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Dolden von oben nadi unten aufblühen. In nördlichen Gegenden kommt es sehr häufig nur zur Ausbildungeiner einzigen Dolde. Die Dauer einer Blüte beträgt nach Tobler etwa eine Woche, die eines Blütenstandesetwa einen Monat. Durch Erschütterung kann bei grösseren Blütenständen eine Bestäubung der unterenBlüten durch jene der oberen Dolden erfolgen. Als Bestäubungsvermittler kommen Bienen, Wespen,Hummeln, Hornissen und Fliegen in Betracht, die durch den von einer 1 mm dicken und bis 4 mm breitendrüsigen Scheibe abgesonderten Honig angelockt werden (siehe Fig. 2286 d bis g). Bald nach dem Aufbrechen derKnospen schlagen sidi die Kronblätter langsam bis zur wagrechten Stellung zurück und die 5 Staubblätterstrecken sich nacheinander gerade aus, wodurch die Antheren wagrecht zu ihren senkrecht stehenden Trägernzu liegen kommen. Gelegentlich kommt es vor, dass bereits im November (dies ist in Südeuropa sogarmeistens der Fall) einzelne Früchte zur Reife gelangen, während dies normal — wenigstens in Mitteleuropa —erst im kommenden Frühjahr geschieht. Und zwar zeigt es sich, dass die grössten Früchte bei uns im Märzund April zu finden sind. Doch können die Samen, die nach W. Kinzel zu den Dunkelkeimern gehören
und für die Keimung nur 10 bis15 Tage benötigen, bereits im)anuar und Februar zur Ent»Wicklung gelangen. Auf diebeiden Kotyledonen (Fig.2294cbis e), die lange im Samensteckenbleiben, folgen die bei»den ersten Laubblätter (wie beiden Dikotyledonen allgemeinüblich) in rechtwinkliger Kreu«zung. Dagegen stehen die bei»den Keimblätter einander nichtgenau gegenüber, sondern sindnach einer Seite einander ge»nähert. In extremen Fällen bil-den sie nach Arthur Weisse(Blattstellungsstudien anHederaHelix. Berichte der Deutsch.Botan. Gesellschaft. Bd. XLII,1924) einen Winkel von etwa120°. Die Sämlinge sind an«fangs orthotrop und positiv,später plagiotrop und negativheliotropisch. Die Beerenwerden von verschiedenenVögeln (so von der Mönchs»grasmücke Sylvia atricapilla, Motacilla»Arten und Drosseln) — wohl wegen des Harzgehaltes — wenig und meisterst im Spätherbst aufgesucht, vielerorts aber auch ganz verschmäht. Die nierenförmigen, 3»kantigen Samen sindreich an Nährstoffen (Fett und Eiweiss); das Endosperm bildet sich im Süden der Alpen noch im alten Jahre,in nördlichen Gegenden erst nach einer Unterbrechung im folgenden Jahre aus. Von Abnormitäten werdenerwähnt: Verbänderte und gegabelte Erdwurzeln mit bis 24 verbreiterten Gefässteilen, Verwachsung von 2 odermehreren Luftwurzeln, Verwachsung von Sprossen und der Kotyledonen, Sprossverbänderung (selten),Ascidienbildung, eine ± ausgesprochene Spaltung der Laubblätter, 4» und 6.zählige Blüten, sowie ein»geschlechtige Blüten. Bei H. C o 1 ch i c a hat W. Kinzel Polyembryonie festgestellt. Gelegentlich sitzen vereinzelteBlüten ausserhalb der Hauptdolde auf dem Stiele derselben. Penzig beobachtete wiederholt, dass Samenin den reifen Früchten an der Pflanze hängend auskeimten. Von der Mistel (Viscum) wird der Efeu wie wohlüberhaupt alle Araliaceen nicht befallen : die von K. v. T u b e u f auf Hedera gebrachten Mistelkeimlinge wuchsennicht weiter. Von Schmarotzern werden im westlichen und südlichen Europa Orobanche Hederae (Bd. VI,pag. 154), sowie selten Cuscuta Europaea (Schloss Tirol bei Bozen) erwähnt. Die Zahl der auf dem Efeuvorkommenden Ascomyceten ist eine ziemlich grosse, u. a. Cucurbitäria Hiiderae (Wint.), Didymosphaeriascab^lla (Qu6l.), Diapörthe Hdicis Niessl und D. pülla Nitschke, Hyst6rium pulicäre (Pers.), Nectria sinöpicaFries, Vdlsa heteracäntha Sacc. usw. Von Zoocedien werden genannt: Aphis Höderee Kalt., AsterolecäniumMassalongoidnum Targ.»T., Dasyneüra Kiefferi Marchai und Pemphigus Hdderae Horvdth.
Hedera Helix teilt im allgemeinen die Gesamtverbreitung der Buche. Immerhin reicht der Efeu inEuropa weiter nach Süden und tritt im Gegensatz zur Buche in ganz Griechenland (hier neben H. Colchica) auf