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Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (nördlidi bis Jäderen, Norrland, Nord«finnland); gemässigtes Asien (östlich bis Japan), Kleinasien, Persien, Kasdimir; Nordamerika(Kanadische Seenregion).
Aendert ab nach den Standorts« bezw. den Wasserstandsverhältnissen („Wuchsformen")s f. pinna«tifidum Wallr. Tragblätter den Laubblättern ähnlich, fiederteilig, mit entfernten Fiedern, 3. bis 10-mal längerals die Blüten. — f. interm^dium Koch. Tragblätter kleiner als die Laubblätter, fiederig eingeschnitten,mit einander mehr genäherten Abschnitten, meist herabgeschlagen, 2» bis 3«mal so lang als die Blüten. —f. pectinätum (DC.) Wallr. Tragblätter kaum so lang oder kaum länger als die Blüten, mit einandergenäherten Fiedern; die obersten oft nur gezähnt. — f. limösum Hect. ex DC. (= f. terr^stre Neilr.).Pflanze meist nur (5)10 bis 14 cm lang. Laubblätter kurz (den Tragblättern der f. intermedium entsprechend),dicker und breiter als bei den Wasserformenj in den Achseln zuweilen Adventivwurzeln entwickelnd)Tragblätter stets grösser, bis 2 cm lang.
Nach den Beobachtungen von Glück, Goebel und Baumann wird die Variation der Trag«blätter durch die jeweilige Nahrungszufuhr, welche der Pflanze zuteil wird, reguliert. Denn kleine undunscheinbare Tragblätter finden sich nur bei schlecht ernährten submersen Formen, wogegen diese bei derLandform stets grössere Dimensionen annehmen und bis 2 cm lang werden. H. Glück will in der laub«artigen Entwicklung der Tragblätter ein Bedürfnis nach Kohlensäure erblicken. Da der Landform die Zufuhr vonKohlensäure durch submerse Blätter abgeht, werden die Tragblätter bei dieser laubartig und weisen, wieGoebel nachgewiesen hat, viele Spaltöffnungen auf, um die Rolle der Wasserblätter zu übernehmen, d. h.Kohlensäure zuzuführen. Die gelegentliche Ausbildung laubartiger Tragblätter bei submersen Pflanzen führtGlück gleichfalls auf Ernährungsstörungen, d.h. auf eine ungenügende Kohlenstoffzufuhr zurück, entstandendurch Bedeckung der Pflanze mit Fremdorganismen, Kalkinkrustationen usw. Ad. Wagner hat beobachtet,dass die nicht selten anzutreffende Landform (Laubblätter klein, steif, nur 4 bis 14 mm lang und 2 bis 8 mmbreit; Zahl der Blaltsegmente 8 bis 20 pro Blatt; Blattsegmente 1 bis 4 mm lang), die bald steril, bald aberauch blühend und fruchtend auftritt, eine reichliche Stärkeentwicklung im ganzen Sprossparenchym aufweist,während bei der Wasserform das betreffende Gewebe nur einen minimalen Stärkegehalt besitzt.
Nach Schindler sind alle Blüten nach einem hermaphroditischen Grundplane angelegt. Dochmacht in den untersten zwei Wirtein die Entwicklung der Krone und des Androeceums sehr bald halt, währendsich nur das Gynaeceum weiter entwickelt, sodass sich in der ausgebildeten Blüte nur mikroskopische Rudi,mente der Petalen und der Staubblätter nachweisen lassen. In den nächsten 3 oder 4 Wirtein findet manweiblidie Blüten, deren 4 Kronblätter nur so gross sind, dass sie gerade noch den sich entwickelnden Narbenzum Schutz und zur Deckung dienen können. Von den Staubblättern vermag man nur bei stärkerer Ver»grösserung kleine punktförmige Rudimente zu entdecken. Etwa im 6. Wirtel treten dann zwischen denweiblichen Blüten stark proterandrische, hermaphrodite Blüten auf; die weiblichen verschwinden erst vom8. Wirtel an vollständig. Audi die zuletzt entstehenden Blüten werden zwitterig angelegt; doch ist bei ihnendie Proterandrie schon sehr stark ausgebildet, so dass es fraglich erscheint, ob die in der Entwicklung nochsehr rückständigen Anlagen des Gynaeceums sich jemals voll ausbilden können. Nach Urban wurde schoneine vegetative Durchwachsung des Blütenstandes beobachtet. Gelegentlich werden auch 3. und 5«zähligeBlüten angetroffen. Ebenso kann die Krone oder der ganze Wirtel der Staubblätter fehlen.
Die submerse Form (f. fluitans Sendtner) von M. verticillatum, die gewöhnlich in Tiefen von 50 bis300 cm (seltener bis 500 cm) lebt, erlangt in den europäischen Gewässern recht ansehnliche Dimensionen;es wurden nämlich wiederholt Exemplare bis zu 300 cm Länge beobachtet. Die Verzweigung ist gering; sie kannaber, wie Ad. Wagner zeigte, künstlich durch die Beseitigung des Vegetationspunktes gefördert werden.Wie M. spicatum scheint diese Art vom Kalkgehalt des Wassers ziemlich unabhängig zu sein, wenngleich sie imallgemeinen in kalkarmen Gewässern stärker verbreitet ist. Dagegen verlangt sie zu ihrer normalen Entwicklungbedeutend höhere Temperaturen als M. spicatum, gleicht also hierin Potamogeton natans und P. gramineus,im Gegensatz zu Potamogeton densus und P. filiformis, welch' beide Arten ebenso wie Myriophyllum spicatumfliessende Gewässer und tiefere Seen mit nur ausnahmsweise über 20° steigenden Temperaturen bevorzugen.Im Gegensatz zu M. spicatum ist M. verticillatum keine eigentliche Seenpflanze; es bewohnt besonders dievom Wellenschlag vollständig geschützten Buchten, sowie ruhige Ufergräben, Pfützen, Wasserlöcher und ähnlicheOrte, wo es dann oft herdenweise auftritt. Friedrich Wettstein (Dissertation. Zürich, 1905) rechnet deshalb M.verticillatum zu den amphibischen Gewächsen. Demzufolge wechseln auch die Begleitpllanzen. Am Untersee (Boden«see) erscheint es stellenweise in Gesellschaft von Nitella syncarpa, Potamogeton pusillus, P. mucronatus und P. pecti«natus, Spirodela polyrrhiza, Lemna minor und L. trisulca, sowie von Ceratophyllum demersum, an anderen Ortenmit Potamogeton natans, P. densus, Ranunculus trichophyllus und R. aquatilis, R. Lingua, R. divaricatus