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zerstreut, so z. B. am Niederrhein, im Marschen» und Geestgebiet im norddeutschen Flachlande, doch inletzterem strichweise häufiger (besonders in West« und Ostpreussen). —In Oesterreich in den nichtalpinen
Ländern verbreitet, in den Alpen vorwiegend inden grossen Tälern, dodi unregelmässig verteilt (inVorarlberg, Ober, und Niederösterreich, Mittel»und Untersteiermark verbreitet, in Salzburg, Kärn.ten und Krain zerstreut, in Nordtirol nur ganzselten bei Innsbruck, in Südtirol hie und da, dochaus dem Pustertal und Drautal nicht bekannt. —In der Schweiz im unteren Jura und im Mittel«lande verbreitet, in den Alpen fast nur in dentiefer eingeschnittenen Tälern, in den Zentralalpenganz fehlend.
Allgemeine Verbreitung:Europa, nördlich bis Schottland, Dänemark,Mittel=Schweden, Estland, Finnland (wohlnur adventiv), Ingrien; Vorderasien biszum Altai und Himalaya, Ostasien (Kiaut»schau); Nordafrika bis Abessinien, Kana*rische Inseln eingeschleppt; am Kap derguten Hoffnung und in Natal, sowie in Nordamerika selten eingeschleppt.
Epilobium hirsutum ist eine durch die edaphischen und klimatischen Faktoren stark beeinflussbarePflanze. Je nachdem sie in nährstoffreichem oder .armem, durchlässigem oder undurchlässigem Boden, im stehendenoder fliessenden Wasser, im Licht oder Schatten usw. gewachsen ist, zeigt sie Verschiedenheiten in der Bekleidungder Stengel, Knospen und Kapseln, sowie in der ganzenTracht. So finden sich auf fetten Böden oft fast kahle,grossblätterige und grossblumige Formen, auf undurch«lässigen Böden Pflanzen von niedrigem Wuchs undstärkerer Behaarung; an trockenen Orten treten diezottig behaarten Formen auf, die bei stärkerer Belichtung(also besonders im Süden) filzig werden und kleineBlüten und Kapseln entwickeln. Diese Formen (be=sonders die filzigen) erhalten sich nach K. Rubnerbei veränderten Bedingungen oft lange Zeit konstant,sodass sie systematisch höher zu bewerten sind, alsHaussknecht annahm. Die wichtigeren der unter«schiedenen Varietäten und Formen sind s l.var.adeno«c ä u 1 o n Hausskn. (= var. subgläbrum Koch). Stengelnur drüsenhaarig, längere einfache Haare ganz fehlend.
Laubblätter fast kahl. — 2. var. villösum Hausskn.
(= var. villosissimum Koch). Stengel dicht mit längereneinfachen Haaren und kürzeren Drüsenhaaren besetzt.
Laubblätter zottig behaart. — 3. var. tomentösumHausskn. (= var. lanätum L6vl.). Stengel und Laub»blätter von längeren und kürzeren Haaren zottig»filzig.
Vielleicht in den transalpinen Tälern anzutreffen; Ueber«gänge dazu finden sich z. B. in der Nordschweiz. — 4. var.conträctum Hausskn. Stengel niedrig. Laubblätterklein, schwach gezähnt, flügelartig herablaufend, grau«grün, behaart. Blütenstand verkürzt. Selten, bishernur in Thüringen beobachtet. — Weniger wichtige For«men sind: f. lanceolätum Hausskn. Laubblätter lanzettlich, gegen die Spitze zu lang verschmälert. —f. parviflörum Hausskn. (= E. micränthum Lge. in FL danica vol. XVII, Tab. 2899). Laubblätter nur 8bis 12 mm lang. So meist in Gesellschaft von stark behaarten oder drüsigen Formen. — f. subap^talumHausskn. Kronblätter stark verkürzt, oft nur solang wie die Kelchblätter. — f. nänum L6vl. Pflanzen 20
Fig. 2208. Epilobium hirsutum L. a Stocksprosse mit allmählichemUebergang der unterirdischen Niederblätter in die Rosettenblätter.b Pflanze mit Stocksprossen (nach Warming).