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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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2000. Hippuris vulgaris L. Gemeiner Tannenwedel, Seetanne. Franz.: Pesse (vonpicea = Fichte) d'eau, pin aquatique; engl.: Mare's=tail, horse=tail; ital.: Coda di cavallo,sperula d'acqua. Taf. 190, Fig. 3; Fig. 2279, 2280 und 2281.

Ausdauernd, kahl, 10 bis 40 (51) cm hoch, bei der Wasserform bis über 2 m lang.Grundachse (Rhizom) wagrecht, verzweigt, kurzgliederig, im Schlamm kriechend, an denKnoten wurzelnd, ein wickelartiges Sympodium darstellend, zahlreiche röhrige, zylindrische,hohle, fast stets unverzweigte, meist aufrechte und teilweise aus dem Wasser hervorragende,zuweilen auch flutende, 4 bis 9 mm dicke Stengel treibend. Laubblätter zu (4) 6 bis 12 (16)quirlig angeordnet, lineal, ganzrandig, 0,8 bis über 2 (10) cm lang und bis 6 mm breit; dieuntergetauchten dünn, weich, bandartig, meist etwas breiter, zurückgeschlagen und durch»scheinend, schlaff, hellgrün, nach abwärts gerichtet; die Luftblätter kürzer und dicker, besondersan der Oberseite dunkelgrün, wagrecht oder bogig abstehend; unterste Laubblätter niederblatt»artig. Blüten klein, unscheinbar, ursprünglich zwitterig (Fig. 2379d), selten durch Verkümmerungeingeschlechtig, einzeln, in den Achseln der Laubblätter sitzend. Vorblätter gänzlich fehlend.Kelch als schwacher, 2= bis 4=mal ausgebuchteter Flautsaum auf dem oberen Rande desReceptaculum sitzend und von dem letzteren nicht abgesetzt. Krone vollständig fehlend.Staubblatt 1, median, von der Achse abgewendet, nach vorn gerichtet (Taf. 190, Fig. 3 a und 3 b),auf dem Fruchtknoten stehend, mit kürzerem oder längerem, starkem Filament, mit kurzer,eiförmiger, introrser Anthere und mit einem meist ein wenig über die Staubbeutel hinausverlängertem Konnektiv. Pollen mit 6 Poren und mit sehr dünner Exine. Fruchtknoten unter»ständig, vom Receptaculum eingeschlossen, ellipsoidisch, aus 1 Fruchtblatt bestehend, einfächerig,in der inneren oberen Ecke eine einzige ana= und apotrope Samenanlage enthaltend. Narbe 1,median stehend, pfriemlich=fadenförmig, papillös, meist bedeutend länger als das Staubblatt.Frucht eine länglich=ellipsoidische Schliessfrucht mit starker Steinschale und mit dünnem Fleisch,l=samig. Samen fleischig. Embryo gross, axil, walzenförmig, unter dem sehr dünnen, nuraus 2 bis 3 Zelllagen gebildeten Endosperm liegend; die beiden grossen Kotyledonen nachabwärts, die lange, runde Wurzel nach aufwärts gerichtet. V bis VIII.

Ziemlich verbreitet, doch nicht überall, in stehenden und fliessenden, mit Vorliebekalkhaltigen Gewässern, in schlammigen Teichen, Weihern, Pfützen, auf überschwemmtemBoden. Von der Ebene bis in die alpine Stufe (in Bayern bis 1600 m, in Graubünden bis2210 m [Lej pitschen auf der Bernina, im Tessin bis 1626 m [San Bernardino], in Tirol bis2050 m [Seiseralpe]), im Schweizer Jura bis 1100m ansteigend.

Allgemeine Verbreitung: Europa (nördlich bis Island und bis zum nördlichenNorwegen); Westasien; Nordamerika, Grönland, antarktisches Amerika; Australien.

Hippuris vulgaris ist je nach dem Wasserslande (die Pflanze reicht bis zu 2,5 m Tiefe) und dens onstigen Lebensbedingungen sehr veränderlich. Darnach werden folgende Formen unterschieden, f. typica(Rouy et Camus) E. Baumann. Pflanze aus kriechender Grundachse sich erhebend, etwas schlaff, unterwärtsverzweigt, oberwärts über das Wasser emportauchend. Untergetauchte Laubblätter zu 8 bis 12 (sehr selten13 oder 14) quirlig, 3 bis 5 cm lang, lineal, fast grasartig, durchscheinend gelblich« oder bräunlich-grün j Luft»blätter kürzer, 1 bis 2,5 cm lang, grasgrün, in den Achseln meist Blüten tragend. Seichtwasserform, in 0,5 bis1,3 m tiefem Wasser wachsend. Hieher auch f. unduläta Boll. Untergetauchte Laubblätter am Rande kleinwelliggekräuselt. f. terr^stris Schwarz. Rhizom wagrecht Im Boden kriechend, aus zahlreichen, bis 7 cmlangen und bis 6 mm dicken Internodien gebildet, an den Knoten büschelweise Adventivwurzeln erzeugend,nur aufrechte, 5 bis 20 (51) cm hohe, meist einfache Luftsprosse mit kurzen Internodien bildend; untereStengelinternodlen durchschnittlich länger (meist 10 bis 20 mm) und dicker als die obern. Luftblätter meistzu 6 bis 12 quirlständig, stets lineal, scharf zugespitzt, höchstens 15 (28) mm lang und 1,5 mm breit, etwasdicklich, dunkelgrün. Landform ; wächst bei niederem Wasserstand auf feuchtem oder halbfeuchtem, seltenertrockenem, sandigem Uferrand, selbst landeinwärts auf feuchten, zeitweise überschwemmten Uferwiesen.f. Reetica (Zschokke) Gremli. Pflanze 12 bis höchstens 20 cm hoch, äusserst zierliche. Laubblätter nur'/2 mm breit. Mehr Land, als Seichtwasserform. In Tirol zwischen Bieberwier und Nassereit am Fernsee,