Druckschrift 
5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
904
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

904

Vogesensandstein im Unterelsass; in der mitlleren Pfalz im Blies« und Saargebiet zwischen Aschbach, Hohen»ecken und Schopp, zwischen Jagweiler und Bierbach, bei Dahn, Weiler im Lautertal, zwischen Kaiserslauternund Homburg, Landstuhler Bruch (früher auch bei Zweibrücken); in der Rheinprovinz bei Saarbrücken,Randerath, Harzbeck, im Bruch bei Hüls, Nette zwischen Krickenbeck und Wachtendonk, zwischen Kaldenkirchenund Venlo, bei Düren, Elberfeld, Köln, an der Sieg bei Siegburg, bei Straelen, Weeze, Dinslaken, GangelterBruch, bei Cleve (mehrfach); in Westfalen in der Ebene ziemlich verbreitet, sonst nur bei Niederwenigern beiHattingen und an der Ruhr von Stipel bis Steele ; in Oldenburg, Bremen und im nördlichen Hannover (Lüneburg,Stade, Celle, Osnabrück, Aurich usw.) ziemlich verbreitet, auch auf Juist und Borkum; in Sachsen im Grödel«Elsternwerdaer Kanal, bei Niederau; in Braunschweig bei Vorsfelde an der Aller (und früher zwischen Wendschottund Eichschott); um Hamburg (Alster, Elbe), Winterhude, bei Krupunder (Pinneberg), früher im EppendorferMoor, bei Ratzeburg ausgesetzt; in Schleswig»Holstein im westlichen Teil stellenweise häufig, um Lübeck fehlend;in Mecklenburg im Rosenhagener und Frauenmarker See bei Gadebusch, bei Dutzow, Fürstenberg und Feld,berg; in Brandenburg bei Lydien, Menz bei Rheinsberg und Küstrin; in Pommern bei Bütow, Polzin, FunnerSee im Kreis Bublitz, auf Rügen bei Tiessow (von der Pommerschen Küste angeschwemmt); in Westpreussen

in den Landseen westlich der Weichsel (insbesondere im Kassu«bischen Gebiet) in den Kreisen Neustadt, Karthaus, Berent,Preussisch-Stargard, Schlochau (Kuching See, Grosser Brzynsk.See) und Deutsch-Krone. Fehlt in Ostpreussen, Posen, Schlesienund Thüringen gänzlich. In Oesterreich einzig in Böhmenim Lakkasee im Böhmerwald und bei Salmau nächst Plan ander oberen Moldau. In der Schweiz einzig im südlichenTessin im Langensee zwischen Muralto (Locarno) und Piano diMagadino (1921 von Gunnar Samuelsson richtig erkannt,bereits 1904 von C. Schroeter und E. Wilczek, 1913 vonH. Gams und 1919 von Walo Koch als M. spicatum f. brevi.folium gesammelt) und im Luganersee (in der Urgesteinszonebei Magliaso, Lavena, Ponte Tresa von Albin Voigt festgestellt).

Allgemeine Verbreitung: Atlantisches Ge»biet von West=Europa (von Portugal nördlich bis Island,bis zu den Faer=Oer und bis Lappland, ostwärts bis zumBöhmerwald, bis Bornholm, Livland, Ingermannland,Finnland und Nowgorod), Mittelmeergebiet (Spanien, Sar=dinien, Algier); Grönland, Neu=Fundland, nordöstlicheVereinigte Staaten (südlich bis Boston).

Die Pflanze ist im Gegensatz zu M. spicatum auf kalk«armes Wasser beschränkt. Wie Pilularia globulifera, Sparganiumdiversifolium, Potamogeton polygonifolius, Echinodorus ranuncu«loides, Aira discolor, Scirpus multicaulis, Rhynchospora fusca,Narthecium ossifragum, Myrica Gale, Ranunculus hederaceus,Hypericum Helodes, Isnardia palustris, Helosciadium inundatum,Fig. 2278. Myriophyllum alterniflorum L. Cicendia filiformis, Scutellaria minor usw. gehört sie zu dena Blühende Wasserform, b Landform. Vertretern des atlantischen Elementes, das in Mitteleuropa vor

allem in dem luftfeuchten, nordwestlichen Heidegebiet und längsder Ostseeküste, sowie vereinzelt in den gebirgigen Waldgegenden vertreten ist. Hier findet sich die Artgern in Gesellschaft von Isolepis fluitans, Helosciadium inundatum und von Montia rivularis. Karl Trollzählt Myriophyllum alterniflorum mit Isoetes lacustre und I. echinosporum, Lycopodium inundatum, Sphag.num molle und Schistostega osmundacea zur subozeanischen Untergruppe seiner atlantisch.subarktischen Gruppe.In einem klaren Heideseelein bei Löbsch im Kreis Pritzig in Westpreussen erscheint sie nach Preuss inGesellschaft von Sparganium Simplex, Potamogeton natans, Helodea Canadensis, Hydrocharis morsus ranae,Callitriche autumnalis, Utricularia vulgaris, Litorella uniflora, Sphagnum cuspidatum var. submersum, Fontinalisantipyretica, Acrocladium cuspidatum. In den oberitalienischen Seen kommt M. alterniflorum in Begleitungvon Isoetes echinosporum, Potamogeton polygonifolius und Elatxne Hydropiper vor, an anderen Stellen inden Litorella«Beständen. Im Luganersee scheint sich die Art nur auf vegetativem Wege fortzupflanzen.In den Vogesenseen bevorzugt sie den sandig»steinigen Boden und tritt daselbst In Gesellschaft von Isoeteslacustre und I. echinosporum, Litorella lacustris und Subularia aquatica auf, im Feldsee und im Kleinen