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Seitenzweige tragend. Laubblätter kleiner als bei E. montanum, etwa 1 bis 5 cm langund 5 bis 15 mm breit, meist bis zum Blütenstand gegenständig, deutlich gestielt, nur unterseitsam Rande und auf den Nerven fein flaumig, in der Regel graugrünlich, die mittlereneiförmig, an der Spitze stumpflich, am Grunde abgerundet oder keilförmig in den Blattstielzusammengezogen, unregelmässig und etwas schwächer geschweift »gezähnt als die vonE. montanum (Fig. 2117 d), die oberen eiförmig=lanzettlich. Blüten nur 4 bis 6 mm lang(Fig. 2216 b), im Knospenzustand kugelig=eiförmig, stumpf und nickend. Kronblätter rosarot,selten weiss. Narbe 4=teilig. Kapsel angedrückt (in der Jugend dicht grau=) behaart, drüsenlos.
Samen ähnlich wie die von E. montanum, aberdurchschnittlich etwas grösser und etwas wenigerwarzig (Fig. 2216). — VI bis IX.
Gesellig an sonnigen, steinigen Orten,an Felsen, auf Felsschutt, in trockenen Gebüschenund Wäldern, im Flussgeschiebe, in Sandgrubenund Steinbrüchen, an Wegrändern, Mauern,seltener als Gartenunkraut. Von der Ebene bisin die subalpine Stufe, doch vorzugsweise inhöheren Lagen: in den Berchtesgadener Alpenbis 1060 m, in Tirol bis 2200 m, in Steiermarkbis 2000 m, in Graubünden (an der Bernina)bis 2300 m, in Wallis bis 2100 m, im BernerOberland bis 1900 m. Kieselliebend, doch aufreinen Sandböden selten, nur ausnahmsweiseauf Kalk (z. B. im Flussbett der Saalach beiReichenhall, auf Dolomitsand bei Velburg inder Oberpfalz usw).
In Deutschland in Bayern vom BayerischenWald bis zum Frankenwald verbreitet, in den Alpennur am Hirschbichel bei Ramsau, im Bodenseegebiet anmehreren Stellen, auf der Hochebene bei Buchberg,Tölz und Laufen, im Juragebiete zerstreut (z. T. wahr»scheinlich mit E. montanum verwechselt), in der Rhönan der Milseburg, zwischen Gersfeld und Bischofsheim,Fig. 2216. Epilobium collinum Gmelin. a Habitus. Boddet und Steinach•, in Württemberg nur am Hohent-b Blüte, c Samen. wieli in Baden im Schwarz wald verbreitet, ausserdem
im Murgtal, bei Heidelberg und Weinheim im Odenwald;in Elsass«Lothringen besonders in den Vogesen; in der Pfalz verbreitet; in Hessen am Hergstein bei Kassel;im Rheinlande im südlichen Teile häufig, gegen Norden abnehmend; im Westfälischen Berg» und Hügellandzerstreut, in Hannover im Süntel, am Ith, bei Klüt, im Ilfelder Tal, bei Höxter; in Thüringen in den Urgesteins«gebieten im Berg» und Hügelland häufig, im Norden und in Koburg sehr zerstreut; in Sachsen und Schlesien vomHügelland aufwärts verbreitet, im Flachland Jedoch in Sachsen selten (Würzen, Grimma), in Schlesien bei Bunzlau,Grünberg, Haynau, Liegnitz, Breslau, Striegau, Schweidnitz, im Zobtengebirge, bei Niesky, Strehlen, Rosenberg,Oppeln, Leobschütz, Lesdinitz, Pless; sonst in ganz Norddeutschland fehlend. — In Oesterreich in Böhmen undMähren meist verbreitet, in Niederösterreich zerstreut um Wedingbach, Vöslau, im Wechselgebiete, über denSemmering bis an dieRaxalpe, Kuhschneeberg, Saubachgraben des Gahns, Krems, Mannhartsberg, Zwettl, Hardegg;in Oberösterreich besonders in den Mühlkreisen, sonst sehr zerstreut; in Salzburg z. B. bei Hofgastein, amSalzachdamm bei Froschheim und bei Zell am See; in Vorarlberg im Montafun bis Gargellen und an derArlberghöhe; in Tirol besonders im Inngebiete häufig, in Südtirol auf Porphyr nicht selten, sonst meist nurzerstreut; in Steiermark in den Zentralalpen verbreitet bis zum Wechsel, ausserdem bei Friedberg, Vorau,Gröbming, Aflenz, Eisenerz, Wegscheid, Frein, Graz, im Bachergebirge bei Maria in der Wüste, bei Cilli; inKärnten und Krain strichweise nicht selten. — In der Schweiz im Iura ganz fehlend; im Mittelland nur