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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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blassgrün, 5 bis 6 cm lang, kurz abstehend drüsenhaarig, auch die Kapselstiele feindrüsig.Samen eiförmig»länglich, an der Spitze in ein sehr kurzes Anhängsel verschmälert, gegenden Grund allmählich verschmälert, dicht warzig (Fig. 2215 c und d). VII bis IX.

Gesellig und meist truppweise an feuchten, buschigen Berghängen, in Hochstauden»fluren, auf feuchten Wald wiesen, in lichten Berg*

Wäldern. In der Berg» und subalpinen Stufe: an derDöle (Jura) bei 1600 m.

In Deutschland nur im Ostmassiv der Vogesenam Hoheneck zwischen Münster und Gerardmer, im Frankentalund im Wormpsel (Krappenfels); die Angaben aus Baden ausdem höchsten Schwarzwald vom Seebude am Feldberg undvom Hochkelch am Belchen beruhen auf falschen Bestimmungenund sind zu streichen. In Oesterreich fehlend. Inder Schweiz mit Sicherheit nur im Hochjura zwischen derDöle und St. Cergues, ferner vielleicht an der Crete de Cha.lame und wohl noch anderwärts-, bei Wengen im BernerOberland seit 1920 eingeschleppt (vielleicht durch während desKrieges aus den Vogesen gekommene französische Internierte?).

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen,

Nordspanien, Mittelfranzösische Gebirge (Aubrac,

Auvergne und Forez), Westalpen bis Savoyen, Jura(selten), südliche Vogesen, Korsika (? nach Born»müller).

Epilobium Duriaei ist ein vorwiegend in der sub-alpinen Stufe auftretender Oreophyt, der eine südwesteuro»päische Verbreitung besitzt und in den Hochvogesen seineäussersten nordöstlichen Vorposten besitzt. Braun«Blan«quet (L'Origine et le D6veloppement des Flores dans lemassiv central de France. Paris.Zürich, 1923) zählt E. Duriaeigleich Angelica Pyrenaica und Androsace carnea zum Pyre«näen.Element. Ihre Aehnlichkeit mit E. montanum (besondersdessen grossblütiger var. Thellungianum f. silvaticum) hatmehrfach (z. B. für die Angaben aus dem Schwarzwald undvon Mürren) zu Verwechslungen Veranlassung gegeben. Dochist E. Duriaei durch die längeren Stocksprosse und durchden durchscheinenden Samenfortsatz nicht schwer von E. mon.tanum zu unterscheiden. In üppigster Entwicklung findet sichdie Pflanze in Hochstaudenfluren auf feuchtem Untergrunde,z.B. nach E. Issler in den Vogesen am Krappenfels zusammen mit Athyrium alpestre, Ranunculus aconiti»folius, Lunaria rediviva, Epilobium angustifolium, E. montanum und E. alpestre, Campanula latifolia, CarduusPersonata, Adenostyles Alliariae, Petasites albus, Geerbita alpina und C. Plumieri.

Fig. 2215. Epilobium Duriaei Gay. a BlühenderSpross. b Rhizom mit Stocksprossen und austreibendenGemmen. c Samen von der Seite, d von vorn(Fig. d nach Haussknecht).

1980. Epilobium collinum Gmelin (= E. montanum L. var. collinum Spenner, = E. mon»tanum L. Salternifölium Neilr.) 1 ). Urgebirgs»Weidenröschen. Taf.l89,Fig. 5;Fig.2216bis2218.

Samenpflanze einfach bewurzelt; Innovationspflanze mit meist kurzem, gebogenem,kräftig faserigem, abgebissenem Rhizom; Innovationssprosse, sowie Keim» und Primärblätterder Samenpflanze wie bei E. montanum. Stengel 10 bis 40 cm hoch, aufsteigend oder steifaufrecht, oft schon von unten auf ästig (Gegensatz zu E. montanum), mit drüsenlosen Haaren(besonders im oberen Drittel) besetzt, in den Laubblattachseln häufig kleine, rosettig gestauchte

') Die Pflanze wird das erste Mal von C. Bauhin als Lysimachia siliquosa glabra minor in saxosis1622 beschrieben und von Boccone (1697) unter dem Namen Lysimachia siliquosa nana, Prunellae fol. acut,abgebildet und von E. montanum unterschieden.