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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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schuppenförmigen Niederblättern bedeckt findet. Sind solche vertrocknete Niederblätter nicht mehr vorhanden,wie dies meist in dem wärmeren Klima tiefer Lagen der Fall ist, dann erkennt man aus den an denInsertionsstellen zurückbleibenden Narben, dass es sich um eine Innovationspflanze handelt. Deren untersteStengelblätter sind meist sitzend oder nur kurz gestielt, eiförmig bis länglich.lanzettlich; der Stengel istgewöhnlich kräftig und reich verzweigt (eine Folge der in den Niederblättern angehäuften Reservestoffe) undweist nidit selten im oberen Teil schwach erhabene Linien auf. Bisweilen wird auch infolge üppigen Wachstumsder bis zur Hälfte den Stengel umfassende Blattgrund gesprengt, wodurch ebenfalls der Eindruck von herab,laufenden Linien hervorgerufen wird. Die Wurzel der aus Samen entstandenen Pflanzen ist kurz, meist

ungeteilt; die eiförmig.rundlichen Kotyledonen und Primär«blätter sind deutlich gestielt und zur Blütezeit manchmalnoch vorhanden. Die Samenpflanzen sind in der Regelschwächer und niedriger als die Innovationspflanzen, unver.zweigt oder doch nur im oberen Teil verzweigt; erhabeneLinien am Stengel fehlen bei ihnen.

1985. Epilobium teträgonum L. (= E. adnätumGrisebach, = E. decürrens Sprengel). VierkantigesWeidenröschen. Fig. 2227.Samenpflanze einfach bewurzelt; Innovations»pflanze mit kurzbogigem, abgebissenem Rhizom;im Herbste nach der Blütezeit oberirdisch entstehende,sitzende, über Winter sich bewurzelnde Innovations»rosetten erzeugend; Rosettenblätter verkehrt=eirund=spatelig bis länglich=eiförmig, kahl, hellgrün, dieuntersten ganzrandig, die oberen scharf gezähnelt(Fig. 2227ai und b). Stengel 30 bis 100 cm hoch,etwas bleichgrün, häufig rot überlaufen, im unterenTeile stielrund, kahl und glänzend, höher oben mit2 bis 4 kahlen, erhabenen Linien, spärlich mit sehrkurzen, angedrückten Härchen besetzt. Laubblättermeist gegenständig, lanzettlich oder lineaManzettlich,mit lang ausgezogener, spitzlicher oder stumpflicherSpitze, sitzend, am Stengel herablaufend, selten dieuntersten sehr kurz gestielt, in der Regel scharfgezähnt=gesägt, oberseits fast ganz kahl, unterseitsam Rande und auf den Nerven behaart, i hell»grün, glänzend. Blüten nur 4 bis 6 mm lang; alsKnospen ellipsoidisch, beidendig allmählich ver»schmälert, wenig länger als der Keldi, nicht nickend.Kronblätter blass rosarot. Narbe keulig. Kapselnkurz angedrückt behaart, anfangs grau, später blass»grün. Samen verkehrt=eiförmig, dicht mit langen Warzen besetzt, ohne durchscheinendesAnhängsel an der Spitze (Fig. 2227 c und d). VII bis IX.

Truppweise anfeuchten Gräben, Bächen, Ufern, auf quelligen Waldblössen, in tiefen Torf»sümpfen, auf Flachmooren, in lockeren Gebüschen und lichten, feuchten Wäldern, bisweilen aufSchutt, in Kiesgruben usw. Von der Ebene bis in die untere Bergstufe; im Jura bis 500 m.

In Süd. und Mittel.Deutsch 1 and meist verbreitet, wenn auch nicht häufig, in den Alpenganz fehlend und in den Mittelgebirgen meist nur zerstreut; in Norddeutschland in der Regel viel wenigerhäufig, am Niederrhein nur bei Krefeld, Hüls, Heinsberg und Bonn, in Ostfriesland sehr zerstreut, auch aufden Inseln Norderney, Langeroog und Wangeroog, in Oldenburg nur bei Syke, in der Marsch zwischen Dreye

17. Epilobium teträgonum L. a, a\ Habi-Wurzelstock mit Inriovationsrosetten. c undd. Samen (nach Haussknecht).