894
Japan. Englers Bot. Jahrb. Bd. L, 1913. — Sundelin, U. Undersökninger om sjönötens forna geografiskaulbredning inom Götaland. Ymer, Stockholm 1919. — Malmström, C. Trapa natans L. i Sverige. SvenskBot. Tidskrift Bd. XIV, 1920 (enthält Verbreitungskarte und ausführliches Literaturverzeichnis!). — Christi«ansen, W. Zur Geschichte der Wassernuss (Trapa natans L.) in Schleswig-Holstein. Mitt. Geogr. Ges. u.Naturh. Mus. Lübeck 2. R. H. 29, 1924. — Auer, Vainö. Die postglaziale Geschichte des Vanajavesisees.Helsingfors 1924. — Fleroff, A. Th. Mehrere russische Arbeiten in Herb. Acad. Rossicae Scient., Not.Horti bot. Leningradensis usw. 1925/26.
99. Farn. Halorrhagidäceae 1 ). Seebeerengewächse.
Kräuter, Stauden oder Halbsträucher von recht verschiedenartiger Tracht undGrösse; Wasser» und Landpflanzen. Laubblätter Wechsel» oder gegenständig, lineal» bisbreit»nierenförmig, zuweilen sehr gross, ganzrandig oder bei Wasserpflanzen tief fieder»teilig. Nebenblätter fehlend; bei Gunnera 6 bis 7 cm lange Axillarstipeln. Blüten strahlig,unscheinbar, zwitterig oder i vollkommen eingeschlechtig, meist sehr klein, epigyn,aktinomorph, gewöhnlich 4= (seltener 3»)zählig, zuweilen mit stark reduzierter oder hinfälligerBlütenhülle. Vorblätter meist vorhanden, transversal. Kelchblätter klappig, 4 (seltener 2, 3oder 0). Kronblätter 4 (seltener 2, 3 oder 0), zuweilen kapuzen», löffeiförmig oder schiffs»kielartig, meist hinfällig. Staubblätter 8 (4, 6, 3, 2 oder 0), obdiplostemonisch, mit gewöhnlichlangen Staubfäden und mit 4=fächerigen, meist breitlinealischen, mit 2 Längsrissen sich öffnenden,basifixen Antheren. Fruchtknoten unterständig, eiförmig bis länglich, von einem ± didcen„receptaculum" eingeschlossen (dieses auf der Spitze die Blütenhülle und das Androeceumtragend), aus 4 (3 oder 2) Fruchtblättern gebildet, 4= bis 1 »fächerig; in jedem Fach 1(ausnahmsweise 2) hängende, umgewendete oder gekrümmte, apotrope Samenanlagen tragend;Griffel kurz, getrennt, 4 bis 1, mit papillösen oder federbüscheligen Carinalnarben. Frucht (dasReceptaculum vertritt das Perikarp) klein, trocken, kantig, gefurcht oder geflügelt, nuss» oderkapselartig oder eine i fleischige Steinfrucht, zuweilen in 4 oder 2 einsamige Teilfrüchte(Merikarpien, Kokken) zerfallend. Samen mit häutiger Schale und mit reichlichem, fleischigemund ölhaltigem Nährgewebe. Embryo axil, zylindrisch (bei Gunnera sehr klein).
Die Familie steht verwandtschaftlich den Oenotheraceen am nächsten, unterscheidet sich vonihnen aber vor allem durch die in der Regel 1. engen Fruchtblätter, durch das reichliche Nährgewebe, sowiedurch anatomische Merkmale (Fehlen der bikollateralen Leitbündel, des intraxylären Phloems, der Raphidenund eines besonderen Spaltöffnungstypus). Dafür ist für die Halorrhagidaceen der grosse Gehalt an Gerbstoffund an Drusen von oxalsaurem Kalk hervorzuheben, dann das häufige Vorhandensein von Lufträumen imSpross und für Gunnera der merkwürdige, polystele Sprossbau. Die Menge des Endosperms nähert die Familieden Umbelliferen, besonders den Cornaceen. Auf Grund der serodiagnostischen Ergebnisse reiht K. Kohz dieHalorrhagidaceen zwischen die Myrtaceae und die Thymelaeaceae (vgl. Bd. IV/3, Fig. 1608) ein. Nach H. H a 11 i e rgehört die Familie nicht zu den echten Myrtineae; dagegen sind die Hippuridaceen von ihr abzutrennen. Ebensoexistieren mit den Callitrichaceen keinerlei Berührungspunkte. Die Familie umfasst nach Anton K. Schindler(Pllanzenreich. Bd. IV, 225, 1905) 7 Gattungen mit etwa 160 Arten, die sich auf die beiden Unterfamilien derl.Halorrhagoideae (Fruchtknoten wenigstens in der Jugend 4« bis 2»fächerig. Blütenstände endständig;untere Tragblatter von den Laubblättern nur durch die Grösse verschieden) mit den beiden Tribus derHalorrhag6ae (Carpelle mit gemeinsamer Steinzellenschicht. Land», Sumpf« oder nicht untergetauchteWasserpflanzen) und der Myriophyll^ae mit der Gattung Myriophyllum (Carpelle mitgetrennten Steinzellschichten, in 4 oder 2 Teilfrüchte zerfallend. Sumpf« oder oft untergetauchte Wasser»pflanzen) und der 2. Gunnerofdeae (R. v. Wettstein gibt ihr den Rang einer Unterfamilie) mit derGattung Gunnera (Fruchtknoten stets l»fächerig. Laubblätter mit auffälligen Axillarstipeln. Tragblätter,wenn vorhanden, von den Laubblättern sehr verschieden. Blütenstände rispig, axillär. Stengel mit mannig»faltiger Struktur [polysteler Bau] ; Leitbündel z. T. an jene der Monokotylen erinnernd). Alle Gattungen mitAusnahme von Myriophyllum und Gunnera gehören zur Tribus der Halorrhageae, nämlich Loudönia mit3 Arten in Australien, Halorrhägis mit 59 Arten, besonders in Australien, auf Tasmanien, Neu«Seeland, wenige
*) Benannt nach der australischen Gattung Halorrhägis, welche am Ufer des Meeres (ä'Af [häls]= Salz, Salzflut, Meer) vorkommt und Trauben ((5«£ [rhax], yctyoi [rhagös]) ähnliche Früchte trägt.