtet. Haploide Chromosomenzahl nach Samuelsson(7 bis) 8. — V, VI.
Gesellig mit Vaccinien und mit Calluna oder auch allein ausgedehnte Herden bildend.Im Tiefland im Zwischenmoor, Zwischenmoorwald, auf sandigen Heideböden, in Eichen«gebüschen (Krat), auf Dünensand, im Gebirge auf frischem bis mässig feuchtem, kalkarmem,saurem Boden als ein Glied der Zwergstrauchheide von Bedeutung. Vom Strand der Nord«und Ostsee bis zu 3040 m in den Alpen aufsteigend.
In Norddeutschland namentlich in den Küstengebieten und auf den Mooren des nördlichen Flach»landes vom Niederrhein und Westfalen bis Ostpreussen zerstreut, stellenweise häufig (auch auf den OstfriesischenInseln). In der Priegnitz nur am Treptow See bei Redlin mit Ledum palustre und Vaccinium uliginosum, inBrandenburg nur bei Guben (Pinnow), dann wieder in den Mittelgebirgen, in der Eifel, im Hohen Venn, Oden»wald, Harz („ Brockenmyrte"), Solling an der Weser, Rhön (Schwarzes, Kleines, Braunes Moor), im Thüringer»wald als seltene Hochmoorpflanze, in der übrigen Hercynia eine der bezeichnendsten Montanarten sowohl inMooren als auch in der Bergheide und selbst auf trockenem, sonnigem Fels (an den Hopfensäcken im Harz 800 m,am Blöckenstein im Böhmerwald 1360 bis 1380 m, Arber 1300 bis 1400 m), Moore des Fichtel» und Erz«gebirges), Riesengebirge, Sudeten, Gesenke, Glatzer Schneeberg, Böhmisch-Mährischer Höhenzug, Ostbeskiden,Tatra, Karpaten; auf Hochmooren und Felsen des südlichen und nördlichen Schwarzwaldes vom Feldberg biszum Wilden See bei Wildbad, in den Vogesen und im Hochjura (Joux, Vraconnaz, Creux du Van). Durchdie Alpenkette allgemein verbreitet und namentlich in den gneis», granit» und kalkarmen Schiefergebirgen häufigund gesellig an der oberen Baumgrenze, aber meist nicht unter 1700 m. Tiefer nur im Val Onsernone(Tessin) 900 m, selten, unterhalb Handegg im Berner Oberland 1300 m (Frey briefl.), Lenzerheide1480 m (Graubünden), Lenggries (Oberbayern 900 m) usw. Fehlt den Mooren des Alpenvorlandes. Herden»bildend mit Loiseleuria und Vaccinium uliginosum bis etwas über die klimatische Baumgrenze ansteigend,vereinzelt bis in die Nivalstufe (bleibt aber an den obersten Standorten stets steril), so vom Bearbeiter (Braun»BI.)noch bei 3040 m in einer sonnigen Felsnische auf Gneis am Piz Forun (Graubünden) beobachtet, im BernerOberland bis 2800 m mehrfach (vereinzelt bis 2850 m in der Ewigschneehornkette auf Humusanhäufungengrösserer Felsspalten in Südlage, auf Gneis, Frey briefl.), im Wallis bis 2550 m angegeben (Gagenhaupt beiZermatt: Br.«Bl.); reicht in der Bernerkette aber wohl höher), im Tessin 1800 bis gegen 2800 m an der Coronadi Redorta (Br.»Bl.). In Zentral»Tirol zwischen 1600 und 2600 m, in Südbayern zwischen 1600 und 2050 mangegeben. Das Verbreitungsgebiet in den Alpen deckt sich also so ziemlich mit jenem von Loiseleuria pro«cumbens; die optimale Verbreitung reicht vom oberen Teil der subalpinen Stufe bis zur Grenze der Zwerg«Strauchgesellschaften in N, NW und NE.Lage.
Allgemeine Verbreitung: Zirkumpolar, über die ganze nördliche Hemisphäreverbreitet, in den südlicheren Gebieten aber nur auf den höheren Gebirgen. Im gemässigten