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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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zwischen der Pflanze und den Baumwurzeln nur durdi ein Pilzgeflecht hergestellt wird. Die Wurzeln könnenbis 40 cm unter den Erdboden reichen und entbehren jeglicher Wurzelhaare, sind aber dafür in humosen Bödenvon einem dichten Pilzmantel (endotrophe Mykorrhiza) umhüllt, der der fortwachsenden und von einer Wurzel«haube geschützten Spitze ständig nachrückt. Anatomisch weichen die Wurzeln in ihrem Aufbau von denen derPiroloideae wesentlich ab. Der Zentralzylinder nimmt etwa x /s des gesamten Querschnittes in Anspruch; dasRindenparenchym, das bei Pirola nur aus wenigen Reihen langgestreckter Zellen besteht, setzt sich bei Monotropaaus vielen, kleineren Zellreihen zusammen. Auf Längsschnitten sieht man das Plerom bis nahe an die Wurzelhaubeherangehen, die aus dem Dermatogen durch Abschnürung von zwei Reihen flacher, länglicher Zellen hervor»gegangen ist. Im Gegensatz zu den grossen Epidermiszellen der Piroloideae sind diejenigen der Monotropa«Wurzeln bedeutend kleiner, etwas länger als breit (etwa 32 j 22 bis 25 «) und mit kuppenförmig vorgewölbtenAussenwänden ausgestattet. Die folgende Schutzscheide ist schwach ausgebildet. Sie umschliesst einen triarchenGefässbündel»Zylinder mit wenigen Holz« und Bastelementen. Die Gefässe sind durch Tracheiden ersetzt. DieSiebröhren entbehren der Siebplatten. Stärke ist im ganzen Gewebe nicht sichtbar; die Reservestoffe findensich in flüssiger Form, womit wahrscheinlich eine leichtere Wasseraufnahme der Wurzeln aus dem Boden in

Verbindung steht. Nach C. QuevafMcmoires de la societ<5 d'histoirenaturelle dAutun, 1909) können dieWurzeln ein sekundäres Dickenwachs»tum aufweisen, welches am Anfangeinen normalen Charakter besitzt.Die ersten sekundären Holzelementebilden sich hinter jedenpöle tra»dieen", ohne Einschaltung von paren»chymatischem Gewebe. Erst spätertreten die rings um das primäreHolz gelagerten kambialen Gewebein Tätigkeit. Der in humosen Bödenlebende Pilz (Monotropomycesnigr^scens Cost. et Duf.), dervermutlich nicht derselbe ist, der mitPirola »Wurzeln in Verbindung tritt er ist dicker und schnallenlos undwurde von Costantin undDufour aus Blüten rein gezüchtet, sendet in die OberhautzellenHaustorien, die in der Nähe desZellkerns mit einer Anschwellungendigen und nach Mac Dougal(Symbiotic saprophytism, Annales ofBotany, 1899), sowie nach J. Peklo(Bulletin international de lAcademie

de Boheme. Bd. 13, 1908) einen innigen Stoffaustausch zwischen den Symbionten ermöglichen. Der Pilz nimmtdas auf rein osmotischem Wege von Monotropa aufgenommene Wasser und mit diesem die Kohlehydrate aufund gibt dafür verarbeitete Humusstoffe ab. Eine Verarbeitung der aufgenommenen Bodenstoffe im Fichten,spargel erscheint infolge der Chlorophyllosigkeit und dem Mangel funktionsfähiger Spaltöffnungen an denoberirdischen Trieben äusserst unwahrscheinlich, so dass die Pflanze eines der seltenen Beispiele darstellt, indenen die Lebenserhaltung ganz von einem Pilze abhängig ist, eine Symbiose, die sich nach Fr. W. Neger(Biologie der Pflanzen, 1913) bedenklich dem reinen Parasitismus nähert. Allerdings finden sich an Exemplarenauf lehmigen Böden, bei denen nach Peklo das Wurzelgeflecht viel weitmaschiger wird und sich tiefer in denBoden hineinsenkt, auch andere Verhältnisse. Hier werden die einzelnen Wurzeln viel länger (mitunter bis10 cm) und sind langgestreckt oder uhrfederartig eingerollt und häufig sehr wenig oder ganz unverzweigt. Siebesitzen dann eine gewisse, obgleich sehr entfernte und rein äusserliche Aehnlichkeit mit den Wurzelträgernvon Selaginella. Die Mykorrhiza ist an solchen Exemplaren viel weniger deutlich entwickelt. Häufig sindauch die Mehrzahl der Wurzeln mykorrhizafrei, so dass der Pilz für die Ernährung der betreffendenPflanze zum mindesten keine wesentliche Bedeutung zu besitzen scheint. Näheres ist darüber nicht bekannt.Die bereits im Herbste vorgebildeten Blütensprosse (Kaulome) entspringen als endogene Adventiv»Bildungenim Pericambium der Wurzeln und legen schon einige Schuppenblätter an, ehe sie aus dem Wurzelgewebe

Fig. 2625.

Monotropa Hypopitys L. Blühende und vorjährige Pilanzen.Phot. Dr. Hrch. Marzell, Günzenhausen (Bayern).

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