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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Korsika, Sardinien, Italien, Sizilien, Balkanhalbinsel bis Griechenland und bis zum Bosporus;Nordafrika, Kleinasien, Algier.

Von den durch Haussknecht und L6veill6 aufgestellten Formen besitzt nur eine etwasgrössere Bedeutung: var. rigidum Levl. Pflanze bläulichgrün, häufig rot überlaufen. Stengel steif aufrecht.Laubblätter starr, lederartig. So an sonnigen Plätzen.

Epilobium lanceolatum ist ein Vertreter des subatlantischen Elements im weitesten Sinne. Es besitztseine Hauptverbreitung in den luftfeuchten atlantischen Gebieten, dringt aber gleich vielen anderen ökologischetwas anpassungsfähigeren Gliedern dieser Gruppe, wie z. B. Echinodurus ranunculoides, Tillaea muscosa,Potentilla sterilis, Genistella sagittalis, Oenanthe Lachenalii, Anagallis tenella, Cicendia filiformis usw. weit nachdem Osten vor und erreicht noch die Balkanhalbinsel(von der Stufe der Edelkastanie bis zu den Voralpenansteigend) und Kleinasien. In Mitteleuropa liegen dieGebiete dichterer Besiedlung besonders in den Ober» undMittelrheinischen Gebirgen links des Stromes, während diePflanze rechts des Rheins fast nur im südlichen Schwarz«wald häufig ist. Bemerkenswert sind die beiden Zungen,deren eine vom Niederrhein aus ostwärts die mittlereWeser erreicht, während die andere vom Mittelrhein überden Odenwald und Spessart bis Thüringen vordringt, undderen östlichste Vorposten im Harz, bezw. im Elbhügel,land stehen (Fig. 2220). In ihrem Auftreten entspricht dieArt dem Epilobium montanum, scheint aber auf Kalkvollkommen zu fehlen (calcifuge Art). Oltmanns gibtsie z. B. von einer Kahlschlagfläche aus dem Höllentalbei Freiburg im Breisgau zusammen mit Farnen, Rumexobtusifolius, Aruncus Silvester, Moehringia trinervia,

Galeopsis Tetrahit, Asperula odorata, Knautia silvatica,

Valeriana officinalis, Cirsium lanceolatum usw. an. MitCarex pilosa und C. umbrosa, Corydalis pumila, Lathyrusheterophyllus, Geranium lucidum, PleurospermumAustriacum, Buphthalmum salicifolium, Arabis pauci«flora usw. gehört sie nach O. Drude zu den charak«teristischen Leitpflanzen des Thüringer Beckens. Im unterenWalliser Rhonetal wächst sie auf feuchten, von Eichen»

Ahornwäldern eingenommenen Schwemmkegeln mit nochanderen atlantischen bezw. subailantischen Relikten wieCarex depauperata und Vicia pisiformis.

Fig. 2219. Epilobium lanceolatum Sebast. et Mauri.a, a\ Habitus, b Samen von der Breitseite, c von derSchmalseite (Fig. b und c nach Haussknecht).

1982. Epilobium röseum Schreber (= E. mon=tänum y roseum Pohl, = E. teträgonum Herb.

Linne Nr. 5) 1 ). Rosablühendes Weiden»röschen. Fig. 2221 und 2222.

Samenpflanze einfach bewurzelt; Inno=vationspflanze mit meist kurzem, abgebissenemRhizom; Stockknospen während oder kurz nach der Blütezeit am Wurzelhals halbunterirdischentstehend, anfangs geschlossen, später über die Erde gelangend und sicii rosettenförmigentfaltend; Niederblätter dunkelgrün. Stengel 15 bis SO cm hoch, aufrecht, reichästig, inder unteren Hälfte ± 4=kantig und kahl, in der oberen Hälfte oft mit 4 fein behaartenLinien und mit feinen, einfachen Haaren, im Blütenstande ausserdem fast stets mit eingestreutenDrüsenhaaren; Stengelspitze vor der Blüte nickend. Laubblätter in der Regel gegenständig,

*) Die Pflanze wird 158S in der Harzflora 70 von J. Thal als Lysimachii huius medium genus

aufgeführt.

H e g i, Flora. V, 2. 256