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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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in der Schweiz mehrfach im Untersee und in den Alpenseen (Klöntalersee, Berninaseen) beobachtet.f. fluviätilis (Hoffm.) Cosson et German. Fig. 2279a. Pflanze stets untergetaucht, üppig. Stengel leichtflutend, sehr schlaff, 2« bis 4»mal so lang und 2» bis 3»mal so dick als die Luftsprosse der var. typica, bis 4 mmlang, fast stets einfach. Blattquirle zuweilen um das 2» bis 5»fache vermehrt. Laubblätter an den Stengel»knoten zu 12 bis 16 (nur an den alleruntersten Quirlen zu 4 bis 6 und klein, schuppenförmig), weich, schlaff,verlängert 5 bis 7,5 [9,2] cm lang und 2,2 bis 3 mm breit, stark durchscheinend. Blüten stets fehlend. UntergetauchteWasserformj gedeiht noch in Tiefen von 4 bis 5 m. f. maritima Hellemus. Pflanze schmächtig, niedrig,zirka 10 cm hoch. Laubblätter länglich oder eilänglich, zu 4 bis 6 quirlständig. Salzform. Auf trockenen Strand»wiesen in Norddeutschland. f. tetraphylla L. f. Mittlere Laubblätter 2» bis 3=mal so lang wie breit,stumpf. Blattquirle 4» (selten 6«)zählig. In den Küstengegenden von Fennoskandinavien, Ingrien und Estland.

Hippuris vulgaris hat wie Myrio»phyllum verticillatum, Polygonum amphibiumund andere amphibisch lebende Pflanzen dieFähigkeit, sich an das umgebende Medium anzu«passen und Wasser» und Landformen (unter diesenauch Salzformen) auszubilden. Nach H. Glückentspricht die Seicht wasserform (f. typica) mitden submersen und emersen Sprossen demWachstumsoptimum. Auch histologisch sind dieBlätter dieser beiden Sprosse stark verschieden;so fehlen den untergetauchten Blättern nachPorsch die Spaltöffnungen vollständig, währenddie Luftblätter solche aufweisen. Am Uebergangevon den Wasser» zu den Luftblättern zeigendie Spaltöffnungen die Fähigkeit, dass sie sichdurch gegenseitige Annäherung der Vorhofleistenfast ganz verschliessen können. Die Tiefwasser»form (f. fluviätilis) bildet nach Glück wohlan den meisten Standorten den Vorläufer derSeichtwasserform, indem sie in der ersten Hälftedes Sommers die Hauptentwicklung erreicht undnormalerweise sich während des Sommers in dieSeichtwasserform verwandelt. Die f. Raeticastellt in den Alpen wohl eine durch Kältewirkungentstandene Zwergform dar, während sie nachEugen Baumann auf sandigem oder steinigem,nährstoffarmem Boden, also auch unter schlechtenErnährungsbedingungen erzeugt werden kann,zumal sie, sofern sie wiederum in normaleWachstums» und Standortsbedingungen gebracht wird, wieder in die typische Form übergeht. Auch entwickeltensich nach H. Schinz die aus Graubünden stammenden Exemplare der f. Raetica in Zürich wieder zur f. typica.Wahrscheinlich stellen die genannten Formen blosse Entwicklungsstadien der Pflanze dar.

Während die untergetauchten Formen, namentlich in fliessendem Wasser, oft vollkommen grünüberwintern, sterben die Stengel der Landformen bis auf die Rhizome ab. Immerhin können auch letzterein geschützten Lagen bis zum Dezember am Leben bleiben. In seichten, stehenden Gewässern werdenTurionen«artige Winterknospen an kurzgliederigen, Reservestoffe speichernden Achsen gebildet.

Die unscheinbaren, blattwinkelstäridigen Blüten sind proterögyn und der Bestäubung durch den Windangepassti sie sind ausschliesslich auf die Luftsprosse, d. h. auf die aus dem Wasser herausstehenden Spross»teile beschränkt. Anfänglich ragt die weisse, stark papillöse Narbe etwa 3 mm über den Fruchtknoten empor,während der zu dieser Zeit noch ungestielte Staubbeutel geschlossen ist. Erst mit dem Vertrocknen der Narbebildet sich der l'/i mm lange, dünne Staubfaden aus, an dessen Spitze die aufgesprungene Anthere die gelben,öligen, 6»porigen, mit einer ausserordentlich dünnen Exine versehenen Pollenkörner dem Winde leicht zugänglichmacht. Selbstbestäubung scheint nicht vorzukommen. Die Landform gelangt nicht zum zweiten Mal zur Blüte.

Die reifen, steinfruchtartigen Nüsschen fallen im Herbst von der Pflanze ab und sinken durchihre Schwere auf den schlammigen Boden, wo sie, geschützt durch die skierotisierten Teile der Fruchtwand,überwintern. Die fleischigen Teile der letzteren gehen durch Vermoderung früher oder später zugrunde. Gegenallzugrosse Nässe, welche ein Eindringen von Fäulnisbakterien ermöglichen könnte, ebenso wie gegen Aus»

Fig. 2279. Hippuris vulgaris L. a Wasserspross. b, c Sprossquer-schnitte. d Diagramm, e Längsschnitt durch die Frucht (nach Fauth).