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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fig. 2276. MyriophyllumspicatumL. a Austreibender Rhizomtrieb,spitze, vergrössert.

b Spross-

Rzeczyce bei Schönheide) und in der Schweiz (Untersee, Flumental bei Solothurn). f. heterophyllumPetermann. Oberste Laubblätter schwimmend, ungeteilt, lanzettlich (um Leipzig). Die von H. Schenck(Die Biologie der Wassergewächse. Bonn, 1886) von der unteren Sieg bei Bonn erwähnteLandform", dieeinzig dort mit ähnlichen Landformen von Ranunculus fluitans und R. aquatilis, Callitriche, Limnanthemum, Nuphar,

.v Potamogeton natans auftreten soll, ist

. n aYJi nach Glück, Baumann und Gams

w J ll w l( MI (von letzterem wiederholt an der Rhone

^ ^ ij (ll 11 beobachtet) keine so typisch ausgebildete

Landform, wie sie M. verticillatum er.zeugt. Die nur 3,5 bis 9 cm lange,graugrünlich bereifte Pflanze bestehtbloss aus stark reduzierten Sprossenmit kurzen Stengelgliedern und eben,falls verkürzten, 3 bis 11 mm langen,fein zerteilten, starren Fiederblätternmit stark vierkürzten, 1 bis 4,5 mmlangen Segmenten. Zudem sind dieLandformen von M. spicatum stets steril,während jene von M. verticillatumnicht selten Blüten erzeugen. Nach H.Glück (Wasser, und Sumpfgewächse.Bd. IV |1924], pag. 99) ist es durchkünstliches Versenken der Landform unter Wasser möglich, diese letztere in die Wasserform überzuleiten.

M. spicatum, welches die verbreitetste Art der ganzen Familie darstellt, bevorzugt schlammige,sandige und tiefere Standorte vom überschwemmtenHang" bis gegen die .Halde" und findet sich in einer Tiefevon 1 bis 4, ja selbst bis 5 und 6 m vor. Die Pflanze ist dem Wasserleben weit mehr angepasst alsM. verticillatum. Die rötlichen Stengelmit meist nur zu 4 an den Stengel,gliedern quirlförmig angeordneten Blät»tern erreichen im fliessenden Wasseroder an tieferen Stellen eine Länge vonüber 3 m, wo ihre rötlich.grünen, langenund flutenden Büschel, dem Zuge desWassers sich leicht anschmiegend, dasschlängelnde Wasserspiel genau wieder,geben. Die Blätter, die meist im Herbstvon unten nach oben absterben (intieferen Gewässern aber auch grünüberwintern), sind zuweilen bis auf dieVegetationsspitzen vollständig mit Kalkinkrustiert, so dass die Pflanze wie ab.gestorben erscheint. Nach S. Passargeenthält die Art im lufttrockenen Zustand70 °/o Calciumkarbonat. Ausserdem istM. spicatum häufiger als M. verti.cillatum dicht mit Bacillariaceen(Cymbdla, Gomphon^ma, Syn^dra,

Cocconeis usw.) und mit Chlorophyceen(Ulöthrix, Chaetöphora, Oedogöniumu. a.) bedeckt, ebenso mit Protozoen(Vorticella, Cardicsium, Acin6ta grandis, Ophrydium versdtile, welch' letzteres bis faustgrosse, grüne Kugeln (imBodenseeMälterbollen" geheissen) bildet. Entwurzelte Exemplare, losgerissene Zweigstücke und Astspitzenwerden vermöge der vielen im Innern des Stengels vorhandenen Luftgänge unter dem Wasserspiegel schwebend vonder Strömung oft weithin befördert und können sich dann an günstigen Stellen durch die stets neu entstehendenlangen Adventivwurzeln im Boden verankern und dadurch Veranlassung zu submersen, flutenden Wiesengeben. So bildet die Pflanze im Frühsommer im Untersee (Bodensee) längs derWysse" und der beginnendenHalde" in Gesellschaft von Ceratophyllum demersum, Helodea Canadensis, Potamogeton lucens, P. perfoliatus

Fig.2277. Myriophyllum spicatum L. in der Uferzone des Wessiingersees beiMünchen mit Scirpus lacuster, Carex rostrata und Nuphar pumilum. Phot. V. Ziindund Dr. G. Hegi, München.