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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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1551
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Fig. 2595. Cornus raas L., kultiviert, blühend. Phot. Meta Lutz undDr. G. Hegi, München.

Pflanzen Deutschlands, 1915) nur das Auftreten im bayeri»sehen weissen Jura nördlich der Donau für urwüchsig.Wangerin hingegen erklärt die rheinischen und mitteldeut-schen Vorkommen für natürlich, erwähnt aber die bayeri«sehen nicht. G a r ck e gibt auf Grund älterer Angaben u. a.ein spontanes Vorkommen um Dresden an, das aber bereitsvon Drude abgelehnt wird. Nach mittelalterlichen Aufzeich»nungen kam der Strauch zwischen Metz und Trier vor (Bock[1552]). Zwinger gibt ihn 1696 für Meissen, Thüringen,Niederösterreich und Dalmatien als wild an. Camerarius(1588) hält die thüringerischen Standorte für ursprünglich.Angaben über Anpflanzungen reichen bis in den Beginn desMittelalters zurück. So wurde der Strauch in den Kloster,gärten der Benediktiner gepflanzt. Die hl. Hildegard vonBingen führt ihn als medizinisches Gewächs unter demNamen Erlitze auf. Weitere Angaben finden sich bei Conradvon Megenberg, C. Gesner (für das Elsass) und inzahlreichen neueren Kräuterbüchern und Gartenverzeidi»nissen, wie z.B. denen des Woysselschen Gartens in Breslau(1541 bis 1560), des Botanischen Gartens der Fürstbischöfezu Eichstätt (1597) usw. Im Altertum wird die Pflanze schonin den homerischen Gesängen, später auch von Hippo.krates, Theophrast, Dioskurides undPliniusgenannt. In O vid's Schilderungen des goldenen Zeitaltersernährt sich die bessere und friedlichere Menschheit vonErd» und Brombeeren, sowie auch von Kornellen unddas alte Ehepaar Philemon und Baucis setzt den bei ihnenunerkannt einkehrenden Göttern Zeus und Hermes ein«gemachte Kornelkirschen vor. Der römischen lieber«lieferung zufolge soll noch zur Zeit des Kaisers Caligulaauf dem Palatinischen Hügel in Rom ein uralter Kornel.

gebüschen, seltener an sonnigen Felsen, in lichterenLaubmisch»,Eichen» oder Auenwäldern,vereinzelt imBuchenwalde usw. auf. In den illyrischen Gebirgenfindet sie sich in den trockenen Pinus nigra.Bestän.den. Ein etwas eigenartiges Vorkommen besitzt derStrauch nach Fr euler bei Cassone unweit Lu.gano, wo er zusammen mit Ostrya carpinifolia,Quercus Cerris und Q. pubescens, Corylus Avel.lana, Celtis australis, Castanea vulgaris, FicusCarica, Fraxinus Ornus und F. excelsior, RobiniaPseudacacia, Mespilus Germanica, Tilia parviflora,Cytisus Laburnum und Cornus sanguinea dasUnterholz eines durch Ausschlag erzeugten Taxus-baccata.Forstes bildet. Einen reichlichen, Ursprungsliehen Bestand erwähnt Murr vom Sattelberg beiKlaus.Koblach (Vorarlberg), an dessen heissenSüdlagen sich neben dem Strauche Festuca hete»rophylla, Luzula nivea, Lathyrus niger, Trifoliumrubens, Geranium sanguineum, Viola alba, Eu.phorbia amygdaloides, Peucedanum Cervaria,Veronica Teucrium, verwilderte Reben und Sal.via officinalis vorfinden. Die Angaben über daswilde Vorkommen von Cornus mas sind fürDeutschland oft sehr widersprechend. So hältAbromeit (Wünsche. Abromeit, Die

Fig. 2596. Cornus raas L., blühend. Phot. Meta Lutzund Dr. G. Hegi, München.