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und P. crispus oft unentwirrbare Dickichte, die dem Badenden und dem Gondelfahrer verhasst sind, die aberden Fischen und anderen Seetieren willkommene Laichplätze oder einen günstigen Unterschlupf gewähren.Nicht selten bildet die Art auch grössere reine Bestände. Die Gesamtverbreitung der Pflanze, die im Gegensatzzu M. verticillatum auch in der Arktis und in den Gebirgsseen der Alpen, andererseits aber auch noch inFlorida und im südlichen Afrika vorkommt, beweist zur Genüge, dass sich die Art sowohl kalt als auchwarm temperierten Standorten anzupassen vermag. Auch scheint sie eine gewisse Vorliebe für kalkhaltigeGewässer zu haben, wofür das alleinige Vorkommen dieser Art im Fränkischen Jura und die starkeVerbreitung im Französisch.schweizerischen Jura (A. M agnin stellte sie in 38 Juraseen fest) spricht. Ueberdas Vorkommen in Altwässern gibt Fig. 2281 Aufschluss. Im Gegensatz zu M. verticillatum bildet diese Artnur schwer und selten Landformen aus; ebenso unterbleibt nach Glück und Baumann wie bei M. alterndflorum die Ausbildung von Turionen vollständig. Die reduzierten Laubtriebe, sowie die rhizomartig imSchlamm oder im Kiesboden festgewurzelten Stengelteile bilden hier die überwinternden Vegetationsorgane, diezugleich der vegetativen Vermehrung dienen. Zu einer Fruchtbildung scheint es in vielen Gegenden —zuweilen schon in einer Tiefe von 3,5 m — überhaupt nicht zu kommen, so dass die Pflanze (wie z. B. imUntersee) dann vollständig auf die vegetative Vermehrung angewiesen ist. Nach H. B. Guppy können dieFrüchte im Eise eingeschlossen sein, ohne dadurch die Keimkraft zu verlieren. — Die Blüten stimmen in ihrerAnordnung mit jenen von M. verticillatum überein; immerhin sind untergetauchte Blüten, die sich durchVermittelung des Wassers befruchten, bei dieser und der folgenden Art bis jetzt nicht beobachtet worden.Der unterste Blütenquirl zeigt nach Schindler nur ganz verkümmerte weibliche Anlagen, während aus«gebildete weibliche Blüten die drei folgenden vollkommen einnehmen. Im fünften und sechsten Quirl kommensolche zwischen Zwitterblüten vor, die von da an noch allein die Achse besetzen. Für die Fertilität desGynaeceums (doch wohl nur in einzelnen Gegenden) auch der höher stehenden Blüten spricht wohl auchder Umstand, dass alte Blütenstände zuweilen von unten bis fast zur Spitze mit Früchten bedeckt sind. NachGuppy sollen bei dieser Art gelegentlich pseudo=monokotyle Keimpflanzen vorkommen.
1999. Myriophyllum alterniflörum DC. (= M. alternifölium Macoun, = M. montanumMartrin=Donos). Wechselblütiges Tausendblatt. Fig. 2278.
Ausdauernd, sehr zart, schlank, untergetaucht im Wasser flutend oder seltenerauf schlammigem Boden wachsend, sehr stark verzweigt und ziemlich dicht beblättert.Stengel 10 bis 50 (150) cm hoch, meist hellbraun, zarter und dünner als bei den beidenvorigen Arten. Laubblätter zu 3 oder 4 quirlständig oder die obersten an den sich später ent»wickelnden Blütenzweigen wechselständig, kammförmig=fiederteilig, 10 bis 26 mm lang; Abschnitte(3) 7 bis 18, sehr dünn, meist abwechselnd. Winterknospen fehlend. Blüten meist eingeschlechtig,zu einem armblütigen, kurzen, anfangs überhängenden, sehr schlanken Blütenstand vereinigt.Untere Blüten weiblich, 1 oder 2 wenigblütige Quirle bildend, in den Achseln von sehrkurzen, ungeteilten, lanzettlichen oder ovalen, selten auch kammförmig=gezähnten Tragblättern; dieoberen Blüten in der Regel männlich, seltener zwitterig, quirlig angeordnet oder meist einzeln unddann wechselständig, mit sehr kurzen, einfachen Tragblättern. Weibliche Blüten mit 4=kantigemund 4=furchigem, nach der Spitze etwas zusammengezogenem, ± 1 rnm langem und 0,6 mmbreitem Achsenbecher, mit 4 spitzen, gesägten, ± 0,2 mm langen und ± 0,1 m m breiten Kelch»blättern, mit 4 gelblidien, sehr kleinen, rudimentären Kronblättern und mit 4 zuletztabstehenden, papillösen Narben. Männliche Blüten mit sehr kleinem, i 0,2 mm langem Achsen»becher, mit 4 gleichlangen Kelchblättern, mit 4 löffeiförmigen, i 2,5 mm langen und i0,7 mm breiten, gelblichen Kronblättern und mit 8 Staubblättern. Früchte 1,5 bis 2,0 mmlang und i 1,5 mm breit, halbzylindrisch, runzelig=gezähnt. — VII bis IX.
Selten und zerstreut in Seen, Torftümpeln, in langsam fliessenden, kalkarmen Gewässserndes Tieflandes und der Mittelgebirge.
In Deutschland sehr zerstreut im Süden, ziemlich verbreitet im Westen und Nordwesten und längsder Ostsee •. Im rechtsrheinischen Bayern einzig auf der unteren Hochebene bei Natternberg an der Donau und imBayerischen Wald (Grosser und Kleiner Arbersee); in Württemberg fehlend; in Baden einzig im Schwarzwald(Titi., Schluch» und Feldsee)) in Elsass. Lothringen in den Vogesenseen, Jägertal zwischen Dambach und Slürzel.bronn, im Lautertal unterhalb Weissenburg, bei Büsch, Niederbronn, Neunhofen und in den Sümpfen auf