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In Deutschland in den Alpen verbreitet, öfter tief herabsteigend, so bis an den Walchensee(800m),Jachenau (750 m), Linderhof (1000 m), Spielmannsau (980 bis 1000 m) und in den Berchtesgadener Alpen bis indie Ramsau, Hintersee (700 bis 800 m), Mordaualpe bei Reichenhall (850 m) 5 im württembergischen Allgäu amSchwarzen Grat bei Wangen; im Schwarzwald am Belchen und am Feldberg; im Bayrischen Wald imDefferniktal im Bärenloch bei Eisensteins im Riesengebirge und dessen Vorbergen häufig (auch auf demGlatzer Schneeberg und auf der Hohen Mense); im Gesenke. — In Oesterreich in Böhmen, im oberstenErzgebirge am Keilberg (ein einziges Mal gefunden); im Riesengebirge; in Mähren am Schneeberg, Fuhr«mannstein, Altvater, Peterstein, Kessel, Schieferheide; in Schlesien an den Bialaquellen bei Bielilz; in denAlpen verbreitet, tief herabsteigend z. B. in Salzburg am Untersberg (630 m), in Tirol im Inngebiete beiHeiligwasser (1140 m) und im Eisackgebiet am Peissersteig ob dem Vahrnersee (1100 m), in Steiermark imSchwarzenbachgraben, an der Griesmayerlache bei Admont, im Gesäuse, am Leopoldsteiner See, im Kalten«bachgraben bei Spital am Semmering. — In
der Schweiz in den Alpen verbreitet, \ i
zwischen Lauterbrunnen und Mürren im jj
Berner Oberland bereits von 1000 m an; j / äff 1/
im Mittellande vollkommen fehlend, im Juranur im südlichen Hochjura, den Chasseronnordöstlich nicht überschreitend.
Allgemeine Verbreitung:
Nordeuropa: von Island südlidi bis Eng»land (Wales und von Westmoreland undDurham bis zu den Shetlands»Inseln),
Skandinavien (vom äussersten Nordenbis Sogn, Norrland, Nord» und Ka=jana = Oesterbotten), Finnland (Keret»
Karelien, Powjenez), Nordrussland;
Mittel» und Südeuropäische Gebirge:
Pyrenäenhalbinsel, Auvergne, Cantal,
Haute Loire, Süd»Jura, Süd=Vogesen,
Schwarzwald, Alpen, Apennin, Sudeten,
Karpaten, nördliche Balkangebirge.
Die Art ist ziemlich veränderlichund auch nach den standörtlichen Verhält«nissen in der Tracht sehr plastisch. Schatten«pflanzen besitzen schlaffe Stengel mit nurschwach angedeutetenStengellinien und bis weithinauf gegenständige, deutlich gestielte, aus«gebreitete Laubblätter mit durchscheinendenNerven, Lichtpflanzen dagegen einen steifaufrechten, meist rot überlaufenen Stengelmit deutlichen und behaarten Stengellinienund fast durchgehend (nur die unterstenPaare nicht) wechselständige, aufrechte, fastanliegende und bisweilen um den Mittel«
nerven nach oben gebogene, an der Oberfläche mattgrüne Laubblätter mit plötzlich in den sehr kurzen Stielverschmälertem Spreitengrund. Der Formenkreis lässt sich in 1 Rassen oder Varietäten gliedern: 1. var. Vil«lärsii (L6vl.) Thell. Pflanze kräftig. Stengel gerade aufrecht. Laubblätter oft deutlich zugespitzt. Diesesin der subalpinen Stufe bis etwa 1900 m vorherrschende Höhenglied zeigt folgende bemerkenswerterenAbänderungen: f. angustifölium Hausskn. Laubblätter beiderseits allmählich gleichmässig verschmälert,etwa 3 cm lang und 0,5 bis 1 cm breit. Selten. — f. brevifölium Hausskn. Laubblätter eiförmig bislänglicheiförmig, mit breitem Grunde plötzlich in den kurzen Stiel verschmälert, etwa 2 cm lang und 1 cmbreit. — f. aldtum (Hegetschw.) (= f. umbrösum Hausskn.). Stengei schlaff, stark verzweigt. Laubblätterfast ganzrandig, keilig verschmälert, am Stengel flügelig herablaufend. Form sehr nasser und schattiger Orte.— 2. var. alsinifölium (L<5vl.) Thellung. Stengel schlank, hin. und hergebogen, oft niederliegend. Laub«Hegi, Flora. V, 2. 257
Fig.2234. Epilobium alsinifölium Vill. a und b Habitus mit Stock-sprossen. c Blüte im Längsschnitt, d Blüte nach Entfernung der Kronblätter.e und / Samen (Fig. c und d nach H. Müller, e und f nach Haussknecht).