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trocknen ist der fleischige, nur mit einer dünnen Samenhaut versehene Samen durch einen dicken und festen Stein»mantel geschützt, der wie bei Myriophyllum am oberen Ende durch ein pfropfenartiges Gebilde unterbrochen wird.Besondere mit dem Wasserleben direkt in Beziehung stehende Verbreitungseinrichtungen fehlen wie bei Myrio-phyllum. Die Verbreitung der Früchte erfolgt auf kleine Strecken hin wohl durch den Wind, auf grössere wahr,scheinlich durch Vögel, welche die im Schlamme eingebetteten Früchtchen mit ihren Füssen verschleppen, gelegent«lieh auch durch die Eisdecke, in welche die Früchtchen einfrieren, um dann später nach der Eisschmelze weiterverfrachtet zu werden. Die anatrope und zugleich apotrope Samenanlage ist mit nur einem Integumentausgestattet (monochlamydejsch) und schliesst sich in ihrem Baue an die Samenanlagen der Sympetalen mit„massigem" Integumente an. Van Tieghem hält allerdings das eine Integument als durch Verschmelzen auszweien entstanden, die bei Myriophyllum voneinander getrennt sind. Nach anderen Autoren kommt über,haupt kein Integument vor. Der dicke Funiculus sitzt mit breiter Basis der Plazenta auf und verschmälert
sich gegen den eigentlichen Körperder Samenanlage zu sehr stark(Fig. 2279 d). Bei der Keimungschiebt das sehr kurze Wurzel,chen den „Pfropfen" aus der Stein,schale, senkt sich durch Streckungdes hypokotylen Gliedes in dieErde und entwickelt sich durchstarkes Längenwachstum rechtkräftig, sodass man nach sehrkurzer Zeit eine reichliche Zahlvon Seitenwurzeln feststellen kann.Die frühzeitig ergrünenden Keim,blätter bleiben an ihrer Spitzelängere Zeit, bis das Nährgewebeaufgesogen ist, von der Frucht,und Samenschale umhüllt. Andem jungen Sprosse sind die erstenLaubblätter — allerdings nur derenwenige (3 bis 5) — bereits in Quirlenangeordnet •, später nimmt die Zahlder Glieder in den Quirlen rasch zu.
Von anatomischen Merkmalensind noch die von Rauter, Bach«mann, Solereder, Schacht,Klein und Tewes eingehenduntersuchten „Schildhaare" hervor,zuheben, die aus 1 oder 2 etwas
in das Mesophyll eingesenkten, stark verkorkten Stielzellen und aus vielen zu einem ± festen Schildeverwachsenen Strahlzellen bestehen. Sie finden sich an allen Teilen der jugendlichen Pflanze (ausgenommenam hypokotylen Glied), ebenso am Spross und auf den Luft, und Wasserblättern und zwar bis zu 60 aufeinem Wasserblatt. Klein hält sie für funktionslose, den Digestionstrichomen von Dionaea usw. morphologischähnliche Gebilde. Viel wahrscheinlicher ist es aber — und dafür spricht besonders ihre frühzeitige Anlage —,dass sie analog den schleimbildenden Haaren der Nymphaeaceen und Callitrichaceen zum Schutze der Blatt,anlagen in der Knospenlage des Stammscheitels dienen. Schliesslich könnte den Schildhaaren auch die Funktionder Wasserausscheidung zukommen. Der Spross von Hippuris vulgaris besitzt nach Fritz Jürgen Meyer einkonzentrisches Leitbündel, das 100 bis 120 Tracheenstränge mit je 1 bis 3 (selten mehr) Tracheen enthält. AlleTracheenstränge stehen im Internodium durch Strangverbindungen im engeren Sinne und durch Strangbrückenmiteinander in seitlichem Zusammenhang.
Der Tannenwedel, der in seiner Tracht stark an Equisetum heleocharis (Bd. I, pag. 59) erinnert,lässt sich von letzterer Art unschwer durch den engröhrigen Stengel, den Mangel der Blattscheiden unddurch die wohl entwickelten Laubblätter unterscheiden. Die Pflanze ist ausgesprochen eurytherm und erscheintsowohl in kalten Grundwasserbächen (hier zuweilen mit dem Flohkrebs Gammärus pülex) mit Temperaturen von7 bis 12° in Gesellschaft von Potamogeton densus und P. filiformis, Myriophyllum spicatum, Sium latifolium,Callitriche vernalis, Montia rivularis usw., im Phragmit^tum, Scirpetum und Nymphaeetum der Seeufer mitsehr starken Temperaturschwankungen in Gesellschaft von Phalaris arundinacea, Sagittaria sagittifolia, Ranun»
Fig.22S0. Hippuris vulgaris L., in einem Marschgraben der Geestniederung bei Lehe,mit Typha angustiiotia, Puragmites communis und Potamogeton pusillus. Phot. Dr. Joh.
Mattfeld, Berlin.