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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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eiförmigdanzettlich, beiderseits zugespitzt, ziemlidi lang gestielt, im unteren Teile kahl, imoberen Teile am Rande und auf den Nerven fein behaart, mit deutlich hervortretendem Nerven*netz, meist graugrün, häufig rot überlaufen-, die untersten am breitesten und am längstengestielt, die mittleren länglich=elliptisch, keilförmig in den Stiel verschmälert, stark gezähnt,die obersten schmäler und mehr zugespitzt. Blüten klein, im Knospenzustand beiderseitsgleichmässig verschmälert und nidcend. Kronblätter 6 bis 10 mm lang, nur wenig länger alsder Kelch, anfangs weisslich, später rosa (Fig. 2221 b). Narbe keulig, 4=teilig. Kapseln dichtgrau behaart, mit eingestreuten Drüsenhaaren. Samen etwas gedrungener als bei E. mon»tanum, mit abgerundeter Spitze, dicht warzig (Fig. 2221 c und d). VII bis X.

Gesellig an oder in Gräben, auf feuchten Hängen, an Quellen, Tümpeln, Strassenrändern,Rinnsalen, feuchtschattigen Mauern, in Hedcen, auf Gartenland usw. Von der Ebene bis in die oberemontane Stufe: in den Berchtesgadener Alpen bis 800 m, im Bayrischen Mittelstock bis 913 m,

im Allgäu bis 1000 m, in Tirolbis 1350 m, im Schanfigg (Arosa)bis 1650 m, im Puschlav bis1200 m, im Berner Oberlandbis 1170 m, im Wallis bis 1675 m,im Jura bis 900 m.

Im Gebiete meist ver=breitet, auch in den Alpen häufigin die tieferen Täler eindringend,nur in der Norddeutschen Tief«ebene seltener, strichweise nurzerstreut (am Niederrhein, imNordostdeutschen Flachland) odersehr selten (so in Ostfrieslandnur bei Aurich und Mariensiel)oder ganz unbekannt (z. B. aufden Ostfriesischen Inseln).

Allgemeine Ver«b r e i t u n g: Europa, nördlich bisIrland (?), Schottland (bis Edin»bourgh), Dänemark, Norwegen(bis Bergen und Kristiania), Mittel»Schweden, Estland, bis zur Kare»lischen Landenge, Ingrien, Nord»asien bis Ostsibirien, Kleinasienbis zum Himalaya und Mittel=China ; Nordafrika (?); in Nordamerika eingeschleppt.

Von abweichenden Formen seien genannti f. angustifölium Uechtr. Laubblatter schmal-lanzettlich,et wa 5« bis 6»mal länger als breit, fast parallelrandig, beiderseits plötzlidi verschmälert. f. gemmäscensC.A.Meyer. Pflanze in den Laubblaltachseln mit kleinen, zwiebelartigen Rosetten.f. älbidum K. Rubner.Ganze Pflanze gelblichgrün. Blüten weiss. Wohl ein chloroser Lusus. f. verticillätum Beger. Laub»blätter zu 3 quirlständig. Sehr zerstreut.

Epilobium roseum gehört dem eurasiatischen Elemente an. Die Pflanze tritt gern an feuchten Ortenauf und zählt in der Ebene und im Hügellande zu den bezeichnenden Arten des Alnetum glutinosae. Vielfachsteht sie auch truppweise an kleinen Rinnsalen mit Juncus bufonius und J. effusus, Ranunculus Flammula,Centaurium umbellatum usw. Auf nährstoffarmen Mooren fehlt sie. Es scheint daher, als ob sie eher an denSalz«, als an den Wassergehalt des Bodens gebunden sei, zumal sie auch apophytisdi gern an Dorfstrassen,

Fig. 2220. Verbreitung von Epilobium lanceolatum Seb. et Mauri (schwarzeFläche und schwarze Punkte; punktierte Fläche: weitere Verbreitung wahrscheinlich)und von E. Duriaei Gay (weisse, bezw. schwarze Kreuze). Orig. von K. Rubner.