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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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von Namen besonders von S. Hibberd erhalten haben, gibt es breitblätterige Sorten mit weiss« odergelbrandigen oder weiss, oder gelbgescheckten, marmorierten Laubblättern. f. leucocdrpa Seemann.Beeren weiss (selten im Freien). var. Hibernica Kirchner (= f. Scötica hört.). Schottischer oder IrischerEfeu. Wild (?) ursprünglich in Irland, heute oft kultiviert. Pflanze viel kräftiger. Laubblätter grösser,heller und weniger steif. Dolden grösser und mit grösseren Beeren. Sternhaare oft 8. (7» bis 14»)strahlig(Fig. 2287). Die Pflanze zeigt ein bedeutend rascheres Wachstum als der Typus, blüht auch etwas früher,ist aber weniger winterhart, so dass sie im nordöstlichen und mittleren Deutschland in kalten Wintern zugedecktwerden muss. C. K. Schneider vermutet, die Pflanze könnte einen Bastard zwischen H. Helix var.vulgaris und H. Canariensis darstellen. In wärmeren Gegenden droht diese grossblätterige und raschwüchsigeForm den gewöhnlichen Efeu zu verdrängen.

Gustav Oehm hat kürzlich (Studien über Riesen« und Zwergformen einheimischer Pflanzen.Beihefte zum Botan. Centraiblatt. Bd. XL, 1924) den typischen Efeu, die Zwergform conglomerata (= f.

arborescens) und die Riesen«form Hibernica morphologisch,anatomisch und cytologischstudiert, wobei es sich u. a.herausstellte, dass die Grösseder Organe im allgemeinenparallel mit den Zellgrössengeht. Insbesonders zeigen dieEpidermiszellen und die Tra«cheen in der Richtung conglo«merata, typica (Canariensis)und Hibernica eine steigendeGrössenzunahme. Diesen Be«Ziehungen entsprechen dieKernverhältnisse nur teilweise.

Der Efeu gehört inmorphologischer, biologischer,ökologischer und pflanzengeo«graphischer Hinsicht zu den in«teressantesten Vertretern dermitteleuropäischen Pflanzen«weit. Er ist der einzige einhei»mischeWurzelkletterer", bei

Fig. 2289. Hedera Helix L im Mischwald .^Phot. Ingenieur Walter Hirzel, Winterthur desse Wurzeln es zu eincr Ar .

beitst eilung in Nähr wurzeln

und in Luft» bezw. Haftwurzeln gekommen ist. Die letzteren, die in erster Linie der Befestigung an der Unterlagedienen, erreichen eine Länge von 6 bis 8 mm, sind bräunlich gefärbt, unverzweigt, ageotropisch und lichtscheu(negativ heliotropisch). Zufolge ihres Anschmiegens an den Substrat zeigen sie auf dem Querschnitt einendorsiventralen Bau, verbunden mit einer etwas exzentrischen Lagerung des Zentralzylinders. Von den Erdwurzelnunterscheiden sie sich durch die sehr frühzeitig einsetzende Verholzung des Zentralzylinders, des Rinden«parenchyms und Markes, sowie durch die geringe Ausbildung der Stoffleitungsbahnen. Auf der Unterseiteder Haftwurzeln wachsen die Epidermiszellen zufolge der Feuchtigkeit der Unterlage in grosser Zahlzu unförmig miteinander verknäuelten Wurzelhaaren aus, die recht eigentlich das feste Anklammern an derUnterlage bedingen. Stets aber bleibt die Wurzelspitze, vor allem die frühzeitig vertrocknende Wurzelhaube,frei von diesen Haarbildungen. Nach den Untersuchungen von Walter Bruhn (Flora. Bd. LI, 1910), vonM. Franke, H. Leitgeb usw. sind die Flaftwurzeln alsHemmungsbildungen", hervorgegangen aus gewöhn»liehen Wurzeln, aufzufassen, die unter normalen Verhältnissen die Fähigkeit eingebüsst haben, Nährstoffeaufzunehmen. Durch Kultur auf feuchter Unterlage können diese Haftwurzeln, vorausgesetzt, dass die Anlagennoch jung sind es tritt nämlich sehr frühzeitig eine hochgradige Differenzierung aller Gewebe ein zumAuswachsen in normale Adventivwurzeln veranlasst werden und alsdann auch allein die Ernährung derSprosse übernehmen. Unter normalen Verhältnissen reicht jedoch die Feuchtigkeit des Substrates hiefür nichtausj sonst würde die Pflanze schliesslich zum Schmarotzer werden, eine früher öfter vertretene, irrigeAuffassung. Ebenso soll nach Bruhn für die Anlage weder ein Berührungs.(Kontakt») noch ein Feuchtig«keitsreiz ausschlaggebend sein, sondern derLichtentzug" soll hiefür genügen, selbstredend neben dem fürjede Wurzelbildung notwendigen Mass von Feuchtigkeit der Luft oder der Unterlage. Denn bei der Kultur