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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Monotropa hingegen häufige Eigentümlichkeit." H. Baillon (Histoire des Plantes, 1892) bezeichnet den Kelchalsbracteae circa corollam 1 bis 5, dissitae et sepaliformes". Domin hat sich ebenfalls dieser letztgenanntenAnsicht angeschlossen, da eine reine Kelchnatur nicht vorliegen kann. Er hältdie Sepalen in Uebereinstimmungmit Baillon für Brakteolen oder Prophylle, die allerdings einige Eigentümlichkeiten aufweisen, indem ihneneine deutlich progressive Tendenz, Kelchblätter nachzuahmen, inneliegt. An den Seitenblüten sind sie sowohlvon den Hochblättern, als auch von den Petalen scharf differenziert; an den Gipfelblüten findet man indessenallmähliche Uebergänge in die Hochblätter". Diese Ansicht gewinnt insofern an Wahrscheinlichkeit, als dienächste Verwandte (M. uniflora) keinen deutlichen Kelch mehr, sondern nur Brakteen entwickeln, deren obersteals Vorblätter bezeichnet werden können, obgleich sie sich kaum von den Schuppenblättern unterscheiden.Auch die nahe verwandte Gattung Allötropa und wahrscheinlich der grössere Teil der übrigen Monotropoiden-Gattungen sind asepal (Näheres vgl. bei Domin). In M. uniflora wurde in allenTeilen das giftige Andromedotoxin nachgewiesen.

2139. Monotropa Hypopitys 1 ) L. (= Hypopitys Monotropa Crantz).

Fichten» oder Buchenspargel, Ohnblatt, Waldwurz, Wurzelsauger,

Falsche Schmeerwurzel, Gelbes Vogelnest. Franz.: Monotrope suce=pin;engl.: Birds=nest, pinesap, false beech drops; ital.: Ipopitide. Taf. 205,

Fig. 6 und Fig. 2622 bis 2626.

Chlorophyllose Pflanze mit ausdauernder, reich verzweigter, nest»artig verflochtener, glasig spröder Wurzel, vanilleartig duftend. Stengel 10bis 30 cm hoch, wie die ganze Pflanze bleich, braun oder wachsgelb, seltenrosa bis purpurrot, beim Trocknen leicht dunkelbraun bis schwarz werdend,aufrecht, mit dicht stehenden, eiförmigen, 1 bis 1,5 cm langen, aufgerichtetenSchuppenblättern, in einen gewöhnlich zunächst übergeneigten, später aufrech»ten, meist dicht» und reichblütigen, einfachen oder im unteren Teile verzweigten,traubigen, von oben nach unten (zentrifugal) aufblühendem Blütenstand a )endigend. Endblüte5», Seitenblüte 4=zählig, in den Achseln halbstengelumfassen»der, eilänglicher, gewölbter Tragblätter auf sehr kurzen, bisweilen fast fehlen»den Stielen, zur Blütezeit nickend, später aufrecht. Hochblätter kelchblattartig,keilig»rhombisch, ausgebissen gezähnelt, braun, bleichrandig. Kronblätterverkehrt=eilänglich bis spateiförmig, 12 bis 16 mm lang, am Grunde höckerig,fast gespornt, glockenförmig zusammenneigend. Staubblätter doppelt soviele als Kronblätter, 2=reihig, am Rande wimperig gezähnt. Diskus»drüsen in der Zahl der Staubblätter. Fruchtknoten fast kugelig bis eiförmig,durch zwischen den Samenleisten einspringende Scheidewände unvoll»kommen gefächert, oben ohne Mittelsäule, gelappt und 1 »fächerig; Griffelausdauernd, '/ 4 so lang wie der Fruchtknoten, mit deutlichem Griffelkanalund trichterförmiger Narbe. Kapsel fachspaltig, 6 bis 8 mm lang, verkehrt»eiförmig, aufrecht (Fig.2623b,c). Samen langspindelig, 0,5 bis 1 mm lang, hell»braun.VI bis VIII (X); in trockenen Jahren häufig fast ganz ausbleibend.

Meist truppweise in schattigen, feuchten Laub» und Nadelwäldern als Saprophyt inmildem Humus. Von der Ebene bis in die subalpine Stufe: in den Rheinischen Gebirgen

') Zusammengesetzt aus vno |hypö] = unter und rziivs [pitys] = Fichte. In der vorlmn6'schen Nomen»klatur findet sich die Art verzeichnet bei Bauhin (1671) als Orobanche quae hypopithis dici potest, bei M en tzellius (Mentzel) als Orobanche Hypopitys lutea, bei Plukenet (1691) als Orobanche Verbasculi odore, beiMorison (1715) als Orobanche flore breviore duplici, Verbasculi odore, bei Vaillant (1727) als Orobanchoidesnostras flore oblongo flavescente, bei Gmelin (1745) als Monotropa floribus lateralibus octandris, terminalidecandro, bei Hall er (1768) als Hypopitys spica florida nutante.

! ) Nach N. Bernard (Ütudes sur la tuberisation. These. Paris, 1901) kommen auch Exemplare mitvollständig unterirdischer Lebensführung vor, die verbogene Blütenstände mit Blüten und sogar reife Samenhervorbringen.

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Fig. 2623. MonotropaHypopitys L. var.glabra Roth, a fruch-tender Stengel, b Frucht.c Frucht im Längsschnitt.(I Samen.