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die artenreichsten Familien des Pflanzenreiches, so die Compositen mit 14 400 Arten, die Rubiaceen mit 4500,die Labiaten mit 3200, die Scrophulariaceen mit 2600, die Acanthaceae mit 2050 Arten. Zu der ersten Reiheder Ericales oder Bicörnes zählen die Familien der Clethräceae, Piroläceae (pag. 1568), Empe«traceae (pag. 1602), Ericäceae (pag. 1609), Epacridaceae und Diapensidceae (Näheres über dieReihe siehe am Schluss der Ericaceen). Die nur unvollkommen bekannte, nur wenige echte chlorophyllfreie,braune oder roibraune Wurzelschmarotzer umfassende Familie der Lennodceae, die ehedem den Pirolaceenangeschlossen wurde, wird neuerdings von H. Hallier den Tubiflorae zugeteilt. Sie ist mit wenigen Gattungen(Pholüsma, Lennöa und Ammobröma) in Südkaliformen und Zentralmexiko zu Hause.
101. Farn. Piroläceae (Monotropäceae 1 )). Wi n t ergr ü n ge wäc h s e 2 ).
Meist saprophytisdi lebende, ausdauernde, grüne oder bleiche, dilorophyllose Kräutermit reich verzweigten, kriechenden Grundachsen. Stengel mit ausdauernden, lederartigen und inder Regel am Grunde rosettig gehäuften, winter» bis immergrünen Laubblättern oder zuweilen mit
chlorophyllosen (Monotropa)oder chlorophyllarmen, wech*seiständigen Schuppenblättern.Nebenblätter fehlend. Blütenendständig oder in endstän»digen Trauben, mit Hoch* und(bei der Unterfamilie der Mo=notropoideae vielfach) mit Vor»blättern, zwitterig, strahlig, 4»bis 5»zählig. Kelchblätter 4 bis5, frei oder (bei vielen Mono»tropoideae) fehlend. Kron=blätter 4 bis 5, frei oder ver»wachsen, sich deckend, amRande eines hypogynen Dis=kus oder ohne solchen. Staub»blätter 8 bis 10, frei, in zweiKreisen, obdiplostemon; Staub»beutel einwärts gewendet, mit1 Gipfelporen oder mit einergemeinsamen Querklappe sich öffnend; Pollen in Tetraden oder einfach. Fruchtknoten unvoll»kommen 4» oder 5=fächerig, oberständig, mit dicken, fleischigen Samenleisten und sehr zahl»reichen, winzig kleinen, umgewendeten Samenanlagen; Griffel 1; Narbe einfach oder gelappt.Frucht eine fachspaltige Kapsel oder (bei einigen Monotropoideen) Beeren. Samen zahlreich,sehr klein, feilspanförmig (Taf. 205, Fig. 6c), mit lockerer, sackartig erweiterter Schale und rund»lichem, wenigzelligem, ungegliedertem Keimling.
Die Familie, deren Heimat nach Ad. Engler und H. Andres in Zentral» und Ost«Asien zu suchenist (Endemismen»Herde), erstredet sich mit 11 Gattungen und rund 60 Arten über Eurasien und Nordamerikaund erreicht ihre Nordgrenze mit Piro 1 a minor L. var. conferta und P. uniflora L. auf Kolgujew und mitP. rotundifolia L. subsp. grandiflora Fern, auf der Taymirhalbinsel und in Alaska, während einzelneArten (M on ötropa austrälis Andr. und Wirtg6nia Ma 1 ayana Scort.) Andr. bis hart an den Aequator(2°nördl. Breite) vorstossen. In den subtropischen und tropischen Gebirgen steigen einige Arten zu bedeuten«den Höhen, so Piro 1 a secünda L. bis über 3000 m, P. soröria Andr. bis 3300 m, P. rotundifoliasubsp. Indica (Clarke) Andr. bis 5500 m usw. Für die Unterfamilie der Monotropoideen liegt das Massen«
') Diese Bezeichnung wird von Rouy (1897) und später auch von Domin (1915) aus Prioritäts.gründen vorgezogen. Klotzsch wählte den Namen Hypopityäceae.
s ) Mit Benützung einer Bearbeitung von Dr. Walter Kupper, München.