rosa. Kronblätter aussen etwas zottig. Kapsel prismatisch 4.kantig, beidseitig verschmälert. Samen behaart.Die Heimat ist Kalifornien. Verwildert z. B. bei Mannheim (1910), auf Schutt bei Ilvesheim (in der var.Lindleyi [Dougl.]). Nicht selten als Gräberpflanze verwendet. In der var. d asy c ä r p a (L6vl.) (sub. O.prismätica Levl. = O. quadrivülnera Dougl. var. dasycärpa [Levl.] Thell.) aus Kalifornien, Oregon und Chileoder einer ihr nahe stehenden Form mit kurz konischen, behaarten Früchten adventiv in Solothurn (1919). —Durch bis 10 cm breite, meist rosarote Blüten und durch geöhrte Samen ist unterschieden O. (Godetia)Withn£yi A. Gray. Eingeschleppt in Oberdorf im Kanton Solothurn 1910 mit Grassamen. — O. (= Godetia)Romanzöwii Ledeb. Fig. 2246. Etwa 40 cm hohe Pflanze mit eilanzettlichen Laub«blättern. Blüten mittelgross, lila und weiss gescheckt oder violett rosa, etwa 2.mal solang als die Staubblätter. — O. Bistörta Nutt. (= Holostigma Böthae Spach.,= Oenothera Veitchiäna hört.). Bis 40 cm hohe, 1 «jährige Pflanze mit aufrechtem, vomGrunde an ästigem, behaartem Stengel und spatelig.linealen Grundblättern. Blüteneinzeln. Kronblätter breit.verkehrt.eiförmig, ganzrandxg, goldgelb, mit meist braun,rotem Fleck. Narbe kopfig, ungeteilt. Heimat i Kalifornien. — Eingeschleppt wurdenferner beobachtet O. silaifölia Bieb. (Branzoll in Südtirol, 1921; leg. Pfaff) undO. pinnatifida Humb., Bonpl. et Kunth aus Mexiko (Bug bei Bamberg und auf derRednitzinsel, 1902).
1. Laubblattrosette dem Boden angedrückt, mit länglich.verkehrt.eiförmigenoder elliptischen, stumpfen Laubblättern (Fig. 2248). Gipfel des Blütenstandes währenddes Aufblühens nicht übergeneigt. Kelchblätter etwa "/« so lang wie der Achsenbecher
O. biennis nr. 1991.
1*. Laubblattrosette meist 5 bis 10 cm über dem Boden, mit lanzettlichenzugespitzten Laubblättern (Fig. 2254). Gipfel des Blütenstandes während des Auf»blühens leicht einseitig übergeneigt. Kelchblätter '/» bis '/ 4 so lang als der Achsenbecher O. muricata nr. 1992.
1991. Oenothera biennis L. (= Onägra biennis Scop.). GemeineNachtkerze, Rapontika, Gelbe Rapunzel, Nachtschlüsselblume, Wein»blume, Weinkraut. Franz.: Onagre, herbe aux änes, jambon des jar»diniers; engl.: Evening primrose, tree primrose, broad=leaved Oeno»thera; ital.s Blattaria virginiana, im Tessin Erbe vitella. Taf. 188, Fig. 3;Fig. 2238, 2239, 2248 bis 2252.
Die stattliche, gelbblühende Pflanze heisst Stolzer Heinrich (Nassau),Härekrut (Nahegebiet), Gelber Nachtschatten (Anhalt), Tag. und Nacht,blume [die Blumen öffnen sich gegen Abend und duften stark] (Baden), Eierblume(Glatz). Auf die (frühere) Verwendung zu Speisezwecken weisen Schinkenwurz, RoterSellerie, Rübrawurzel.
Zweijährige, bis 1 m hohe Pflanze mit spindelförmiger, fleischig»rübenförmiger Wurzel, im ersten Jahre nur eine unfruchtbare, dem Bodenangedrückte Laubblattrosette treibend (Fig. 2248). Stengel aufrecht, einfachoder im oberen Teile ästig, gegen den aufrecht stehenden Gipfel zu kantig und wieder Kelch, der Fruchtknoten und die Kapsel mit kurzen Drüsenhaaren und längeren,steifen, auf purpurnen Höckern sitzenden, einfachen, hellfarbenen Haaren spärlich besetzt.Grundständige Laubblätter länglich=verkehrt=eiförmig oder elliptisch, in den langen Stielverschmälert, stumpf zugespitzt, geschweift bis buchtig=gezähnt oder fast ganzrandig; diestengelständigen Laubblätter auf kurzen oder fast fehlenden, brüchigen Stielen, ^ abstehend,oft überhängend, länglich=lanzettlich, spitz, unregelmässig und klein gezähnelt, alle steiflich,locker» bis zerstreut behaart, hell=grasgrün, die unteren Stengelblätter oft rot überlaufen,etwa 10 cm lang und dicht über dem Grunde ± 3,5 cm breit. Haare 1 »zellig(Fig. 2238 d); die einfachen bis 0,5 mm lang, schlank und spitz, meist mit dicker, warzig=rauherWandung, die Drüsenhaare bis 0,35 mm lang, dünn» und glattwandig, gegen die Spitze keuligverdickt (Fig. 2238 c). Blüten gross, etwa 2 bis 3 cm lang, einzeln in den Laubblattwinkeln,
Fig. 2247. Oenothera(Godetia)R o ni a n z o w i iLedeb. Spross mit Blü-ten und Früchten.