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Stengel 10 bis 70 cm hoch, einfach oder wenig ästig, vor der Blüte meist mit nickenderSpitze, in der Regel rundlich, selten mit zwei schwachen, herablaufenden Linien, unten kahl,oben angedrückt behaart und bisweilen etwas drüsig. Laubblätter meist kürzer als dieStengelglieder, länglich=lanzettlich bis lineaMänglich, vorn stumpf, mit keiligem Grunde sitzend,selten die unteren gestielt, am Rande in der Regel leicht umgebogen, kahl oder am Mittel»nerven und am Rande flaumig behaart, mattgrün; die untersten zur Blütezeit meist vertrocknet.
. (f/t / Blüten 3 bis 8 mm lang, als Knospen eiförmig,
pik M W I stumpflich, spärlich behaart, nickend. Kronblätter
\ 'I 'Jf' f if - breit ausgerandet, fleischfarben, rosa oder hell»
Mvwmil m) — violett, seltener weiss (Fig. 2225b). Narbe keulig.
/ m U \( II C mj/p ^9 Kapseln zuerst überall fein behaart, später aufI J f' Jen Flächen + verkahlend und fast nur noch an
I \ \ jJ/ \ #w ^ en ^ Kanten feinflaumig. Samen lineal, beid»
\\\ endig verschmälert, an der Spitze mit kurzem An»
V J? 7» 1 hängsei, dicht warzig (Fig. 2225c und d). —
yl 6 VII bis IX.
\ ij Im ganzen Gebiete verbreitet, wenn auch
, i fi P ■ strichweise zurücktretend (z. B. im Jura, in den Vo=
WmW gesen, in einzelnen Teilen von Nordostdeutschland,
Mwß r Ns? im Niederösterreichischen Sandsteingebiet), meist
OS* ' §5? f einzeln, seltener in kleinen Trupps eingestreut
H in ^umpf» unc * Torfwiesen, Mooren, an Gräben,
i Tümpeln, Sümpfen, an quelligen Orten in Wäldern
a ' '({\M 6 Unc ^ aU ^ Weiden; a ' s fakultativer Halophyt auf
jf ' _ Salzwiesen, sonst vorwiegend auf Humusböden.
~( Von der Ebene bis in die alpine Stufe: im Sächsi»- ffi s< hen Erzgebirge bis 1070 m, in den Bayrischen(IvH Alpen bis 1240 m, in Steiermark bis 1700 m,l in Tirol bis 1670 m, in Vorarlberg bis 1500 m,
x Jv^ ^ in Graubünden bis 2300 m, im Wallis bis 1750 m,
> ini Jura bis 1070 m. Bodenwag, wenn auch Ur»
/ri*' gebirge bevorzugend.
V \ ^ Allgemeine Verbreitung: Ganz
^ Europa, nördlich bis Island, Irland, bis zu den Shet«
lands«Inseln, Dänemark, bis zum nördlichsten Nor»wegen, Nord=Russland; Asien südlich bis Kleinasien,Nordpersien, bis zum östlichen Indien, bis zur Mon»golei, Kamtschatka; nördliches Nordamerika, La»brador, Grönland.
Die ausserordentlich vielgestaltige Pflanze besitzt in ihrer Tradit gewisse Aehnlichkeit mit E. obscurum,ist aber an den langen, durch Gemmen abgeschlossenen Ausläufern und an den auffallend langen Samen gutkenntlich. Als systematisch wichtigere Formen seien genannti var. fontänum Hausskn. Laubblätter gross,am Rande wenig zurückgerollt, dunkelgrün. Stengel oft mit 1 herablaufenden behaarten Linien. Blütenauffallend gross. Häufig in den Gebirgen. — var. pilösum Hausskn. Laubblätter am Rande deutlichumgerollt, dicht und stark behaart, nicht glänzend. Stengel ohne herablaufende behaarte Linien. — var.lavandulifölium Lecq. et Lamotte. Ganze Pflanze stark behaart. Laubblätter starr, am Rande starkzurückgerollt. So besonders in Südeuropa, im Gebiete selten. — var. monticolum Hausskn. Stengeimeistniedrig, unverzweigt. Laubblätter am Stengel gedrängt, starr, kurz. Blüten gross. Auf Mooren und in denhöheren Gebirgen häufig. — var. Lappönicum Hausskn. (= var. BernhardincJnse Beauv.). Die untersten
Fig. 2225. Epilobium palustre L. a Habitus mit Aus-läufern und Uebergangssprossen. b Blüte, c und d Samen(nach Haussknecht), e und / Austreibende Gemmen.