dünn»steiflichen, kurz drüsenborstigen, bald vollständig wagrecht abstehenden und zuletztstumpfwinklig zurückgeschlagenen Stielen, mit sehr kleinen, mit dem blossen Auge kaum sieht»baren, borstenförmigen Tragblättern. Halsteil des Achsenbechers deutlich, unterhalb der sichöffnenden Blütenknospe mindestens */2 mal so lang als der Fruchtknoten. Kelchblätter grünlich.Kronblätter 2 bis 3 mm lang, wenig kürzer als die Staubblätter, kurz, aber deutlich benagelt,mit spitzwinklig abstehenden, stumpflichen Lappen, weiss oder hellrot. Narbe ausgerandet2-lappig. Früchte auf stumpfwinklig zurückgeschlagenen Stielen, keulenförmig bis verkehrt=eiförmig=kugelig, fast gleichseitig, etwa 2 bis 3 mm lang, 2»fächerig (das eine Fach meist kleiner und
unfruchtbar), reichlichhakig »borstig behaart(Fig. 2260 f), meist vorder Vollreife abfallend.Haare 0,5 bis 0,8 mmlang, zart, steif, spitz,weitbogenförmig ge»krümmt. — VI, VII.
Gruppenweiseoder zerstreut aufschattigen, humosenBöden in Wäldern, Ge»büschen, an Waldrän»dem, in Schluchten, anquelligen Waldplätzen,Bergmulden, auf
in
moderndem Holze, inschattigen Wiesengrä»ben, an feuchten Mau»ern. Von der Ebene bisin die obere Bergstufe:in Schlesien bis 850 m,in den Herzynischen
Fig. 2260. Circaea intermedia Ehrh. a Blühender Spross. b Wurzelstock, c Grundachse mitNiederblattschuppen, d Laubblatt, e Blüte. /Frucht.
Gebirgen bis 970 m,in den Bayrischen
Alpen bis 1200 m, in Tirol bis 900 m, im Graubünden bis 1340 m, im Tössgebiet bis 1050 m.Auf Unterlagen aller Art.
In Deutschland zerstreut bis häufig, namentlich in der Berg« und Hügelstufe, im Nordwest«deutschen Flachland, am Niederrhein und in den mitteldeutschen Trockengebieten seltener oder nur vereinzelt ■,um Halle ganz fehlend, für Ostfriesland und die Emsländer nicht angegeben. — In Oesterreich zerstreutbis häufig in den höheren Lagen, spärlicher im Gebiete der pannonischen Flora und stellenweise fehlend oderübersehen, so z. B. in Tirol nicht angegeben für das Lech« und Loisadigebiet, für Meran wie überhaupt fürdas Vintsdigau, das obere Eisackgebiet, das Pustertal, das Draugebiet, Judicarien und Trient. — In derSchweiz meist verbreitet, aber in den hochgelegenen Alpentälern, z.B. dem Berninagebiet, ferner z.B. auchdem Puschlav und dem Sdianfigg fehlend.
AllgemeineVerbreitung: Mittel»Europa nördlich bis England, Jütland, N orwegen,Gotland, Finnland, südlich bis zu den Pyrenäen, Italien (bis zum Apennin), Nord»Griechenland,
Rumänien und zum südlicheren Russland.
An Formen werden unterschieden: f. mäjor I.cvl. Pflanze 40 bis 60 cm hoch. f. minorGrognot. La ubblätter der Aeste im Verhältnis zu denen des Stengels sehr klein. — f. bracteoläta Ldvl. Blütenstiele mit häutigen Brakteen. — f. ericetörum Martrin-Donos. Ganze Pflanze behaart. Laubblätter mattgrau.