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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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hervorbrechen. Im Frühjahr steigen sie mit hakig zurückgebogener Spitze 1 ) über die Bodenoberfläche emporund erheben sich als dicke, fleischige, saftreidie und reichlich mit häutigen, durchscheinenden Schuppen besetzteStengel, deren Gipfel zunächst noch zurückgeschlagen bleibt und die nach unten geneigten Blüten trägt.Allesan diesen Pflanzen, ihr Stengel, die Blattschuppen und die Blüten erinnern in der allgemeinen Tracht eher aneine Lathraea oder eine Orobanche (vgl. die vorlinn6'schen Namen, pag. 1597 Anm. 1). Die in Verbindungmit dem Saprophytismus stehenden Rückbildungen zeigen sich auch in der Anatomie des Stengels. DasStranggewebe ist schwach entwickelt und besitzt Tracheiden und Siebröhren ohne Siebplatten, aber keineGefässe. Die Spaltöffnungen sind, wie oben bereits erwähnt, meist weitgehend zurückgebildet und keinerTätigkeit mehr fähig. Gegen den Herbst, wenn die Fruchtreife eingetreten ist, streckt sich das bis dahin zurück«gekrümmte Stengelende in die Höhe, der ganze oberirdische Teil stirbt ab, bräunt sich, vertrocknet, bleibtaber bisweilen bis in den Sommer des nächsten Jahres stehen (Wintersteher). Die Ausstreuung der staub«leichten Samen erfolgt nach dem Aufspringen der Kapseln durch den leichtesten Luftstrom. In der Regel trittdas Oeffnen der Frucht von der Spitze aus ein. Bei der f. nutans der var. hirsuta hingegen erfolgt esn umgekehrter Richtung. Die in botrytischer Anordnung stehenden Blüten sind homogam. Der Nektar

Fig. 2626. Monotropa Hypopitys L. a Querschnitt durch die Wurzel, b Längsschnitt durch den Vegetationspunkt der Wurzel(aussen die Mykorrhiza). c Epidermiszellen und Mykorrhiza d desgl. noch stärker vergrössert. e und / Längsschnitte durch dieStaubblätter, g Längsschnitt durch den oberen Teil eines Staubbeutels, h Längsschnitt durch den Embryosack, i Nahezu reifer Samen.k Blütendiagramm einer endständigen, l desgl. einer seitenständigen Blüte ( a bis d nach Peklo, e bis g nach Artopoeus,

h und i nach L. Koch, k und l nach Eichler).

wird von 10 (bei der Gipfelblüte), bezw. 8 (bei den Seitenblüten) kleinen, länglichen Nektarien am Grundeder Fruchtknoten abgeschieden, die in die hohle Aussackung der Kronblätter hineinragen. Die aufrechtstehenden Kronblätter schliessen eng zusammen und bilden am Ausgang eine etwa 4 bis 5 mm breite Oeffnung,die bei den behaarten Varietäten durch die unter dem Narbenkopfe sitzenden Haare, bei der kahlen Form durchden 3 bis 3,5 mm breiten Narbenkopf fast abgeschlossen wird. Dieser zeigt in der Mitte eine grubige, ringsumvon den sehr klebrigen Narbenpapillen wallartig umgebene Vertiefung. Besuchende Insekten können alsonur zum Nektar gelangen, wenn sie einen Rüssel von mindestens 10 mm Länge besitzen. Die Staubbeutelstehen etwas unter dem Narbenkopf und springen nach aussen auf, so dass spontane Selbstbestäubung als aus«

') Die Krümmung der Blütensprosse vor dem Herausbrechen aus dem Boden dürfte nach Schachtvom Grade der Tiefe abhängig sein, in welcher die Wurzeln liegen und somit von der Länge des Blüten.Schaftes. Bei sehr kurzen Blütenschäften ist die Krümmung stärker als bei langen, bei denen sie unterUmständen ganz unterbleibt. Die Bewegung der Spitze erfolgt nach M. Möbius (Flora, 1918) nicht infolgevon negativem Phototropismus, sondern auf Grund der geotropischen Natur der Pflanze. Es findet sichdementsprechend auch eine deutliche Stärkescheide mit Statolithenstärke, während die Rinde und das Markvöllig frei von Stärkekörnern sind.