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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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841
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Stengelblätter zur Blütezeit noch vorhanden, fleischig, rundlich bis verkehrt.eiförmig, die übrigen (vom 3. Paarean) lanzettlich. Eine interessante, durch die kurze Vegetationszeit in der alpinen Stufe und in Nordeuropa bedingtebiologische Form. Die Konstanz wäre zu prüfen! var. heterophyllum K. Rubner. Untere Laubblätterlang gestielt, kreisrund, durch Verkürzung und Schwinden des Laubblattstiels und durch stärker keilförmigwerdenden Grund der Spreite allmählich in die oberen, lineal-lanzettlichenStengelblätter übergehend. Pflanze niedrig,mit sehr kurzen Stengelgliedern. Weniger wichtige, aber immerhin auffallende Formen sind: f. glandulösumHausskn. Pflanze im oberen Teile, besonders an den Kapselstielen und Kapseln mit zahlreichen Drüsen»haaren. Nicht selten. f. subdenticulätum K. Rubner. Laubblätter deutlich entfernt gezähnt. Wohl überallauftretende, aber nirgends häufige Form, die früher gern, aber fälschlicherweise als Bastard (namentlich alsE. obscurum X E. palustre) erklärt worden ist. f. mäjus Fries. Stengel hoch, kräftig und aufrecht, viel»blütig. Laubblätter gross. Nicht selten. f. minus Hausskn. Stengel zart und niedrig. Ziemlich häufig. f. stoloniflörum Hepp et Rubner. Stolonen noch im Jahre ihrer Entstehung blühend und fruktifizierend.Selten. f. brevifölium Hausskn. Laubblätterim Verhältnis zur Breite kurz. Zerstreut. f. 1 i n i«fölium Bamberger. Laubblätter lang und sehrschmal, nur etwa 2 mm breit. Selten. f. longi»fölium Hausskn. Laubblätter sehr lang und normal»breit. Nicht selten. f. latifölium Hausskn.

Blätter von gewöhnlicher Länge und bedeutenderBreite. Nicht selten. f. grandiflörum Hausskn.

Blüten bis 8 mm lang. An feuchten, schattigenStandorten, besonders im Gebirge. f. albiflörumHausskn. Blüten weiss. Nicht selten. f. verti»cillätum Hausskn. Laubblätter 3»quirlig. Selten.

Epilobium palustre gehört dem zirkum»polaren Elemente an. Die Art findet sich in vielenfeuchtigkeitsliebenden Beständen, namentlich insolchen, deren Rasensdiluss nicht sehr stark ist. Soerscheint sie in der Norddeutschen Heide in Wasser»

löchern und Tümpeln zwischen Riedgrasbülten ZU. Fig. 2226. Epilobium palustre L. a, at, b Wurzelstocke mit

1 Ausläufern und Uebergangssprossen. c Gemme,

sammen mit Sparganium minimum, Callitriche verna,

Berula angustifolia, Hottonia palustris, Senecio paluster, Oenanthe aquatica usw. Als fakultativer Halophyt gehörtsie den westpreussischen Strandwiesen mit Agrostis alba var. prorepens, Atropis distans, Carex distans,Spergularia salina, Glaux maritima und Senecio barbaraeifolius an. Viel häufiger ist sie in den Gross- undKleinseggenbeständen auzutreffen, so in der Carex inflata>Assoziation, im Rhynchosporetum fuscae, im Molinietum(wenigstens in dessen feuchteren Phasen) und in den Hochmoorbeständen. W. Wanger in bezeichnet sie alsbesonders charakteristisch für die Carex rostrata.Schwingmoore. In den Alpen sind als häufige Begleiter zunennens Carex Magellanica, C. Davalliana, Blysmus compressus, Allium Schoenoprasum, Parnassia palustris,Primula farinosa, Aster Bellidiastrum, Willemetia stipitata usw. Ueber die gemeinsamen Arten mit Malachiumaquaticum an Quellbachbeständen vgl. Bd. III, pag. 349. In der montanen Stufe ist die Art neben Stellariauliginosa ein sehr bezeichnendes Glied der Montia rivularis-Quellfluren. Stattliche, bisweilen mastige Formenwerden auf stark gedüngten Böden bei Viehtränken erzeugt. In der Arktis wurde die Pflanze von K. Regel(Die Pflanzendecke der Halbinsel Kola. Memoire de la faculte des sciences de l'Universite de Lithuanie,1922) zwischen Sandsteinfliesen und Flussgeröll der Warsuga zusammen mit Equisetum boreale, Desdiampsiacaespitosa, Poa pratensis, Allium Sibiricum, Stellaria graminea, Silene inflata, Cardamine pratensis, Astra-galus Arcticus, Phaca frigida, Bartsia alpina, Veronica longifolia usw. festgestellt, an anderen Orten anquelligen Plätzen im Caricetum aquatilis mit Carex brunnescens, Calamagrostis sp., Eriophorum Scheuchzeri,Salix hastata, Comarum palustre, Pinguicula oder auch im Caricetum caespitosi mit Rubus Arcticus, TrientalisEuropaea und Galium palustre. Im Wald zeigt die Pflanze versumpfenden Boden an. Die Gemmen(Fig. 2226 c), die sich am Ende der fädlichen Sprosse bilden, werden im Verlaufe des Winters durch Ver-rotten der Sprosse selbständig, bewurzeln sich und bilden durch Streckung der Sprosse die Innovationspflanze(vgl. Fig. 2225a). Die Verbreitung der Gemmen erfolgt hauptsächlich durch Wasser; das Schwimmen istdeshalb möglich, weil die Epidermis der die Gemmen bildenden Niederblätter sich von der Parenchymschichtabhebt und so einen mit Luft gefüllten Hohlraum entstehen lässt, der mit stärkerer Krümmung der Nieder-blätter naturgemäss zunimmt; die Epidermis liegt dann über den Hohlraum glatt ausgespannt. Das Streckender Gemme vollzieht sich in der Hauptsache im zeitigen Frühjahr; dabei wächst der untere Teil nur wenigund bildet das wurzeltreibende, schiefe Rhizom, das man manchmal noch zur Blütezeit mit abgestorbenen,