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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Aendert ab: f. angustifölium Hausskn. Mittlere Laubblätter am Grunde kurz verschmälert,5 bi s 6 cm lang und etwa l' cm breit, allmählich in die Spitze verschmälert. Selten. f. latiföliumHausskn. Mittlere Laubblätter am Grunde abgerundet, allmählich in das lange, zugespitzte vordere Endeverschmälert, 7 bis 8 cm lang und 2,5 bis 3 cm breit, stark und scharf gezähnt. Zerstreut. f. parvi«fölium Hausskn. Mittlere Laubblätter länglich oder länglich-lanzettlich, gegen die etwas stumpfliche Spitzekurz verschmälert, nur 3 bis 4 cm lang und 1 bis 2 cm breit, breit und entfernt gezähnt. Selten.f. oppositifölium Hausskn. (= f. fällax [L6vl.] Thell. subf. oppositifölium [Hausskn.] Thell.). Untere undmittlere Laubblätter gegenständig. Hie und da mit der Normalform mit 3«wirteligen Laubblättern (= f. terni«fölium [Gaud.] Beger).f. alternifolium Hausskn. (= f. fällax [L6vl.[ Thell. subf. alternifolium [Hausskn.]Thell.). Laubblätter alle oder doch z. T. wechselständig. f. quater»nifölium [Gaud.] Beger (= f. tetraphyllum Hausskn.). Laubblätterzu 4 wirtelig angeordnet. Hie und da unter dem Typus.

Epilobium alpestre gehört dem alpigenen Elemente imweiteren Sinne an, indem es gleich Orchis globosus, Rumex alpinus,

Allium Victoriaiis, Potentilla aurea, Meum Mutellina, Lonicera nigra,

Adenostyles Alliariae, Cicerbita alpina, Homogyne alpina, CarduusPersonata u. a. ausser dem Verbreitungsgebiete in den europäischenHochgebirgen auch nordwärts in den höheren deutschen Mittel»gebirgen und in den Karpaten kleinere Teilareale besitzt. Die durchdie in der Regel zu 3 quirlständig stehenden, fettglänzenden Laub»blätter und die verhältnismässig grossen Blüten gut kenntliche Arterscheint als charakteristische Gestalt in den subalpinen Alpenerlen»gebüschen und den mit diesen genetisch verbundenen Hochstauden»fluren, vereinigt mit Rumex arifolius, Peucedanum Ostruthium,

Cicerbita (Mulgedium) alpina, Senecio nemorensis subsp. Fuchsü,

Mentha longifolia usw. Auch in den auf stark überdüngtem Bodenwuchernden Rumic^ta alpini tritt sie nicht selten auf und kannbisweilen auf feuchteren Lägerstellen sogar die Vorherrschaft erlangen.

In diesem faziellen Gliede fallen durch ihre Häufigkeit weiterhin aufAconitum Napellus, Stellaria nemorum, Taraxacum officinale, Cheno»podium bonus Henricus, Urtica dioeca usw. Die spärlichen Siedlungs»orte im Erzgebirge liegen an quelligen Lehnen, wo die Art meistin Salix Caprea.Gebüschen mit Streptopus amplexifolius, AconitumNapellus, Trifolium spadiceum, Pinguicula vulgaris, Swertia perennis,

Senecio rivularis usw. zusammentrifft. Im Schwarzwald erscheintdie Art am liebsten an kühlen Quellbächen zusammen mit Nasturtiumofficinale, Polygonum Bistorta, Caltha palustris, Chaerophyllum hir»sutum, Myosotis palustris. Die Blüten sind homogam und schliessensich bei Nacht und bei regnerischem Wetter; durch diese Bewegungender Kronblätter werden die längeren Staubfäden an die Narbegedrückt und damit die Befruchtung hervorgerufen.

Epilobium alpestre (Jacq.), ai Innovationsptlanze. b Fruchtgeöffnet, c Samen.

1984. Epilobium palüstre L. (= E. Schmidtiänum Rostkov, = E. scaturiginum Kerner) 1 ).

SumpfsWeidenröschen. Franz.: Epilobe des Marais. Fig. 2225 und 2226.

Samenpflanze einfach bewurzelt; Innovationspflanze mit kurzem Rhizom; Ausläuferzur Blütezeit halbunterirdisch entstehend, bis 10 cm lang, dünn, fadenförmig, nur mit wenigenzerstreuten, gegenständigen, kleinen, schuppen förmigen, rötlichen Nieder blättern besetzt, imHerbste mit einer etwa haselnussgrossen Knospe (Gemme) abschliessend (Fig. 2225 e und f) 2 ).

') Bei Thal findet sich die Pflanze als Lysimachia species foliolis angustis oblongis genannt. BeiTabernaemontanus heisst sie Lysimachia siliquosa minor, bei Schwenckfeld L. s. palustris, beiTournefort Chamaenerion Orientale Armenium, bei Dillenius Epilobium glabrum angustifolium.

2 ) Nicht selten tritt der Fall ein, dass sich am Wurzelhals Sprosse entwickeln, die die Mitte zwischenSeitenzweigen und Stocksprossen halten und den Namen Uebergangssprossen führen mögen (Fig. 2225 a). Sie sindschlaff, steigen bogig aufwärts und können noch im selben Jahre im Herbste zur Blüte gelangen. Bisweilenscheinen sie auch zu überwintern und bewurzeln sich dabei im ganzen unteren Teile, so dass auf diese Weiseein langes Rhizom entsteht.