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Holz für Teekisten, Curtisia fagineaAit., ein Baum mit grob gezähnten Laubblättern und kleinen knochen»harten Steinkernen, mit seinem sehr zähen und schweren Holze Wagner» und Werkzeugholz, sowie das Aus»gangsmaterial für die Assagais der Kaffern. Die dritte linterfamilie, die Cornoideae (Fruchtknoten wiebei den Curtisoideae, aber die Mikropyle nach innen gewendet) treten fast im ganzen Verbreitungsgebieteder Familie auf. Von ihren 4 Tribus sind die im tropischen Himalaya und im südlichen China durch dieGattung Torric6llia DC. (3 Arten) dargestellten Torricellieae (mit oberhalb der Mikropyle zu einemObturator verdickten Funikulus) und die mit G r i s e 1 i n i a Forst, über Neuseeland und Süd»Amerika (besondersChile) und Melanophylla Bäk. über Madagaskar zerstreuten Griselinieae (mit dachiger Knospenlageder Kronblätter) nur vom pflanzengeographischen Standpunkte aus von Wichtigkeit. Die dritte Tribus, dieder Helwingieae, ist durch die auf der Hauptrippe der Laubblätter sitzenden, 1 »geschlechtigen Blüten unddurch die steinfruchtartigen, 3» bis 5»fächerigen, 1 »sämigen Früchte ausgezeichnet. In Gärten angepflanzt findetsich bisweilen Helwingia Japönica (Thunb.) Dietr. (= H.rusciflöra Willd.). Bis 1,5 m hoher, ausgebreitet reich»ästiger, völlig kahler Strauch mit wimperartigen, reichlichverzweigten Nebenblättern. Laubblätter elliptisch bis ei»elliptisch, bis 12 cm lang und 5,5 cm breit, am Rande vomGrunde an mit kurz.zugespitzten, halbaufrechten Zähnen,
1,5 bis 5 (6) cm lang gestielt. Männliche Blüten zu etwa12 an 1 bis 2,5 cm langen Stielen. Fruchtknoten derweiblichen Blüten 1,5 mm lang. — V. — Heimat > Japan,
China. Seit langem, wenn auch selten, in Kultur. Diejungen Laubblätter werden in Japan als Gemüse gegessen.
— Die Cörneae besitzen achselständige oder endständige
Blütenstände und gedrehte Kronblätter. Zu ihnen gehören
die Gattungen Aucüba Thunb., Kaliphora Hook. f.
(monotypisch und auf Madagaskar endemisch), Cörnus
L. (s. u.) und Corökia A. Cunningh. (mit 3 Arten auf
Neuseeland beschränkt). Ausser den zahlreichen, in Gärten
anzutreffenden aussereuropäischen Cornus=Arten (s. u.)
haben noch grössere Bedeutung: Aucüba Japönica
Thunb. Fig. 2585 und 2586. Bis zu 2 m hoher Strauch mit
gegenständigen, nur anfangs behaarten und grünen, später
kahlen und graubraunen oder schwärzlichen Zweigen. Laub»
blätter lineal.lanzettlich bis eiförmig»elliptisch, bis 20 cm
lang, am Grunde abgerundet oder etwas in den bis 5 cm Fig. 2586. Aucuba Japönica Thunb. Kultiviert am Vier-
. . , , waldstättersee. Phot. Walter Hirzel, Winterthur (Schweiz),
langen Blattstiel verschmälert, vorn spitz oder deutlich zu«
gespitzt, in einen stumpflichen Zahn endigend, ganzrandig oder ± reichlich gesägt, anfangs spärlich angedrücktbehaart, glänzend grün, dicklederig, immergrün. Männliche Blüten in pyramidenförmigen, rispigen, reich»blütigen Blütenständen, auf 3 bis 5 mm langen Stielen. Kelch kurz 4«zähnig. Kronblätter 4, lanzettlich«elliptisch, zugespitzt, bis kaum 6,5 mm lang, trüb»dunkelpurpurn. Staubblätter 4, mit 0,75 mm langen,fleischigen Staubfäden und breitelliptischen, 0,5 mm langen Staubbeuteln. Diskus 4=lappig. Weibliche Blütenin weniger reichblütigen Blütenständen, auf 2 bis 3 mm langen, mit 3 Hochblättern versehenen Stielen. Frucht»knoten 3 bis 3,5 mm lang, locker behaart. Kelchblätter kurz 3=eckig. Griffel 1 bis 1,5 mm lang, dick, kahl,mit 1 »seitig vorgezogener, kopfförmiger Narbe. Frucht beerenartig, eiförmig, 1 »sämig, etwa 2 cm lang, rot.
— IV bis VI. — Heimat i Japan („ Aokiba"), Korea, Formosa. Der etwa 30 Formen umfassende immergrüne Strauchwird in einer gelbgefleckten Spielart (Goldbaum, Goldorange) vielfach als Topfpflanze in Zimmern, Kalthäusern,ferner am Rhein und in anderen milderen Teilen Mitteleuropas auch im Freien (nicht selten auch als Gräber»pflanze) gezogen. In Frankreich, England und im Mittelmeergebiete dient er zu Heckenanpflanzungen. Inweiblichen Exemplaren gelangte die Pflanze 1783, in männlichen 1863 in die europäischen Gärten. Mit Vorliebewird sie neben Aspidistra elatior in den Fenstern von Fleischerläden aufgestellt. Die von B. Palm undA. Rutgers (Receuil des traveaux botaniques n6erlandais, XIV, 1917) vermutete Apogamie der schönen,korallenroten Früchte hat sich nach H. Harms (Gartenflora, LXVII, 1918) nicht bestätigt, da zur Ausbildungreifer Samen Bestäubung unbedingt erforderlich ist. In allen Teilen der Pflanze tritt das Glykosid Aucubin auf.In der gefleckten Varietät wurden aus 420 g Rohstoff 8,25 g davon gewonnen. Das harte, schwere, innen schwarz«braune Holz wird in Japan in der Drechslerei verwendet. — Viel seltener ist A. Himaläica Hk. et Th. ausdem östlichen Himalaya anzutreffen (z. B. im Tessin), von der vorigen Art durch die mit i langem, stetszugespitztem Zahn endigenden Laubblättern und die dicht braunzottigen Blütenstielen unterschieden. Sie wurde
Hegi, Flora. V, 2. 300