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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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früher bei Ferthofen und Volkratshofen bei Memmingen, früher angeblich im Simsbachkies zwischen Rosen«heim und Monau, im weiteren Bodenseegebiet am Schwarzen See bei Lindau, am Argenufer, bei Oberkirch«berg, Mengen, Langenargen, Sipplingen, Randegg, Plören, Rosenegg, im Rheintal zerstreut bei Hohen«thengen, Waldshut, Albbruck, Lörrach, Grenzach, Istein, Kleinkems, Rheinweiler, Steinenstadt, Neuen«bürg, Hartheim, Rothaus, sowie linksrheinisch von Gross«Hüningen bis Neubreisach; in Schlesien in denSudeten und ihren Vorbergen, vereinzelt auch in der Ebene, so bei Hirschberg (Eichberg, Arnsdorf),Löwen, am Zobten, bei Schweidnitz, Camenz, Strehlen, Silberberg, an der Warthe und Neisse mehrfach,Patschkau, Ottmachau, Kosel, Ratibor, Tarnowitz. In Oesterreich zerstreut in Schlesien am Oberlaufder Weichsel und Oder, sowie an der Olsa, Oppa und Ostrawika, im westlichen Teile im Würbental, beiTroppau, Weidenau und Kaltenstein; in Mähren an den Karpatenflüssen, so bei Neutitschein, Weisskirchen,Hohenstadt, Schöllschitz bei Brünn usw.-, in Niederösterreich besonders im Gebiete der pannonischen Floralängs der Schwarzawa, Leitha, Donau, des Traisen und der Ybbs, häufig auch am östlichen Abfall des WienerWaldes von der Donau bis Schottwien und im südlichen Wiener Becken (bis in die Täler des Wiener Waldes),ferner bei Oberndorf, Loosdorf und Seitenstetten; in Oberösterreich auf den Traun«Alluvionen, bei Ruetzing,Neubau, Wels, Enns, Steyr, Sierning usw.; in Salzburg auf dem Steinernen Meere (?) und auf den Hundstod (?);in Nordtirol wahrscheinlich ganz fehlend (sehr fraglich für Obladis, Imst), an der Drau von Lienz bis Leisach;ferner in Südtirol im ganzen Einzugsgebiet der Etsch und des Eisack, nördlich und östlich bis zum Pizlat-Schlander«nauntal«St. Leonhard im Passeier«Franzensfeste«Villnös«Ratzes«Primör«Borgo.Vallarsa«Monte Baldo, in (udicarienbei Tione; in Kärnten sehr zerstreut bei Gössling, Klagenfurt, Greifenburg, Rattendorf, um Mödersdorf, im Kanaltal,bei Pontafel, Maria=Elend; in Steiermark verbreitet um Marburg und Pettau, auch sonst in den grösseren Tälern und anEisenbahnstrecken häufig j in Krain zerstreut (bei Idria, Laibach, im Savetal bei Cernuce unk Jezica noch bei 300 m).In der S c h w e i z im Jura (anscheinend in der Ausbreitung begriffen) und im Mittellande ziemlich häufig, doch z. B. imKanton Solothurn nur bei Derendingen, Kreuzen und Ölten; in den Alpen vorzugsweise in den breiteren Alpen«tälern, vielfach nur strichweise auftretend, so im Kanton Freiburg nur an der Sarine bei Morlon, bei Montbovon undFreiburg, im Oberwallis nur bei Morel und im Binntal, im obern Töss» und im Murg.Gebiet, sowie am Unterseeganz fehlend, in Graubünden nur im Rheintale und in den transalpinen Tälern usw.

Allgemeine Verbreitung: Alpengebiet von Frankreich bis Niederösterreich undKrain, Oberrheinische Tiefebene bis Mannheim, Sudetenländer, Karpaten, Balkanhalbinsel bisGriechenland; Kleinasien, Kaukasus (nördlich und östlich davon nach Haussknecht fehlend).

Aenderl ab: var. e 1 ä t u m Gandoger. Pflanze wenigstens a l* m hoch. Laubblätter lang und schmal. var.c an 6 s c ens Hausskn. Pflanze graugrün. Stengel und Laubblätter stark weiss behaart. So im südlichen Gebiete.

Epilobium Dodonaei besitzt eine vorwiegend montan.colline Verbreitung. Der als Chamaephyt über«winternde Halbstrauch wächst mit Vorliebe auf Flussschottern und auf Sandbänken und gehört zu denbezeichnenden Bestandteilen der flussbegleitenden Wanderassoziationen. An der Donau tritt er an solchenOrten bisweilen in grossen Herden auf und färbt zur Blütezeit weite Strecken rot. Zu den regelmässigenBegleitern gehören dort nach Hayek Oenothera biennis und O. muricata, sowie Erigeron Canadensis, nichtselten auch Bromus sterilis und B. tectorum, Agropyrum repens usw. Im Maggia=Delta bei Locarno trafHegi die Pflanze mit Saponaria officinalis, Polygonum aviculare, Dianthus Seguieri, Euphorbia Cyparissias,Linaria vulgaris, Scabiosa columbaria, Crepis tectorum usw. an. Sehr tief talwärts geführt findet sie sich ander Save in Krain bei 300 m, begleitet von Selaginella Helvetica, Carex ornithopoda, Coeloglossum viride,Peucedanum verticillare, Pinguicula alpina, Petasites niveus, Chondrilla prenanthoides und anderen Bewohnernhöherer Lagen. Auf den Rheinschottern ist sie bis in die Gegend von Speyer zusammen mit alpinen Schwemm«lingen ziemlich regelmässig anzutreffen. Seit der Eindämmung des Flusses ist sie allerdings nach E. Issleran Menge etwas zurückgegangen, hat aber mit Myricaria Germanica, Calamagrostis pseudophragmites, Salviaglutinosa und anderen Arten neue Siedlungsplätze in den Mauerfugen der Dämme und auf neu entstandenenSandplätzen gefunden. Unterhalb Breisach wird sie viel seltener, verdankt in diesem Gebiete ihre Anwesen«heit nach R. Lau terborn zumeist dem Hochwasser und vermag sich dort auch in der Regel nur vorübergehendzu halten. Die Fundorte im westlichen Teile der Rheinstrecke Schaffhausen«Basel sind nach A. Becherer(Beiträge zur Pflanzengeographie der Nordschweiz. Colmar, 1925) wahrscheinlich in erster Linie vom Aare«gebiet aus besiedelt worden. Audi abseits von Flüssen erscheint die Pflanze nicht selten. So ist sie in denSteinbrüchen vor dem östlichen Wiener Wald sehr häufig. In der Nähe des Oberrheins hat sie sich nachKarrer z. B. auf einer Berghalde gegenüber dem Hohentwiel in grosser Menge angesiedelt. Auch inMähren ist sie an felsigen Lehnen stellenweise vorherrschend und kann in den Dioritbrüchen von Schöllwitz im

1340 Kupfertafeln geschmücktes Werk über Pflanzen. Die Art wird zuerst von C. G es n er 1560 als Chamaenerionsextum bezeichnet. Bei Dodonaeus heisst sie Pseydolysimachium purpureum minus, bei C.Bauhin Lysi«machia Chamaenerion dicta angustifolia, bei Ha 11 er Epilobium spicatum foliis integerrimis linearibus fasciculatis.