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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Dravit, Tornschau, Laurup, Linnetkratt, Toftlund, Gramm, früher ausserdem bei Breitenburg, Winterbahn beiSt. Margarethen, Glashütte; in Pommern nur bei Kolberg 54° 10' nördl. Breite (im Stadtwald, früher auch imheutigen sog. Elyseum) 1 ). In Oesterreich und in der Schweiz fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Boreal=circumpolares Gebiet, in Europa südlich bisNordengland (Cheviot«Gebirge, Yorkshire), Holland (Vries bei Drente und Vladitwedde inGroningen), bis zum norddeutschen Küstengebiet (östlich bis Pommern), Oeland, Gotland, Dagoe,bis zur Nordküste von Estland (im Silurgebiete), St. Petersburg, den Gouvernementen Wjatka,Olonez, Archangelsk, Nord=Wologda ; in Sibirien nur an der Ostküste in der Mandschurei süd=lieh bis zur Wladimirbay und Olgabay, bis zumAmurgebiet und Nordjapan; in Nordamerika bisAlaska und Labrador, Revolutions=Inseln, Neu*

Fundland, Miquelor. Die europäische Nord=grenze geht in Norwegen bis zum Nordkapund Südvaranger, in Schweden bis Norrland.

Cornus Suecica ist ein nordatlantisch. sub.ar ktischer Typus, dessen Südgrenze nach K. R. Kupffer(Korrespondenzblatt des Naturforsdienden Vereins Riga.

Bd. 55, 1912) im wesentlichen mit der 14° Juli»Isotherme,zusammenfällt. In der Norddeutschen Tiefebene wirddie Art gleidi Betula nana, Rubus Chamaemorus,

Polygonum viviparum, Saxifraga Hirculus, Scheudizeriapalustris, Primula farinosa, Carex diordorrhiza als eine ausder Eiszeit überkommene Reliktpflanze aufgefasst. Sie fin.det sich in der Regel in zahlreichen, dicht zusammenge.drängten Stödten auf anmoorigem Boden, den sie mit ihrenzahlreichen Rhizomen zu einem dichten Filz verflicht.

Auf dem gegenwärtig fast ausgetorften Salinentorfmoorbei Kolberg wurde sie von Dobbert zusammenmit Viola uliginosa aufgefunden. Sie bededet dort nach Fjg 2m Cornus Suecica L mit FrUchten , au , der Fe i 3 en-Dibbelt (briefl. Mitteilung von W. Christiansen) insel Marstrand (Schweden). J. C. Th. Uphoff, Amsterdam,gegenwärtig nur noch einen Flächenraum von 1 qm

unter einer alten Eiche (Quercus peduneulata), wird sehr von Pteridium aquilinum beschattet und brachte1924 nur 2 Blüten hervor. In der nordwestdeutschen Heide schliesst sie sich mit Vorliebe der EricaTetralix.Heide mit vorherrschendem Juncus sparrosus und Scirpus caespitosus an. Vielfach ist sie auchanderen Zwergstrauchheiden mit dominierenden Vaccinien, Calluna vulgaris, Empetrum nigrum, PotentiUaerecta, Narthecium ossifragum, Eriophorum polystaehyum, Nardus stricta, Anthoxanthum odoratum usw.(z. B. auf den Faer»Oer nach Ostenfeld) beigemischt, oder mit Andromeda tetragona und Phyllodocecoerulea vereint (so z. B. in Norwegen nach G r a e b n e r). Auf Mooren kann sie zusammen mit Rhyncho-spora alba, Eriophorum vaginatum, Agrostis canina, Pedicularis palustris und P. silvatica, Drosera»Arten, Pinguicula vulgaris, Rubus Chamaemorus, Saxifraga Hirculus, Malaxis paludosa, Lycopodiuminundatum und neben den bereits oben angeführten Zwergsträuchern noch mit Andromeda polifolia,Ledum palustre, Myrica Gale, Betula nana, Salix repens, S. rosmarinifolia usw. angetroffen werden. Seltenerfindet sie sich unter Verhältnissen wie in den Quercus Robur» und Q. sessiliflora. Kratts der JütländischenHalbinsel. In stark ozeanischen Gebieten vermag die Pflanze nach Ostenfeld auch auf Wiesen zuerscheinen, wie auf den Faer Oer zusammen mit Agrostis vulgaris, Anthoxanthum odoratum, Carex binervis,Potentilla erecta usw. oder am Weissen Meer in üppigen subarktischen Grasmatten, zusammen mit Poapratensis, Festuca rubra, sowie Arten der Gattungen Trollius, Ranunculus, Cochlearia, Geranium, Melandrium,Cerastium, Rubus, Archangelica, Matricaria, Solidago, Rhinanthus usw. (Brotherus). Nach Knuth sind dieBlüten homogam (proterandrisch?). Kelch* und Kronblätter sind während der Blütezeit zurückgeschlagen unddie Staubblätter spreizen nach aussen. Die anfliegenden Insekten es wurden Erxstalis arbustörum L.und Helöphilus p^ndulus L. beobachtet berühren zunächst den in der Blütenmitte aufragenden Griffelmit der Narbe, hierauf die Staubbeutel und bewirken, von einer anderen Blüte kommend, dabei Fremd*

') Die Angabe von Oertel über das Vorkommen der Pflanze im Riesengebirge hat sich als völlighaltlos erwiesen.

Hegi, Flora. V, 2. 301