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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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mit schlanker Infloreszenz. Laubblätter am Rande zurückgerollt. f. menthioides Boiss. Die extremeLichtform der var. brevifolium. f. pseudohybridum Ldvl. Pflanze mit deutlich gestielten, unterenStengelblättern; an den Bastard E. parviflorum X E. roseum erinnernd.f. nan um K. Rubner. Die aufabgeernteten Feldern im Herbst auftretende Zwergform. f. intermödium Rouy et Camus. Laubblätterwechselständig. f. trifoliätum Hausskn. Laubblätter zu 3wirtelig.

Epilobium parviflorum ist eine auf feuchten Böden der Ebene und des Hügellandes sehr häufigeArt, die besonders in den Pflanzengesellschaften der Auenwaldserie von der Verlandung bis zum klimatisch«edaphisch abschliessenden Auenwald als charakteristisch gelten kann. Ausserdem tritt sie nicht selten in feuchtenHochstaudenfluren (z. B. im Chaerophylletum hirsuti), auf Wiesenmooren, massenhaft bisweilen in versumpfendenHeiden, apophytisch auch auf Torfböden, auf Aeckern und Torfstichen, an grasigen Grabenrändern usw. auf.Auf Gartenland ist sie vielfach mit E. roseum vergesellschaftet und dann oft von Bastarden begleitet. H. Knoche(Vagandi Mos I, Die Kanarischen Inseln, 1923) stellte die Art als Unkraut in den Bananenkulturen derKanarischen Inseln, zusammen mit Nasturtium officinale, Sinapis arvensis, Trifolium resupinatum, Heliosciadiumnodiflorum, Convolvulus althaeoides, Gnaphalium luteo.album, Taraxacum officinale usw. fest. Epiphytisch wurdesie auf Weiden und auf Populus nigra beobachtet. Nach Aug. Schultz sind die Blüten der Pflanze vorwiegendhomogam und der nachfolgenden Selbstbestäubung fähig. Hierzu eignen sich besonders die 4 längeren Staubblätter,die in der Nähe des Griffels stehen oder aber, falls sie kürzer als dieser sind, zu diesem emporwachsen können. Auchbei sehr langgriffeligen Formen wird auf diese Weise noch Selbstbestäubung hervorgerufen. Die 4 kürzeren Staub»blätter dienen der seltener eintretenden Fremdbestäubung, da sie infolge ihrer tieferen Stellung von den honig»suchenden Insekten berührt werden müssen. Vereinzelt kommt auch Proterogynie vor, wobei die Narbe ausder Blütenknospe hervorragt. Die Innovationssprosse werden hemikryptophytisch angelegt, wachsen aber nachSelma Ruoff schon im Spätsommer und im Herbste bis zur Oberfläche empor und überwintern über der Erde.Im Frühling entwickeln sich durch Streckung der Internodien die Rosetten zu jungen Innovationspflänzchen.

1977. Epilobium montänum L. (= Chamaenerium montanum Scop., = E. silvaticumBoreau). Berg»Weidenröschen 1 ). Fig. 2199, 2212 und 2213.

Samenpflanze einfach bewurzelt; Innovationspflanze mit kurzem, bogigem, abgebissenem,kräftig faserigem Rhizom, am Wurzelhals zur Blütezeit zunächst unterirdische, später als Rosettenzur Oberfläche gelangende, sitzende oder ± deutlich ausläuferartige (vgl. var. Thellungianumf. silvaticum) Erneuerungssprosse treibend (Fig. 2212h); Niederblätter klein, dick, kahl, starr,mit deutlich hervortretenden Mittelnerven, grün oder rötlich. Stengel (3) 10 bis 80 cm hoch, steifaufrecht oder bei den Innovationspflanzen kurz bogig aufsteigend (Fig. 2212 h), rund, meistohne herablaufende Linien, aber mit 2 aus kurzen Kraushaaren bestehenden Haarleisten,oberwärts etwas flaumig, seltener mit eingestreuten Drüsenhaaren, vor der Blütezeit mitnickender Spitze, in den Blattachseln nicht selten rosettenartige Seitenzweige tragend. Laub»blätter bis zum Blütenstand gegenständig, zuweilen bis zur Mitte herab wechselständig,selten sämtliche wechselständig oder 3=wirtelig; die mittleren Laubblätter eiförmig oderelliptisch»eiförmig, am Grunde plötzlich abgerundet, bisweilen auch schwach herzförmig in denmeist kurzen Stiel zusammengezogen, vorn zugespitzt (nicht spitzlich oder stumpflich»verjüngt),unregelmässig gezähnt, oberseits auf der ganzen Flächte, unterseits am Rand und auf denNerven fein behaart (Fig. 2212 b). Tragblätter schmäler und schärfer gezähnt. Blüten aufrechtoder etwas nickend, 8 bis 12 mm lang. Kronblätter herzförmig, gegen den Grund keilförmigverschmälert, scharf ausgerandet, von 5 bis 6 dunkler gefärbten Adern durchzogen, etwadoppelt so lang als der Kelch (Fig. 2212 c und d). Narbe 4»teilig, mit anfänglich zusammen»neigenden, später abstehenden Zipfeln. Kapseln 6 bis 9 cm lang, flaumig behaart; diejüngeren mit feinen, abstehenden Drüsenhadren. Samen verkehrt=eiförmig, an der Spitzeabgerundet, mit verlängerten Papillen dicht besetzt (Fig. 2212 g). VI bis Mitte IX.

Truppweise in Laub» und Nadelwäldern, in Gebüschen, an Waldrändern, auf Schlag»flächen und Hängen, in Hochstaudenfluren, an Wegrändern, Mauern, auf Gartenland usw.

') Bei Thal heisst die Art Lysimachia majoris purpurei secunda species, bei Tournefort Chamaenerionglabrum majus, bei S c h e u c h z e r Chamaenerion Alpinum foliis splendentibus denticulatis; die erste Abbildungfindet sich bei Lobel 1576. Im Herbar von H. Härder liegt die Pflanze als Onagrä minor.