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culus Lingua und R. sceleratus, Nasturtium amphibium, Veronica Anagallis und V. Beccabunga usw.,schliesslich auch in den sich stark erwärmenden Altwässern (Fig. 22S1) mit Potamogeton natans und P. gramineus,Myriophyllum verticillatum usw. Gelegentlich bildet der Tannenwedel ganz reine Bestände (Hippurötum) von bisüber 150 m Längenausdehnung. Vereinzelt wird er auch im Magnocaricetum angetroffen und kann den Grundvon alten Kanälen oder Gräben ganz austapezieren. Im allgemeinen besitzt Hippuris vulgaris sein Wachstums.Optimum mehr an seichten Stellen in der Nähe der Ufer j er kann jedoch auch seeeinwärts, im fliessenden Wasser,in der Grenzzone, auf angeschwemmtem Detritus oder ziemlich weit landeinwärts vorkommen. Die Pflanzescheint kalkhaltige Gewässer vorzuziehen; im reinen Moorwasser fehlt sie. — Hippuris vulgaris ist im nördlichengemässigten Europa und Amerika, sowie in Westasien stark verbreitet. In Grönland, wo die Pflanze nachAgnete Seidelin die häufigste phanerogame Wasserpflanze darstellen soll, handelt es sich wohl um einearktische Form mit konstanten Merkmalen (geringe Zahl der Laubblätter, aber grössere Breite, wenige, abergrössere Luftkanäle im Spross). Ebenso scheint es noch sehr zweifelhaft, ob die antarktische Pflanze nichteine selbständige Art darstellt, wie es sich auch für andere europäische Pflanzen (Erigeron alpinus, Draba hirta)neuerdings herausgestellt hat. Nach Dus6n gehört Hippuris vulgaris f. fluviatilis in den Magelhanländern
Betula pendula Salix alba
Fig. 2281. Vertandungsprotil der Rhonealtwässer mit Hippuris vulgaris L., Myriophyllum spicatum L. usw.
(entworfen von Dr. H. Garns).
zum Lim naeen-Verein des Steppengebietes. K.Reiche beobachtete die Art im südlichen Chile in Gesellschaftvon Myriophyllum elatinoides, Limosella aquatica, Ranunculus trullifolius, R. fluitans und R. biternatus, Pota.mogeton iuncifolius und P. lingulatus. In Schweden dürfte der Tannenwedel zu den ersten Einwanderernnach der Eiszeit gehört haben, zumal er dort in den Dryastonen, in Ablagerungen der Birken., Kiefer., Eichen,und Fichtenzone, ebenso in den Ancylus» und Litorinabild ungen festgestellt wurde.
Da nur die Landformen bezw. die emersen Sprosse Blüten und Früchte erzeugen, findet bei allenFormen eine ausgiebige vegetative Vermehrung durch Bildung von Ausläufern und durch Bewurzelung vonabgerissenen Stengelgliedern statt. Bei der Tiefwasserform ist die Verminderung bezw. die Verhinderung derBlütenentwicklung vielleicht durch den Lichtmangel zu erklären, während bei der Landform das öftereFehlschlagen der Blüten und der häufige Ausfall der Fruchtbildung zufolge der üppigen Entwicklung derVegetationsorgane eintritt. Diese „Korrelationserscheinung" wird nach Goebel wie bei anderen Wasser,pflanzen dadurch bedingt, dass die Feuchtigkeit bezw. Nässe des Standortes die Ausbildung der vegetativenTriebe fördert, Jedoch gleichzeitig die Blüten, und Fruchtbildung herabdrückt. Diese letzteren machen zuweileneinen regelmässigen Bestandteil in der „Herbsdrift" vieler Gewässer aus. Auch können Luftsprosse derLandform im Alter nach stattgehabter Fruktifikation sich umlegen und dann die Funktion eines Ausläufersübernehmen. Ebenso entwickeln sich auf den Blättern gelegentlich Adventivknospen, die gleichfalls für dievegetative Vermehrung geeignet sind.
W. Wächter (Wundverschluss bei Hippuris vulgaris L. Beihefte zum Botan. Zentralblatt. Bd. XVIII,1904) macht auf eigenartige, 0,3 bis 0,4 cm lange Anschwellungen an den Stengeln der Luftsprosse aufmerksam,die wahrscheinlich auf eine Verletzung durch eine Käferlarve zurückzuführen sind. Von Abnormitäten (sieheauch pag. 906) sind bekannt! Verzweigte Luftsprosse mit 6 bis 7 seillichen Laubzweigen, sympodial verzweigteSprosse (vgl. Solereder, H. Beihefte zum Botan. Centralblatt. Bd. XVIII, 1905), spiralige Stellung derLaubblätter (f. spirälis Turnbule), Stengelfasziationen mit gleichzeitiger schraubenartiger Anordnung(f. furcdta Wirtgen) der Laubblätter, Ausbildung von rein weiblichen Blüten ohne eine Spur von Staub«blättern (in heissen trockenen Sommern beobachtet) oder von rein männlichen Blüten, Auftreten eineszweiten, transversal stehenden (oder sogar eines dritten) Staubblattes, sowie Gynodioezie. — Auf die Ueber.gänge bezw. auf die Umbildung von Luftsprossen in Wassersprosse oder umgekehrt von flutenden Sprossen (beisinkendem Wasserstande) in aufrechte Sprosse der Landform ist bereits hingewiesen worden.