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an Strassenrändern (Fig. 2222) und an Hausmauern (vielfach zusammen mit Bidens» und Arctium.Arten),sowie selbst auf trockeneren Schuttplätzen erscheint. Die an sehr feuchten Orten wachsenden Exemplarezeigen im unteren Teile ihres Stengels deutliche Aerenchym=Bildungen. Gelegentlich wird die Pflanze alsEpiphyt auf verschiedenen Bäumen (namentlich auf Weiden) angetroffen. Die kleinen Blüten sind homogamund bestäuben sich nach Kirchner regelmässig spontan. Die Laubblätter werden in Westfalen als Gemüsegegessen oder als Brusttee verwendet.
1983. Epilobium alpestre (Jacq.) Krocker (= E. trigonum Schrank, = E. montänumß trigonum Presl) 1 ). Quirlblättriges oder Voralpen = Weidenröschen. Fig. 2223 und
Fig. 2224.
Samenpflanze einfach bewurzelt; Innovationspflanze mit kurzem, dickem, abgebissenemRhizom; am Ende der Blütezeit am Wurzelhals unterirdische Stockknospen entwickelnd }Niederblätter meist wenig länger als breit,dachziegelig in 4 Reihen angeordnet, ziem«lieh stark zugespitzt, ohne Nerven, blass,fleischig. Stengel aufrecht, 20 bis 70 cmhoch, kräftig, meist einfach, selten im oberenTeile mit kurzen Aesten, am Grunde vonden Resten der vertrockneten Niederblätterumgeben, im unteren Teile mit 2 (meist 3)bis 4 (besonders bei den Innovationspflanzendeutlich ausgebildeten) flaumigen Linien,sonst kahl, im oberen Teile ± drehrund,leicht flaumig behaart, im Blütenstande miteingestreuten Drüsenhaaren. Laubblätterfreudiggrün, unterseits stark glänzend, diemittleren und unteren gewöhnlich zu 3 oderseltener 4 in einem Wirtel, seltener gegen»oder wechselständig, die unteren meist amkleinsten und verkehrt=eiförmig bis eilänglich,stumpflich, in einen kurzen Blattstiel allmäh*lieh zusammengezogen, schwach gezähnt, diemittleren verkehrt=eiförmig, am Grunde ab»gerundet, fast stengelumfassend, sitzend,stark gezähnt, kahl, nur am Rande undauf den Nerven flaumig behaart. Blütengross, 8 bis 15 mm lang; ihre Knospenbeidendig gleichmässig verschmälert und ziem=lieh scharf zugespitzt, spärlich abstehend be=haart. Kelchblätter eiförmig=lanzettlich, scharfzugespitzt. Kronblätter fast doppelt so langals die Kelchblätter, verkehrt=eiförmig, schmalund tief eingeschnitten, rosarot bis violett=rötlich. Kapseln 6 bis S cm lang, dick, aufrecht,fein flaumig=drüsig behaart. Samen gross, länglich=spindelförmig, am Grunde kurz ver=schmälert, an der Spitze in ein durchscheinendes Anhängsel ausgezogen, schwachwarzig. —VII bis IX.
Fig. 2221. Epilobium roseum Schreber. a Blühender Spross.b Blüte, c Samen von der Breitseite, d von der Schmalseite ( c undd nach Hauss knecht).
*) Die Art wird das erste Mal von Tournefort als Chamaenerion Alpinum foliis ad nodosternis aufgeführt.
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