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Arbersee mit Juncus supinus, Sparganium affine und Utricularia minor. In biologischer Hinsicht schliesstsich M. alterniflorum eng an M. spicatum an. Gewöhnlich hält sie sich in einer Tiefe von 20 bis 100 cm, inden Vogesenseen wie die Isoetes.Arten bis gegen 300 cm auf. Winterknospen werden nicht ausgebildet; wohlaber sind alte Aeste befähigt, durch Bildung von Adventivwurzeln sich zu verankern und durch Loslösungneue Individuen hervorzurufen. Ueberhaupt scheint sich die Art in der Hauptsache vegetativ fortzupflanzen ;wenigstens wurden an verschiedenen Standorten weder Blüten noch Früchte beobachtet. Die Pflanze bleibtden ganzen Winter über grün und lebenskräftig. Die Landform wurde bisher von H. Schenck an der unterenSieg bei Bonn und von Glück am Titisee, auf Irland und in Frankreich beobachtet, von letzterem auchkünstlich erzeugt. Die Sprosse derselben sind nur 2,8 bis 10,8 cm lang, die Stengelinternodien 0,8 bis 4,8 mmlang. Die nur 3 bis 11,5 mm langen Staubblätter tragen 3 bis 11 schwach dorsiventrale Abschnitte undweisen auf beiden Seiten Spaltöffnungen auf. Ausserdem konnte eine reichliche Bildung von Adventivwurzelnaus den Stengelknoten beobachtet werden. Nach Schindler entstehen zuerst in einem echten oder falschenWirtel meist 3 weibliche Blüten, die in der Jugend deutlich reduzierte, sehr kleine Kronblätter und nur punkt«artige Reste von Staubblättern erkennen lassen. Darauf folgen zuweilen noch einige einzelstehende weiblicheBlüten, hierauf in dichter Aehre stark proterandrische Zwitterblüten, die noch weiter oben in männlicheBlüten übergehen. Bei diesen letzteren gelangen die zurückgebliebenen Anlagen des Fruchtknotens nicht mehrzur Entwicklung. Der Pollen weicht dadurch von dem der beiden anderen Arten ab, dass seine 3 bis 5 Porennicht regelmässig, sondern unregelmässig über die Oberfläche verteilt sind. Er findet sich In der Gyttja zahl»reicher schwedischer Moore in grosser Menge; im Moor von Edared macht er 71°/o der gesamten in der sub>arktischen Gyttja enthaltenen Pollenmenge aus (G. Erdtman in Svensk botan. Tidskrift 1920).
97. Farn. Hippuridaceae. 1 ) Tannenwedelgewächse.
Ausdauernde Wasser», Sumpf* oder Strandpflanzen mit verzweigtem, kriechendemRhizom; letzteres normal unverzweigte, blättertragende Sprosse mit quirlständigen, linealen,ungeteilten und ganzrandigen Laubblättern treibend. Blüten sehr klein, einzeln in den Blatt*achseln, 1 »gliederig (Fig. 2279 d). Kelchsaum undeutlich. Krone fehlend. Staubblatt 1, medianvor dem Griffel stehend. Fruchtknoten unterständig, aus 1 Fruchtblatt gebildet, von demReceptaculum umgeben. Frucht steinfruchtartig, l=samig.
Die systematische Stellung der Hippuridaceae ist durchaus unsicher; auch lässt sich die nähereVerwandtschaft heute noch nicht bestimmen. Das reichliche Endosperm lässt die Familie als Bindeglied zwischenden Oenotheraceen und den Umbelliflorae erscheinen. Den Callitrichaceen stehen die Hippuridaceae zweifellosfern, während sie vielleicht eher mit den Santalaceen nähere Beziehungen aufweisen. Eine Vereinigung mitden Halorrhagidaceen ist aus verschiedenen Gründen nicht gerechtfertigt. Für eine Trennung der beidenFamilien spricht einmal der typische sympodiale Wickelaufbau der Sprosse der Hippuridaceen, das Fehlen derbei den Halorrhagidaceen stets vorhandenen Vorblätter, der sehr schmale und undifferenzierte Kelchsaum, dasvollständige Fehlen einer Krone, das nur aus einem einzigen Fruchtblatt und einer Narbe (bei den Halorrhagidaceensind mindestens 2 solche vorhanden) bestehende Gynaeceum, sowie namentlich der Bau der Samenanlage (Integu«ment 1 oder fehlend). Anatomisch sind die Hippuridaceen durch die Schildhaare, dann durch das vollständige Fehlenvon oxalsaurem Kalk, von intraxylärem Phlo£m und innern Sekretorganen gekennzeichnet. Franziska Stein(Oesterr. Botan. Zeitschrift. Bd. LXV, 1915) hat bei Hippuris die bei den Oenotheraceen und Hydrocaryaceen ver»breiteten lichtbrechenden Oelkugeln in der Epidermis und im Mesophyll nachgewiesen; doch verhalten sich diesediemisch verschieden. Bei den untersuchten Halorrhagidaceen (Gunnera und Myriophyllum proserpinaeoides)scheinen solche Oelkörper zu fehlen. — Zu der Familie gehört einzig die folgende Gattung.
CCCCLXXXXIV. Hippuris L. Tannenwedel.
Die Gattung enthält nur die folgende, allerdings sehr vielgestaltige und weit verbreitete Art, vonder einzelne Formen auch als gute Spezies angesehen werden, so H. maritima Hellenius und H.montäna Ledeb.
') Von griech. 'innos [hippos] = Pferd und ovQci [urä] = Schweif, Schwanz s also Pferdeschweif, beiDioskurides (Mat. med. IV, 46f.) bedeutet der Pflanzenname 'InnovQi; [hippuris] Equisetum. bezw. Ephedra.Arten. Bauhin bezeichnet die Pflanze als Equisetum aquaticum brevioribus setis.