7«lappigen, bis 40 cm breiten Laubblättern. Diese eigenartig belaubte, 10 bis 25 m hohe Art, welche diegrösste Araliacea und zugleich dem einzigen Vertreter der Sektion Kälopanax (Mig.) Harms darstellt,wird bei uns nur selten, doch auch mit weissgrün panaschierten Laubblättern, kultiviert. Gegen Dürre istdie Pflanze sehr empfindlich. Vgl. hierüber auch Harms, H. Uebersicht über die Arten der GattungAcanthopanax (inkl. Eleutherococcus) in Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1918.Für die Zimmerkultur eignen sich besonders: Fätsia Japönica (Thunb.) Dcne. et Planch. (= Arälia JaponicaThunb., = A. Sieböldii hört.), aus Japan. Fig. 2283 und 2284 a bis e. Unbewehrter, kleiner Strauch mit grossen(bis 35 cm breiten), langgestielten, kahlen, bandförmig gelappten (Lappen im oberen Drittel gesägt) Laub«blättern; Blaltscheiden ohne Nebenblattbildungen. Dolden zu einer endständigen, einfachen oder zusammen«gesetzten Traube vereinigt. Blüten meist 5» (selten 6«)zählig. Griffelpolster dick, breit-kegelförmig; Griffel 5,vom Grunde an frei, fadenförmig, zuletzt spreizend, mit kleiner, knopfförmiger Narbe. Frucht fast kugelig,mit fleischigem Exokarp. Diese wegen ihrer glänzenden Blätter und ihrer sehr leichten Kultur imGebiet sehr beliebte Blattpflanze eignet sich besonders als Topfgewächs für Wohnzimmer; doch kann sieden Sommer über auch ins Freie gebracht werden. Die Vermehrung erfolgt normal durch Stecklinge. Sie wird
auch mit gelb» und weissrandigen und gold«aderigen Blättern gezogen. —T6trapanaxpapyrifer (Hooker) K. Koch (= Aräliapapyrifera Hook.) von Formosa (China?)Fig. 2284 f. Kleiner, unbewehrter Baum, mitmarkhaltigen Sprossen und mit grossen,langgestielten, handförmig=gelappten (Lappenspitz, gesägt), in der Jugend dicht wollig-filzigen Laubblättern. Blattscheiden nachoben in 2 lange, häutige, pfriemliche, auf«rechte Nebenblattbildungen ausgehend (Fig■2284 g). Döldchen zu einer verzweigten,sternhaarig.filzigen Rispe vereinigt. Blüten4«zählig, klein, grünlich, unansehnlich. Krön«blätter 4, zugespitzt, aussen filzig-behaart.Fruchtknoten wollig « behaart, 2 ■ fächerig;Griffelpolster wenig gewölbt. Griffel 2, faden«förmig, getrennt. Frucht fast kugelig, mitfleischiger Aussenwand. — Als seltene Topf«pflanzen mögen noch Pseüdopanax c ras s i«fölius (Sol.) K. Koch, sowie Pänax arbö»reus Forst, und P. sambucifölius Sieb.,alle 3 Arten auf Neuseeland beheimatet, ge«nannt sein.
CCCCLXXXXV. Hedera. 1 )Efeu. Franz.: Lierre; engl.: Jvy;ital.: Ellera, edera.
Die Gattung, die systematisch
Fig. 2285. Hedera Colchica C. Koch, a Beblätterter Spross. b Schiilferhaare. innerhalb der Araliaceen ziemlich isoliert
dasteht und mit den Gattungen G i 1 i b 6 r t i aRuiz et Pavon und Brassaiöpsis Dcne. et Planch., die beide auch in Ostindien und China vertretensind, die nächsten verwandtschaftlichen Beziehungen aufweist, reicht von den Indischen Gebirgen westwärtsbis China, Korea und Japan, nordwärts bis zum Kaukasus und bis ans Schwarze Meer und westlich bisins Mittelmeergebiet (Azoren, Canaren), von hier in Europa nördlich bis Skandinavien. WährendBentham alle einander zweifellos sehr nahe stehenden Formen zu einer einzigen Art (Hedera Helix)und Seemann sie zu 3 Arien vereinigt, unterscheidet neuerdings Friedrich Tobler (Die Gattung Hedera.Jena. Gustav Fischer, 1912) 6 verschiedene Arten, von denen in Europa spontan 3 (Hedera Helix L.,H. Colchica und H. poetarum) vorkommen, während alle Arten — besonders in West« und Südeuropa —
') Hddera (edera) = Name des Efeus bei den Römern.