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3 cm langen, kahlen oder behaarten, oberseits rinnigen Stielen, herz=eiförmig, bis 10 cmlang, zugespitzt, geschweift=gezähnt, am Grunde abgerundet oder etwas herzförmig, kahloder besonders auf den Nerven fein flaumig behaart, matt, trübgrün. Blüten in end» undseitenständigen, einfachen oder ästigen, anfangs kurzen, später sich verlängernden Trauben,auf kurzen, dünnen, abstehenden, zuletzt zurückgeschlagenen, flaumigen Stielen, ohne Trag»blätter. Halsteil des Achsenbechers länger als der Fruchtknoten. Kelchblätter zurück*geschlagen, eilänglich, behaart, meist purpurn überlaufen. Kronblätter 2 bis 3 mm lang, ver»kehrt=h erzförmig, tief 2=spaltig, undeutlich genagelt, mit breiten, stumpfen Lappen, weiss oderrötlich. Staubblätter bis mehr als doppelt so ^
lang wie die Kronblätter. Narbe 2=lappig.
Früchte auf zurückgeschlagenem, verlängertemStiele, verkehrt=eiförmig, gleichseitig, 3 bis 4 mmlang, 2«fächerig, hakig=borstig behaart (Fig.
2257 c), selten fast kahl; Haare so lang oderlänger als der grösste Durchmesser eines Frucht»faches. — VI, VII.
In der Regel truppweise an meist feuchtenund schattigen, doch auch an sonnigen Orten inLaub* und Nadelwäldern, Erlenbrüchen, Gebü»sehen, an Wasserläufen, Quellen, in Waldschluch»ten, auf Gesteinsschutt und an feuchten Felsen,in Hecken, an alten Mauern, auf Waldschlägen,selten auch in Gärten. Von der Ebene bis indie Berg»Stufe: im Erzgebirge bis 500 m, imBayerischen Waide bis 1070 m, in den BayerischenAlpen bis 1150 m, in Südtirol bis 1500 m, imTessin bis 1650 m, im Wallis bis 1300 m. AufUnterlagen aller Art.
In Deutschland meist verbreitet, nur inden mitteldeutsdien Trockengebieten (z. B. im Fränkischenund Thüringischen Muschelkalkgebiete) und im Nord»deutschen Marsdia und Heidegebiete, sowie in denhöheren Mittelgebirgen seltener, auf den OstfriesischenInseln ganz fehlend. — In Oesterreich meist ver»breitet, nur im Bereiche der pannonisdien Flora sehrzerstreut oder ganz fehlend, ebenso in Tirol für dasLech, und Loisachgebiet, das Pustertal und Judicariennicht angegeben und für das Fassatal, Fleims und Primörzweifelhaft. — In der Schweiz ziemlich verbreitet,doch in den trockenen Hochalpentälern sehr zerstreutoder ganz fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Aufder nördlichen Erdhälfte zirkum=polar, in Europa
nördlich bis Irland, Schottland, Skandinavien (Sondfjord [Fröien], Kragerö, Bohus, Westergötland,Bleckinge, Oeland), Kurland, Pleskau; südlich bis Portugal, MittebSpanien, Sizilien, Griechen»land; Nordafrika; Sibirien bis zum Altai; Nordamerika.
Die namentlich bei verschiedener Belichtung sehr veränderliche Pflanze zeigt folgende Formen: anden leicht behaarten Typus anschliessend: f. c o r d i f 61 i a Lasdi. Laubblätter am Grunde deutlich herzförmig. —f. truncäta L6vl. Laubblätter am Grunde zusammengezogen. — f. aprica L6vl. Laubblätter oft rötlich oder düster»grün. — f. umbrösa L6vl. Laubblätter sehr gross und weich. — f. longipetioläta Lr.vl. Blattstiele mindestens
Circaea Lutetiana L. a, ai Habitus, b Blüte.c Frucht, d Blütendiagramm.