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Hawäi, Abheid (Elsass), Ebhöö, Abheu (Schweiz), £baam (Tiroli Etschland). Im Niederdeutschen begegnetuns das Wort als Jlöf u. ä. (mittelniederdeutsch iwlöf, iflöf, niederl. eilof, engl, ivy = Efeu), dessen zweiter Bestand»teil „lof" = Laub ist: Jlöf (Ostfriesland), Jloh (Schleswig), Ailöf (Ostfriesland), Jläk (Oldenburg), Liloof(Ostfriesland), Tilauf, Eilauf Lillauf, Eilauw (Westfalen), Lilla (Emsland), Ailenbläer (Braun»schweig), Jvenbläder (Altmark). Auf den Standort bezw. die Wuchsform beziehen sich B a m 1 £ f e r [Baumläufer](Nassau), Steinleifer (Nordböhmen), Bäumt od (Niederöstereich), Klimmup (Ostfriesland), Kreiser[weil der Efeu den Baum umkreist?] (Schwäbische Alb). Wegen des immergrünen Laubes wird der Efeuhäufig Wintergrün (mundartl. z. B. in Hannover, am Niederrhein, in Oesterreich, im Elsass), ab und zuauch Ümmergröen (Oldenburg) genannt. Andere Benennungen sind noch Läfchesblätter (Eifel),Grotvatersbleder (Göttingen), S ch a p p e 1 es k r a u t [Verwendung zu Schappeln.Kränzen] (SchwäbischeAlb), Li er ach [vgl. Clematis Vitalba. Bd. III, pag. 511] (Oststeiermark). Im romanischen und italienischen
Graubünden führt der Strauch die Namenpervencla, f egliadella , bruseccaoder (wie Viscum album) sempriverdoder sempervert.
Auffallendes, zuweilen sehrstattliches, mittels Haftwurzeln klet«terndes Holzgewächs („Wurzelklet»terer"). Stamm verzweigt, auf demBoden kriechend oder 3 bis 20 mhoch kletternd, bei alten Exemplarendie Stütze verlassend und freieZweige treibend. Laubblätter winter»grün, lederig, in der Jugend behaart,später kahl, oberseits dunkelgrün,glänzend, mit fächerstrahliger Ner=vatur, sehr verschieden gestaltet(Heterophyllie); die unteren(der nicht»blühenden Sprosse) aus herzförmigem Grunde 3= bis 5=eckig gelappt, meist weiss geädert, starkglänzend, sehr derb, die oberen (der Blütenzweige) ei»rautenförmig bis lanzettlich, lang zugespitztganzrandig, zarter und matter (Fig. 2286a, b). Blüten zwitterig (mit Neigung zur Eingeschlech»tigkeit), 5=zählig (Fig. 2294g), wenig auffällig, zu einfachen, halbkugeligen Dolden vereinigt;letztere in traubiger Anordnung. Tragblätter klein, häutig. Achsen der Seitendolden mit2 (3) Vorblättern. Blütenstiele behaart (Sternhaare), bis 2 cm lang, ungegliedert. Kelch»saum sehr kurz, mit 5 ± deutlichen Zähnen. Kronblätter 5, dickfleischig, aussen braun,innen grün, eiförmig, spitz, 3 bis 4 mm lang, hinfällig, auf der Innenseite mit einem Längs»kiel, in der Knospenlage klappig. Staubblätter 5; Staubfäden 2 bis 3 mm lang; Anthereneiförmig, 2=fächerig. Fruchtknoten halbunterständig, mit deutlichem, 4 mm breitem Drüsendiskus,breit=kegelförmig, filzig=sternhaarig, meist 5»(10=)fächerig, in jedem Fach 1 Same vorhanden;Funikulus über der Mikropyle verdickt. Griffel kurz, 3 bis 5 (19), bis zur Spitze zu einerSäule verwachsen. Beeren kugelig, erbsengross (8 bis 10 mm im Durchmesser), mit 3 bis5 Samen, unreif rötlich=violett, später dunkelbraun, zuletzt blauschwarz (sehr selten gelb);Aussenwand glatt, fleischig (Fleisch harzhaltig); Pyrenenwand dünnhäutig, glatt. Samen nieren»förmig, 3=kantig (Fig. 2286 k), spitz, 5 bis 6 mm lang, mit zerklüftetem („ruminatem") Nährgewebe(Taf. 190, Fig. 4e, d). Embryo gerade, ziemlich lang, mit langem, dem Nabel zugekehrtemWürzelchen und rundlichen Kotyledonen; letztere jahrelang ausdauernd. — (VIII) IX, X(zuweilen bis Mitte XII); Früdite im folgenden Frühjahr (III, IV) reifend.
Verbreitet und meist häufig in steinigen Wäldern, an Felsen, alten Bäumen, in Ge=büschen, auf steinigen Halden, Schutthängen, an Mauern; ausserdem besonders an Ruinen,
Fig. 2287. 1 bis 9 Entwicklung der Sternhaare von Hedera Helix L. 10, 11 Aus-gewachsene Sternhaare. /2 bis 15 Schuppenhaare von Hedera ColchicaC. Koch (teilweise nach Fr. Tobler, z. T. Originale).