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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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und Wheye und an der Brinkumer Landstrasse; in Schleswig-Holstein zerstreut, im Nordostdeutschen Flach»land sehr zerstreut, in Westpreussen einzig im Weichselgebiet etwas verbreitet, in Ostpreussen spärlich undnur in den Kreisen Fischhausen und Königsberg. In Oesterreich in Böhmen, Mahren, Schlesien undin den nördlich der Donau gelegenen Gebieten von Nieder» und Oberösterreich meist verbreitet oder häufig;in den Alpen viel seltener, so z. B. in Steiermark nur um Graz, Marburg und Bad Neuhaus; in Nordtirolmit Sicherheit nur bei Judenstein im Inntal, in Südtirol bei Bozen, Girlan, Sigmundskron, Neumarkt, Seis,Salurn, Trient, sowie zweifelhaft an einigen weiteren Orten;im Vorarlberg bei Bregenz, Tisis, in der Felsenau; in Liechten»stein bei Schaanwald und Nofels. In der Schweiz nament»lieh im Mittellande nicht selten, doch z. B. im Berner Mittel»land fehlend; im Jura zerstreut, in den Alpen wahrscheinlichnur in den tieferen Tälern.

Allgemeine Verbreitung: Europa,nördlich bis England, Dänemark, Mittelschweden,

Aland=Inseln, Abo, Dago, Estland, Ingrien, Nord»russland; Sibirien bis zum Altai, Kleinasien bisPersien; Nordafrika; Südafrika (wohl eingeschleppt).

Aendert ab: f. stenophyllum Hausskn. Pflanze60 bis 90 cm hoch, schlank, oft rot überlaufen. Laubblätterschmal.lanzettlich, etwa 6 cm lang und 5 mm breit, entferntund schwächer gezähnelt. Kapseln lang und schlank. Zer.streut unter normalen Pflanzen. f. subsessile Franch.

Mittlere und untere Laubblätter kurz, aber deutlich gestielt.

Scheint nicht allzu selten durch reichliche Wasserzufuhr zuentstehen, ist aber, wenn auch seltener, auch an trockenenOrten anzutreffen.

Epilobium adnatum ist vorwiegend ein Bewohnerfeuchter Orte in der Ebene und im Hügellande. Die etwas ther»mophile, namentlich im südwestlichen Mediterran gebiet undin Westfrankreich reichlich auftretende Art ist, wie viele Epilo»bien, euryözisch. Am Ufer von Gewässern und an Gräben trittsie an den seichteren Stellen in der Scirpus lacuster=Glyceriaaquatica»Assoziation auf, zusammen mit Gross»Seggen, IrisPseudacorus, Malachium aquaticum, Ranunculus sceleratus,

Oenanthe aquatica usw. Auf Wiesenmooren, auf moorigemUntergrunde kann sie gesellig im Molinietum caeruleae,

Schoenetum usw. angetroffen werden.

Fig. 2228. Epilobium Lamyi F. Schultz, a, ai Ha-bitus mit Innovationsrosetten, b und c Samen, d unde Junge Innovationspflanzen.

1986. Epilobium Lämyi 1 ) F. Schultz ( E. teträ»gonum L. ß canescens Doli, = E. tetragonum L.subsp. Lamyi [F. Schultz] Leveille, = E. canescens [Doli]

Thellung) 2 ). Lamy's Weidenröschen. Fig. 2228.

Der vorangehenden Art sehr ähnlich undwie diese mit im Herbste oberirdisch entstehenden, sitzenden Innovationsrosetten (Fig. 2228ai, dund e). Stengel 30 bis 100 cm hoch, steif aufrecht, oberwärts mit bogig gekrümmten, grauenHärchen dicht besetzt und mit 2 bis 4 schwachen Linien; Stengelspitze vor der Blüte nichtnickend. Laubblätter etwas grau» oder blaugrün, oft rot überlaufen, in der Form ähnlichdenen von E. adnatum, aber mehr lineaMänglich, die unteren und mittleren an der Spitzestumpflich und am Mittelnerven fein flaumig, am Grunde in einen (wenn auch sehr kurzen)Stiel zusammengezogen, nicht am Stengel herablaufend, die oberen mit deutlicher, kleiner Spitze

') Benannt nach dem französischen Botaniker E. Lamy, der u.a. 1856 eine Flora der Haute.Vienneveröffentlichte.

*) Tabernaemontanus bezeichnet die Art als Lysimachia siliquosa flore albo.