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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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819
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819

Tafel

Fig. 1. Epilobium angustifolium (pag. 814).

Blühender Spross.

» 1 a. Staubblätter und Griffel mit Narbe.» lb. Griffel und Staubblätter,v 1 c. Samen.

2. EpilobiumDodonaei{ pag.819). BlühenderZweig.

3. Epilobium hirsutum 'pag. 823). BlühenderSpross.

189.

Fig. 3 a. Blüte im Längsschnitt.

3b. Samen.

4. Epilobium alpinum (pag. 848). Habitus.

4 a. Blüte, längs aufgeschnitten.

5. Epilobium collinum (pag. 831). Habitus.

5 a. Staubblätter und Griffel.

5b. Griffel.

5 c. Same.

1973. Epilobium Dodonaei 1 ) Vill. (= E. angustifolium L. var. 7, = Chamaenerium palüstreScop., = E. rosmarinifölium Haenke, = E. Dodonaei Vill. subsp. rosmarinifolium [Haenke]Schinz et Thellung). Rosmarin»Weidenröschen. Taf. 189, Fig. 2; Fig. 2204.

20 bis 100 cm hoher Halbstrauch mit mehrköpfiger Grundachse und unterirdischen,langen, dicken, fleischigen, rotüberlaufenen Ausläufern. Stengel in der Regel aufrecht, hart,rund, unterwärts kahl, oben schwach behaart, inden Blattachseln zur Blütezeit noch nicht ent=wickelte Aestchen tragend. Laubblätter starr,dicklich, lineal oder lineal»lanzettlich, sitzendoder nur ganz kurz gestielt, ganzrandig oderschwielig gezähnt (Blattspitze schwielig oder be=spitzt, oft schwärzlich), kahl oder schwach ange=drückt behaart, selten weissfilzig. Blütentraubenendständig, lockerblütig, erst später verlängert, bis2ur Spitze mit Tragblättern versehen. Blüten gross,aufrecht abstehend, ungefähr 1,5 cm lang, alsKnospen aufrecht und plötzlich in die Spitze zu*sammengezogen oder allmählich verschmälert.

Kelchblätter rot, anliegend kurzhaarig; Achsenbecherdicht und angedrückt weisslidi behaart. Kron=blätter hellrosa, um */4 länger als der Kelch; diebeiden unteren schmäler als die oberen Staubblätter,blassrosa. Staubbeutel graubraun. Griffel zart,fadenförmig, so lang oder fast so lang als dieStaubblätter, im untersten Drittel weisszottig be=haart, nach der Befruchtung herabgebogen; Narbe4=teilig. Kapseln in der Jugend dicht weissfilzig,später rot überlaufen, kurz angedrückt behaart.

Samen länglich, gegen den Grund verschmälert,warzig. VII bis IX.

Truppen weise, seltener in grösseren Herden,an steinigen oder sandigen Orten, an Bach» undHussläufen, Seeufern, dürren, felsigen Hängen undLöschungen, in Lawinenzügen, Steinbrüchen, aufBahnschotter, in Kiesgruben usw. Vom Hügellandbis in die alpine Stufe.

In Deutschland in den Alpen mit Sicherheit nur in den Lechauen bei Füssen, angeblich früher ant ' er Madelegabel, zwischen Garmisch und Schwaigwang und vielleicht im Steinernen Meer, auf der Hochebene

') Benannt nach dem niederländischen Botaniker Rembert Dodonaeus, geb. am 29. Juni 1517 zuWiecheln, gest. am 10. März 1585 als Professor zu Leyden und Leibarzt des Kaisers Rudolf II. Er verfasste ein mitH e g i, Flora. V, 2. 255

Fig.2204. Epilobium Dodonaei Vill. a Blühender Spross.b Blüte, c Reife Frucht, d und e Samen.