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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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13. Pflanze am Wurzelhals oberirdische Rosetten mit Laubblättern tragend 14.

13*. Pflanze am Wurzelhals Ausläufer mit stark verlängerten Internodien bildend .E. obscurum nr.1987.

14. Stengel im oberen Teil, sowie die Laubblätter unterseits, besonders auf den Nerven, angedrücktbehaart, entfernt gesägt E. Lamyi nr, 1986.

14*. Stengel und Laubblätter kahl oder fast kahl-, letztere scharf gesägt»gezähnt . E. tetragonum nr. 1985.

15. Laubblätter ziemlich lang gestielt. Innovation aus nicht verlängerten, halb oberirdischen Sprossenbestehend. In Polen, Schweden und Ostseeprovinzen E. a deno c au Ion pag. 807.

15*. Laubblätter sitzend oder sehr kurz gestielt. Innovation ausläuferartig oder völlig unterirdisch 16.

16. Stengel stielrund, nur mit zwei Haarleisten bedeckt. Ausläufer fadenförmig dünn, am Ende miteiner haselnussgrossen Knospe (Gemme) E. palustre nr. 1984.

16*. Stengel mit erhabenen Linien. Innovation nicht fadenförmig. Echte Gebirgsarten . . . .17.

17. Laubblätter in der Regel in 3» bis 4.zähligen Quirlen angeordnet . . E. a 1 p e s t r e nr. 1983.17*. Laubblätter gegen« oder wechselständig 18.

18. Ausläufer unterirdisch. Blüten ziemlich gross E. a 1 sinifo 1 ium nr. 1990.

18*. Ausläufer oberirdisch. Blüten klein 19.

19. Stengel einzeln. Kapseln weichhaarig. Samen etwas papillös E. nutans nr. 1988.

19*. Meist mehrere Stengel aus einer Grundachse hervorgehend. Kapsel kahl. Samen glatt. Nur

in den Alpen E. alpinum nr. 1989.

1972. Epilobium angustifölium L. 1 ) (= Chamaenerium angustifolium Scop., = Epilobiumspicatum Lam.). Wald = Weidenröschen, Schmalblätteriges Weidenröschen, Feuerkraut.Franz.: Neritte, herbe de Saint Antoine, laurier de Saint Antoine, Antonine, osier fleuri-,engl.: Rosebay, frendi willow, spiked willo\v=herb; ital.: Gambkrossi, camenerio, sfenize,garofanini d'acqua, violine d'acqua. Taf. 189, Fig. 1; Fig. 2196 und 2201 bis 2203.

Der Name Weidenröschen bezieht sich auf die weidenähnlichen Laubblätter und die Form und Farbe derBlüten: so z. B. Wi 1 d e Wil g e [Weide] (Ostfriesland), Waldrösli, Wider ösli (Schweiz). Nach dem stattlichenBlütenstand bezw. den schlanken Stengeln nennt man die Pflanze Ka11 ens wanz (Worpswede), Vosssteert(Hannover), Fuchsschwanz (Nordböhmen), Kühschwänz (Erzgebirge), Kuhschwauze (Riesengebirge),

Schwinggertlekrut (Elsass),Deiwelsgeisele [Teufelsgeisseil(Hunsrüdc), Geissleitere (Thür«gau), Stein leiter (Kaiserstuhl),Schosskrut, -chrut (Baden,Schweiz), H o h 1 ü c h t e [hohe Leuchte](Siegen), Straussn (Bayr. Wald).Die seidenartigen Samenhaare ver«anlassten Benennungen wie Seiden»b lume (Böhmerwald), Federblüah(Kärnten). Da die Pflanze von Zie»gen und Schweinen gefressen wird,nennt man sie auch G o a sschnappa, peitsche (Böhmer»wald), M e k 1, Ziegenmekl (Erz»gebirge), Schwinskrut (Ober»harz). Weidenröschen«Arten werdenbesonders im Fränkischen an Maria»Himmelfahrt (15. August) im Kräuter»büschel geweiht; sie sollen gegenDonner und Blitz schützen t Mutter»

Fig.2201a. Epilobium a ngustifo liuin L., blühende, ihres Gipfels beraubte (putate) gottesrute, »haar [1 ruditstand]Pflanze. Phot. V. Zünd, München. (Baden), Marie«, Muttergottes»

bettstroh [vgl. Galium verum,

Bd. VI, 1, pag. 215] (Unterfranken), Donnerkraut (Nassau), B 1 e t z k r a u t (Niederrhein). WeitereBenennungen sind ferner Akenkrut (Westfalen), Sandel [rote Farbe des Sandelholzes?] (Baden), Butter.

') Bei Theophrast heisst die Pflanze Onothera, bei Plinius Onuris und Therionarca, beiDioskurides Onagra, bei Galen Onothuris. Von C. Gesner wird sie Chamaenerion, Epilobium