884
1996. Trapa nätans L. (= T. quadrispinösa Roxb.). Wassernuss, Hornnuss. Franz.: Cornue,cornuelle, chätaigne d'eau, marron d'eaU, macre, saligot; dän.: Hornnöd; sdiwed.: Vattenöt,sjönöt; ital.: Tribolo aquatico, castagna d'acqua o di lago, trapa, im Tessin auch Tabaccher.
Taf. 190, Fig. 1 und Fig. 2262 bis 2270.
Die meisten Namen beziehen sich entweder auf den Standort: Wassernuss (auch volkstümlich),S e e n u s s (Kärnten), Weiher nuss (z. B. Oberrhein), Weiherhörnli (Aargau) oder auf die Form der Frucht:Spitznuss (Oesterreich), Stachelnuss (an der Elbe), Stickwort (niederdeutsch), Stechkrallen(Schwaben), Stupfate Nuss (Kärnten). Häufig wird die essbare Frucht mit der der Kastanie verglichen:Wasserkäste, Wasserkest (Elsass, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten), seltener mit Kielten undDisteln: Wasserklette, Meerdistel, oder mit T rüffeln sWassertrüffeln. Andere V ergleiche enthalten s
Ochsenköpfe, Teufelsköpfe(vi elfach, z.B. Wittenberg), Teufels«köpfle (Hagenau), Düvelsköpp(Ostpreussen), Diebespfeife (Neu-wied), Schellen (Siebenbürgen),J esui t en mütze, Jesuitennüssle,Jesuitennuss, Hirschkrandl[Vergleich mit Hirschzähnen (Nieder«Österreich), Strümp, Timpen»Stuten und Tittenstuten ([nacheinem Semmelgebäck] Lauenburga.d.Elbe), Fussangel usw.; Trabenund Traber sind aus dem lateini«sehen Namen umgebildet.
Einjährige, wurzelndeWasserpflanze. Primärwurzelschwach, früh durch Adventiv»wurzeln an Hypokotyl undStengel ersetzt. Stengel oft mehrere(neben dem Haupstengel noch 1oder 2 aus den Achseln derKeimblätter), unverzweigt, ± V 2 bis 2 m lang, schlaff, stielrund, unten dünn, mit + 5 bis10 cm langen Gliedern, oben bis über 1 cm dick und kurzgliederig, im unteren Teil lineale,sitzende, ganzrandige, mit Ausnahme der untersten wechselständige, früh absterbende Tauch»blätter und beiderseits am Grund dieser entspringende, gegen» bis quirlständige, vierzeiliggefiederte Adventivwurzeln treibend (physiognomisch und infolge ihres Chlorophyllgehaltsauch physiologisch den Fiederblättern von Myriophyllum ähnlich); am gestauchten Spross»gipfel ± 30 bis 50 mosaikbildende Schwimmblätter. Aeussere Blattstiele ± 7 bis 17 cm lang,die inneren rasch kürzer, die meisten (wenigstens in kräftigeren Rosetten) in der Mitte miteiner Luftkammer führenden Auftreibung, wie die Blattunterseite, Blütenstiele und Kelche± dicht mit oft gebräunten, ± langen Gliederhaaren besetzt, später oft verkahlend. Neben»blätter (Fig. 2268 b) klein, oft scheinbar mehrteilig, hinfällig. Blattspreite rautenförmig, ± l 1 /? bis4 1 /2 cm lang und ungefähr ebenso breit bis etwas breiter, am Vorderrand mit bespitztenZähnen (Fig. 2268 c), fiedernervig, lederig=fleischig, oberseits kahl, glänzend dunkelgrün oderdurch Anthozyan + gerötet, unterseits durch die oft dichten, bei manchen (besonders 2 hörnigen)Formen aber auch sehr schwach entwickelten Gliederhaare bräunlich oder braunfleckig, anden Nerven oft zottig. Blütenstiele einzeln in den Achseln der Sdiwimmblätter, zottig behaart,kurz, postfloral sich streckend, verdickend und abwärts krümmend. Kelchblätter 4, sdimal3=eckig, gekielt, mindestens am Kiel aussen zottig, postfloral verkahlend und zu starrenDornen auswachsend, nach Abwitterung der äusseren Gewebe meist mit stechender Spitzeund Widerhaken versehen. Kronblätter verkehrt»eiförmig bis schmal=3=eckig, + 8 mm lang,
Fig. 2263. Mosaikfläche von Trapa natans L., bei Roxheim (Rheinpfalz). Phot.A. Brutschy, Seon (Schweiz).