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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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1554
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1554

2131. Cornus Suecica L. (= Chamaepericlymenum') Suecicum Asdiers. et Graebn.).

Schwedischer Hartriegel. Fig. 2598 bis 2602.

6 bis 25 cm hohe Staude mit unterirdischer, wagrecht oder halbaufrecht kriechender,mit Schuppenblättern besetzter und an der Spitze und seitlich Blütenstengel und Ausläufertreibender Grundachse. Stengel meist mehrere, aufrecht, 4=kantig, kahl oder zerstreut angedrücktbehaart, oft weinrot überlaufen, im unteren Teile mit schuppenförmigen Niederblättern besetzt.Laubblätter gegenständig, sitzend, eiförmig»elliptisch bis länglich, am Grunde abgerundet odersehr kurz verschmälert, vorn stumpflich bis brextspitzlich, handförmig 5= bis 7=nervig, oberseits

anfangs i dicht, später spärlich angedrücktbehaart, hellgrün, unterseits kahl, bläulichgrün,die oberen in ihren Achseln kurze, kreuzweisegegenständig beblätterte Zweige tragend. Blütenin endständigen, die Laubblätter nicht oder wenigüberragenden, zur Fruchtzeit aber von denSeitenzweigen deutlich an Länge übertroffenen8= bis 25=(29=)blütigen, 10 bis 20 mm breitenTrugdolden, Hüllblätter 4, weiss oder blassgelb,breit=elliptisch, eiförmig oder fast rautenförmig,gegen den Grund zu verschmälert, vorn abge»rundet oder spitzlich, ganzrandig, 5=nervig, kahl.Blüten 1 bis 2 mm lang gestielt, um die Hälfteoder mehr kürzer als die Hüllblätter. Kelch»blätter 3=eckig, etwa 0,4 mm lang, spitz. Krön»blätter schmal»3=eckig, 1,5 bis 1,8 mm lang,spitz, dunkelrotbraun bis purpurschwarz, nachdem Verblühen zurückgeschlagen, das nach aussengewendete Kronblatt jeder Blüte mit einer dün»nen und spitzigen, auf dem Rücken wenig unter»halb der Spitze eingefügten Granne. Staubblätter rötlichweiss, mit kurzen Staubfäden und etwa1 mm langen Staubbeuteln. Diskus breit abgestutzt, kahl. Fruchtknoten eiförmig, 1 bis 1,5 mmlang, angedrückt behaart; Griffel kahl, walzlich, mit stumpfer Narbe. Frucht eiförmig, durchdie erhalten bleibenden Kelchblätter und Griffel gekrönt, kahl, purpur» oder scharlachrot. Stein»kern wenig zusammengedrückt, etwas gerippt, 3 mm lang. V.

Trupp», oft auch herdenweise (Fig. 2600 u. 2601) in Zwergstrauchheiden, in lichtenGebüschen und Wäldern, in Mooren und auf ungedüngten Wiesen mit humosem, anmoorigem,etwas feuchtem Untergrund. Nur in Norddeutschland. Von der Ebene bis in die sub»alpine Stufe: in Norwegen bis zur Birkengrenze.

In Deutschland in Ostfriesland bei Friedeburg im Stroth, im Hopelser Forst, Wittmund, im nörd=lidien Teile von Oldenburg an vielen Stellen (besonders reichlich im Upjever Wald bei Jever), östlich der Weserseltener und nur im nördlichen Teile von Bremen i Kapellhof und zwischen Lamstedt und Basbeck in Rahden,an der List zwischen Grafel und Feerenbruch, bei Bremervörde, Brest bei Harsefeld, bei Drangstedt und Hymendorfbei Lehe, früher auch bei Bremerhaven und im Speckenbütteler Holz an der Lehe; in Schleswig-Holstein bei Oster«hamm, Immenstedtholz (?), Bollingstedt, Süderholzkrug, Jerrishoe, Handewitt bei Flensburg, Oeveninger Wald (?),

*) Abgeleitet von -/afiui [chamai] = am Boden, auf der Erde und neqtxlvnevop [periklymenon], demNamen eines Schlinggewächses bei Dioskurides (vgl. Lonicera Periclymenum Bd. Vl/1, pag. 255). Die Be-zeichnung stammt von Clusius (1583), der die Pflanze angeblich aus Danzig erhielt und sie daher C. Prutenicumbenannte. Bei Tabernaemontanus (1625) wird sie als Periclymenum minus oder Waldtwinde geführt, beiB'a u h i n als P. humile.

Fig. 2600. Cornus Suecica L. in Blüie, auf der Felsen-InselMarstrand (Schweden). Phot. J. C. Th. Uphoff, Amsterdam.