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(nicht stumpflich), mit wenig deutlichen Blattzähnen (im Gegensatz zu den stärker gezähntenBlättern von E. adnatum). Blüten etwas grösser als bei letzterem. Knospen eiförmig, kurz bespitzt,am Grunde plötzlich verschmälert, nickend. Kelchröhre leicht grauweiss behaart. Kronblätterbis 8,5 mm lang (fast doppelt so lang wie die von E. adnatum), um x / 3 länger als die Kelch*blätter, satt rosa, mit dunkleren Adern. Narbe schmal keulenförmig. Kapseln anfangs angedrücktdicht weisslich, später graulich behaart. Samen wie die von E. adnatum (Fig. 222S b und c).— VII bis IX, mit der Blüte mehrere Wochen eher beginnend als E. adnatum.
Truppweise auf i trockenen Unterlagen an Gräben, Waldbächen, sonnigen Hängen,Felsen, Rainen, auf Waldschlägen, bisweilen auf Aeckern oder verschleppt an Ruderalstellen.Von der Ebene bis zur unteren Bergstufe.
Im Allgemeinen seltener als E. adnatum und E. obscurum, aber wahrscheinlich öfters übersehenbezw. verkannt, an feuchten Orten meist durch die erstgenannte Art, in höheren Lagen durch die letztereersetzt. In Deutschland in Bayern nur im Jura und Keupergebiet verbreitet, auf der Hochebene sehrzerstreut, im Bayrischen Wald bei Passau und zwischen Mariental und Stöfling a. Regen, ferner im Donauzugzwischen Regensburg und Straubing, nach L. Gerstlauer auch bei Deggendorf und Metten, im Fichtelgebirgebei Hof, im Frankenwald hie und da, in der Rhön bei Boddet, Bischofsheim, Windheim; in Württemberg beiEnzenweiler und Arnegg; in Baden z. B. am Feldberg, bei Freiburg, Steinen im Wiesental, Albtal bei Tiefen»stein, Hüfingen in der Baar; in Elsass.Lothringen bei Barr, Wittersdorf und Weissenburg; in den unteren Lagender mittelrheinischen Gebirge zerstreut, nordwärts spärlicher, am Niederrhein nur bei Wesel, Aachen und (?)Bonn i in Westfalen bei Münster und Freudenberg bei Siegen (als Gartenunkraut); in Hannover nur im Regierungs.bezirk Hildburghausen j in Thüringen zerstreut, z.B. bei Umpferstedt, Legefeld, Behrungen, am Ettersberg bei Weimar,Cumbach bei Rudolstadt, Saalfeld; in Sachsen im Vogtland bei Zeulenroda und Weida, ferner bei Rochlitzund verbreitet im Elbtalgebiet s in Schlesien in dem nördlichen Flach« und dem angrenzenden Hügellandnicht selten bei Liegnitz, Görlitz, Lähn, Goldberg, Jauer, Schönau, Hirschberg; in Norddeutschland anscheinendauf weite Strecken hin fehlend, so in der ganzen nordwestlichen Tiefebene, östlich der Elbe nur von Fehmarnund Steinsbüttel (Schleswig-Holstein), Stettin, Mistroy und Berlin (früher eingeschleppt) bekannt, aber viel«leicht doch noch hie und da zu finden. — In Oesterreich in Böhmen bei Budweis, Neustadt a. M., inden Elbeniederungen, im Iser« und Polzengebiet, bei Teplitz, Saaz, Pribram, Pilsen, Pisek, Worlik; in Mährenbei Budwitz, Frain, Znaim, Namiest, Trebitsch, Brünn, Wsetin, Olmütz; in Schlesien bei Schwarzwasser undChiby; in Niederösterreich zerstreut auf Sandstein im Wiener Wald, sowie im Kalkgebiete bei Karlsburg,Kaltenleutgeben und auf dem Anninger; in Oberösterreich und Salzburg sehr zerstreut; in Tirol bei Juden«stein unweit Hall (von J. Murr entdeckt); im Vorarlberg auf Gault am Göfnersfeld (zusammen mit DianthusArmeria) und adventiv auf Schutt in Tosters; in Steiermark bei Pernegg, Fürstenfeld, Gleichenberg, Leibnitz,(?) Gratz; in Kärnten und Krain bisher nicht nachgewiesen. — In der Schweiz im Mittelland verbreitet,aber nicht häufig, so im Berner Mittelland nur beim Bahnhof Lyss (1878), im Aargauer Mittelland z. B. beiGönhard und Neustalden, im Kanton Solothurn bei Bellach und Solothurn, im Jura und in den Alpenanscheinend nur sehr selten oder ganz fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (doch vielleicht mit Ausschluss vonOstrussland) nördlich bis zum 60. 0 nördl. Breite; Kleinasien; Madeira.
Aendert ab: f. stenophyllum Hausskn. Stengel hoch, steif aufrecht. Laubblätter lineal«lanzettlich.Kapseln steif aufrecht. Selten, z. B. bei Velburg in der Oberpfalz.
Epilobium Lamyi steht dem E. adnatum sehr nahe und wird vielfach dieser Art als Subspeziesoder als Form untergeordnet. Bemerkenswert ist, dass sie in manchen Gebieten (so nach A. Thellungbei Freiburg im Breisgau) gut von E. adnatum unterschieden ist und nur vereinzelt zweifelhafte Stückeauftreten, während an anderen Orlen (z. B. in der Umgebung von Regensburg) die Grenzen zwischen denbeiden Arten sehr schwer zu ziehen sind. Die genauere Feststellung ihrer Verbreitung ist noch sehr lückenhaft.Die Pflanze ist thermophil, mehr Trockenheit und Sonne liebend als E. adnatum und trägt in Mittel«europa (zum wenigsten im Osten) pontischen Charakter. Daraus erklärt sich wohl z. T. das ausserordentlichspärliche Vorkommen in der Norddeutschen Tiefebene. In Ungarn wächst die Art z. B. in Auenwäldernzusammen mit Leucoium aestivum und Ranunculus Steveni. In Mähren schliesst sie sich nach W. Himmel«baur und E. Stumme (Die Vegetationsverhältnisse von Retz und Znaim, 1923) den Prunus fruticosa«Gebüschen mit Ventenata dubia, Melica ciliata, Carex Michelii, Thesium linophyllum, Fumaria Vaillantii,Genista pilosa, Dictamnus albus, Polygala major, Omphalodes scorpioides, Senecio integrifolius usw. an. InDeutschland und in der Schweiz scheint sie ihre grösste Verbreitung auf sonnigen Waldschlagplätzen zu besitzen.Sie sei weiteren Untersuchungen empfohlen!