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wurden bei niederen Temperaturen im Dunkeln erzielt. Keimfördernd wirkt namentlich eine intermittierendeTemperatur und zwar mit maximalem Wert, sofern die höheren Temperaturen für längere, die niederen fürkürzere Zeit am Tage zur Einwirkung gelangen. Samen, die ein solches Verhalten zeigen, werden vonGassner dem Epilobium.Typus zugezählt.
Bildungsabweidiungen kommen in der Gattung nicht selten vor. Fast bei allen Arten können dieLaubblätter, wie dies bei E. alpestre die Regel ist, in 3» und selbst 4=gliederigen Quirlen angeordnet sein.An den Keimpflanzen sind dann die Keimblätter ebenfalls zu 3 angeordnet. Ausserdem wurden festgestellt:Verbänderung des Stengels, Vergrünung der Blüten in verschiedenem Grade, Verkümmerung der Krone,Auskeimen der Samen in der Kapsel. Gefüllte Blüten finden sich bei E. tetragonum L. — Gegen Tierfrasssind die Pflanzen durch den Besitz einer Säure geschützt, die fortwährend durch 1 «zellige, zylindrische Haareabgeschieden wird und deren Vorhandensein sich leicht durch Abdrücken auf blauem Lackmuspapier oderdurch Anlecken der Stengel feststellen lässt. Nach Stahl sind besonders Schnecken gegen diese Säure»abscheidung empfindlich j hingegen fressen sie an den Pflanzen, wenndiese zuvor abgespült werden. Ein anderes Schutzmittel sind die inden Geweben reichlich eingelagerten Raphidenbündel. Doch sollenandererseits gerade sie die Ursache sein, dass auf Epilobium=Arteneinzig die Raupen von Deil^phila vespertxlio leben.
Ascomyceten siedeln sich häufig auf den Laubblättern undStengeln an. Fast auf allen Arten ist Sphaeroth^ca hümuli (DC.) anzu-treffen. Andere Schmarotzer gehören den Gattungen Aulogräphum,
Briärdia, Didymella, Erysibe, Gnomönia, Helötium, Leptosphaeria, Mollisia,
Ophiöbolus, Peziz6lla, Pyrenopeziza, Trichopeziza, Ventüria, Tricho»sphaeria usw. an. Gallen werden meist durch Mömpha decorella Steph.hervorgerufen, seltener durch Aphalära nebulösa Zett. oder andereArten (vgl. bei E. angustifolium pag. 818). Ferner sei der häufige Befalldurch Puccinia Epilöbii teträgoni (DC.) und Puccinästrum Epilöbii(Chaill.) hervorgehoben.
1. Laubblätter zerstreut am Stengel angeordnet. Kelchblätterrotgefärbt j Achsenbecher nicht entwickelt. Griffel abwärts gekrümmt . 2.
1*. Untere und mittlere Laubblätter gegenständig oder (bei E.alpestre) 3* bis 4-quirlig. Kelchblätter grün. Achsenbecher röhrenförmig.
Griffel aufrecht 4.
2. Laubblätter lanzettlich, dünn, unterseits mit deutlichen Adern E. angustifolium nr. 1972.
2*. Laubblätter lineal bis lineaUlanzettlidi, starr, unterseitsnervenlos 3.
3. Stengel aufrecht. Griffel am Grunde bis zu '/s Höhe zottig behaart . E. D o donaei nr. 1973.
3*. Stengel aufsteigend. Griffel am Grunde bis zu '/ 2 Höhe zottig behaart. Alpen. E. F1 e i s c h e r i nr. 1974.
4. Narbe mit 4 deutlich abstehenden Zipfeln (Sektion Schizostigma). Stengel stielrund . 5.
4*. Narbe kopfig oder keulig, ungeteilt (Sektion Systigma) 11.
5. Stengel abstehend behaart, meist zottig. Laubblätter ungestielt 6.
5*. Stengel kahl oder kurz angedrückt behaart. Laubblätter meist gestielt 7.
6. Laubblätter gross, scharf gezähnt=gesägt. Blüten sehr gross . . . . E. hirsutum nr. 1975.
6*. Laubblätter kleiner, entfernt und schwach gezähnt. Blüten kleiner. E. parviflorum nr. 1976.
7. Laubblätter ganzrandig. Selten E. hypericifoliumnr. 1978.
7*. Laubblätter gezähnt oder gesägt=gezähnt 8.
8. Laubblätter kurz gestielt, oft fast sitzend. Kronblätter 8 bis 12 mm lang und darüber . . 9.
8*. Laubblätter immer sehr deutlich bis lang gestielt. Blüten kleiner 10.
9. Pflanze am Wurzelhals mit Stocksprossen ohne verlängerte Internodien . E. montanum nr. 1977.
9*. Pflanze am'Wurzelhals mit bis 10 cm langen Stocksprossen E. Duriaei nr. 1979.
10. Laubblätter eiförmig bis eiförmigalänglich, mit herzförmigem Grund . E. collinum nr. 1980.
10*. Laubblätter lanzettlich, mit keilförmigem Grund, sehr lang gestielt . E. 1 a n c e o 1 a t um nr. 1981.
11. Samen verkehrt eiförmig, ohne (1) Anhängsel an der Spitze (auf der die Samenhaare sitzen) 12.
11*. Samen länglich, beidendig spindelartig verschmälert, an der Spitze mit einem kleinen, durch«
scheinenden Anhängsel 15.
12. Laubblätter sitzend oder sehr kurz gestielt 15.
12*. Laubblätter langgestielt E. roseura m. 19S2.
Fig. 2200. Fruchtender Zweig und Sameneiner E p i 1 o b i u m - Art.