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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1605
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1605

Europa audi auf den Britischen Inseln, in Belgien, Holland, Dänemark, in den baltischen Staaten,Polen, Tschechoslowakei, Russland (südlich bis ins Gouvernement Pensa). In Südwesteuropa nurbis in die Pyrenäen bis 2600 m am Pic d'Ardiden (fehlt der Iberischen Halbinsel); in Frankreichnur in den Vogesen, im Hochjura, in den Alpen, in der Auvergne, im Forezgebirge und amMont Mezenc (Vivarais) an und über der Waldgrenze. In Italien bis zum mittleren (etrurischen)Apennin. Auf dem Balkan in der bulgarischen Rilo Planina, Bosnien, Montenegro (fehlt in Alt=Serbien und Griechenland); Banat, Biharia. Kaukasus 2100 bis 3050 m, Lazistan, Ural, Altai, Nord=Sibirien (fehlt auf Waigatsch und Novaja Semlja), Kamtschatka, Japan, Korea, Aleuten; borealesNordamerika, südlich bis zu den Alleghanies nordwärts bis Alaska, im amerikanisch »arktischenArchipel bis 78° 53'nördl. Breite auf Ellesmere Land (Lastraea Valley), in Westgrönland bis78°7 (Foulke Fjord), inOst*grönland bis zirka 77 0 imDamnarks Havn (hieranscheinend selten dieFrüchte ausreifend; in derZwergstrauch = Heide mitCassiope tetragona undSalix herbacea). In Skan=dinavien bis 71° 10' nördl.

Breite, Faröer, Island,

Spitzbergen bis 78° 30'nördl. Breite.

Aendert wenig ab:

In Europa und im grösstenTeil des Verbreitungsgebietesnur die var. lypicum Koehnemit glänzend schwarzen Beerenund fast kahlen Zweigen; var.leucocärpum Aschers, undMagnus mit weissen Beerenbesonders im östlichen Balti«kumj var. purpureum (Raf.)

DC., der var. typicum ähn»lieh, aber mit roter oder purpurner Frucht (Nordamerika); var. Andinum (Philippi) DC. Zweige und jungeLaubblätter dicht behaart. Frucht rot, saftiger (Neufundland und Nordoststaaten der Union, Chile). Neuerdingsunterscheidet Beauverd die alpigene Pflanze als besondere Varietät unter dem Namen var. alpinum Beauv.Laubblätter der sterilen Zweige wechselständig, jene der blühenden Zweige wirtelig zu 4 (bei der arktischenPflanze wechselständig); blühende Zweige meist gegenständig oder wirtelig. Blüten beim Aufblühen stetszwitterig. So in den Schweizer, und Savoyeralpen (Diese Form ist weiter zu beobachten 1).

Wie Calluna, so ist auch Empetrum nigrum, wenn wir seine Gesamtverbreitung ins Auge fassen, ziz stand»ortsvag. Die Pflanze gedeiht ebensowohl im Hochmoor als im trockenen Dünensand der Küstengebiete, in sonnigenFelsspalten sowohl als im lange schneebedeckten Teppich der arktisch-alpinen Zwergstrauchheide. Auch ausWestgrönland gibt sie Porsild als überall häufig in allen möglichen Pflanzengesellschaften an. Da sie zudemmeist gesellig in geschlossenen Herden auftritt und sich vegetativ rasch ausbreitet, ist sie dynamogenetisch vonhervorragender Bedeutung. Dieselbe äussert sich in der Ueberführung trockengelegter Zwischenmoore inHeide und Wald, in der Dünenbewachsung (auf den Dünen von Sylt und Amrum an der Nordsee reichenEmpetrum.Teppiche im reinen Flugsand bis zur Dünenfirst), in der Besitznahme von offenem Sand», Schutt- undMoränenboden. Die Genese der Empetrum.Bestände kann demnach ganz verschiedene Wege einschlagenund das Endglied, trotz des Vorherrschens von Empetrum recht abweichenden Assoziatonen angehören, wiedas ja auch bei Calluna der Fall ist. Die BezeichnungEm p e t r 61 um" als genereller Begriff sollte dahervermieden werden. Von soziologisch.ökologischer Uebereinstimmung kann bei Empetrum.reichen Assozia-honen nicht gesprochen werden. Nur wenige Züge sind allen Gesellschaften, worin Empetrum dominiert,gemeinsam, der nährstoffarme Boden und das Vorhandensein einer massigen bis reichlichen Schneedecke,

Fig. 2628. Empetrum nigrum L. mit Vaccinium uliginosum, Rhododendron ferrugineum undZwerg-Wacholder in den Zentralalpen, zirka 1900 m. Phot. W. Hirzel und Dr. G. Hegi.