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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1567

Tafel 205.

Fig. 1.

Pirola uniflora (pag. 1589). Habitus.

Fig. 4 a.

Blüte (von oben).

1 a.

Staubblatt.

V

4 b.

Fruchtknoten.

lb.

Fruchtknoten mit Griffel.

»

5.

Chitnaphila umbellata (pag. 1593).

2.

Pirola secunda (pag. 1574). Habitus.

Habitus.

2 a.

Reife Frucht.

V

5 a.

Blüte (von oben).

3.

Pirola rotundifolia (pag. 1585). Habitus.

V

5 b.

Staubblatt.

3 a.

Androeceum und Gynaeceum.

V

6.

Monotropa Hypopitys (pag. 1596). Habitus.

3 b.

Staubblatt.

)>

6 a.

Fruchtknoten mit Griffel.

3 c.

Staubblatt mit Kronblatt.

V

6 b.

Querschnitt durch den Fruchtknoten.

4.

Pirola chlorantha (pag. 1580). Habitus.

V

6 c.

Samen.

Sympetalae.

Die Unterklasse der Sympetalae oder Metachlamydeae der Dikotyledonen, hie undda auch Monopetalae, Gamopetalae oder Corolliflörae geheissen, umfasst die Zweiblattkeimeroder Netzblättler mit wenigstens der Anlage nach stets doppelter Blütenhülle (Kelchund Krone) und mit einer in der Regel verwachsenenSympetalen" Krone, die im unternTeil eine ± röhrenförmige Bildung darstellt; letztere entsteht entweder durdi wirkliches seit»liches Verwachsen der Kronblätter oder durch Heraufwachsen des gesamten Blütengrundes. DieSamenanlage besitzt meistens nur 1 Integument. Sie ist also alsunitegminat" zu bezeichnenund zwar gehört sie demtenuinuzellaten" Typus an, bei welchem der Nucellus nur auswenigen Zellen bezw. Zellreihen besteht. Bei der Entwicklung wird der ganze Nucellusresorbiert. Die Endospermbildung ist fast immerzellulär" (die Membranbildung erfolgtalso sofort, und nicht wie bei den Choripetalennukleär", d. h. durch freie Zellbildung).Die Mehrzahl der Sympetalen besitzt mikropylare und chalazale Haustorien (eine Ausnahmemachen die Compositen).

Während früher die Unterklasse der Sympetalen als eine entwiddungsgeschichtlich einheitlichemono»phyletische" Gruppe angesehen wurde, erweist sich diese nach neueren Untersuchungen entschieden alspoly»(oderpleio"=)phyletischen" Ursprungs. Hiefür spricht einmal der Umstand, dass zwischen den einzelnen Reihender Sympetalen nur sehr lose Verbindungen bestehen, dass diese jedoch recht deutliche Beziehungen zu ver»schiedenen Reihen der Choripetalen aufweisen ; so bestehen solche zwischen den Primulales und den Centro.spermen, zwischen den Ericales und den Celastrales, zwischen den Rubiales und den Umbelliflorae (vgl. denStammbaum. Bd. 1V/3, pag. 1643). Dann gibt es unter den Ericales, Primulales und Plumbaginales einzelneGattungen mit getrenntblätteriger Krone, umgekehrt unter den Centrospermen, Parietales, Guttiferae, Geranialesund Celastrales solche mit sympetaler Krone. Andererseits zeigen die Samenanlagen verschiedener Familiender Choripetalen (Loasaceae, Limnanthaceae, Umbelliferae, Callitrichaceae, Hippuridaceae, dann die GattungenIlex, Salix und Peperomia, ebenso Populus canescens und P. Canadensis) nur 1 Integument. Aus diesen undanderen Gründen werden deshalb verschiedene Familien der Choripetalae neuerdings den Sympetalen beigezählt,so die Loasaceae (den Campanulatae), die Fouquieraceae (den Ebenales), die Callitrichaceae (den Labiatae),die Empetraceae (den Ericales), ebenso die Hippuridaceae und Limnanthaceae. Scharf von den übrigen Sym«petalen unterscheiden sich besonders die Cucurbitales und Plumbaginales; beide besitzen wie die normalenChoripetalen 2 Integumente und eine krassinuzellate (Nucellus kräftig, vielzellig) Samenanlage.

Innerhalb der Sympetalen werden die Reihen mit 5 Blütenkreisen (2 Staminalquirlen), mit vorherrschend2 Integumenten und mit einem in der Regel oberständigen, aus 4 bis 5 Blättern gebildeten Fruchtknoten (Ericäles,Primulales, Plumbaginales und Ebenales) an den Anfang gestellt und als Pentacyclicae bezeichnet. Diese Reihenzeigen auch die klarsten Beziehungen zu den Choripetalen. Die übrigen Reihen mit normal 4 Blütenkreisen(es ist gewöhnlich nur 1 Staubblattkreis ausgebildet, das Androecoeum also haplostemon) und in der Regel nurwenigen (oft 2 oder 3) Fruchtblättern werden als Tetracyclicae zusammengefasst. Sie gliedern sich weiter indie Tetracyclicae hypogynae mit oberständigem Fruchtknoten (Contörtae, Tubiflörae und Plantaginäles) und in dieTetracyclicae epigynae mit unterständigem Fruchtknoten (Rubiales, Cucurbitales, Campanulatae oder Syndndrae).Demnach bestehen also die Sympetalen aus 10 Reihen mit 50 Familien, 2980 Gattungen und rund 46 500 Arten,während die Choripetalen deren 29 bezw. 182, 4400 und 63 000 aufweisen. Und zwar gehören zu den Sympetalen