In Deutschland in Baden im Schwarz waldvorlande bei Müllheim, Ettlingen, im Albtal bei Etzen«rath ; am Bodensee bei Friedrichshafen ; in der Oberrheinischen Tiefebene zerstreut bis Frankfurt (in Badenz. B. am Tuniberg, bei Hugstetten, Umkirch, Hochdorf, Neuershausen, Holzhausen, Reuthe, um Karlsruhe •,in der Pfalz nur bei Schifferstadt, Speyerdorf, Hassloch, Speyer, Knittelsheim); im Rheinland bei Benzberg,Crefeld, Neersen, Gangelter Bruch, Koningsveen bei Cleve, Dorsten, Hommersum; in Westfalen häufiger; inder Nordwestdeutschen Tiefebene bis zur Weser an vielen Stellen, östlich derselben sehr zerstreut bei Sottrum' m Nienburger Moor, früher bei Hamburg (Kuhmühlenteich und Eppendorfer Mühlteich); in Holstein früherbei Ulzberg, Röbsdorf und Heide; in Hannover ferner bei Celle, Gross.Buchholz, Liebenau, Rehburg, Boh«hörst, Lavelsloh, Diepenau, Lachtehausen, Bennemühle, Hänigsen, Burgdorf, Uelzen, Haselünne, Quakenbrück,Bottorf, Fürstenau, Vechtel, im Oberledigerlande; in der Lausitz bei Schönewald.Friedersdorf unweit Dobrilugk,Kottbus, Luckau, Lübben, Düben und Hartmannsdorf a. d. Spree, im Kreise Beeskow.Storkow bei Werderunweit Pretschen und angeblich auch bei Liebenwalde; in der Provinz Sachsen bei Annaburg zwischen Witten»berg und T orgau. In Oesterreich in V orarlberg bei Lautrach und W olfurt; in Untersteiermark bei Admont,Graz, bei Hohenburg, zwischen Söding und St. Johann, bei Seggau, Leibnitz, Mureck, Radkersberg, Marburg,Pettau, Dornegg, Moschganzen, Meretinzen, St. Georgen bei Cilli, sehr zerstreut in Kärnten und Krain. — Inder Schweiz im Tessin bei Muralto,
Locarno, Losone, zwischen Gudo undGordola, bei Quartino, in der Um.gebung von Lugano, am Muzzaner»
See, bei Agno, ferner bei Genf, imKanton Waadt bei Yvonand amNeuenburger See, im Kanton Bernam Seedorfsee, im Kanton Frei,bürg bei Cheyres, im KantonSolothurn im Gallishofmoos undWinistorf.Mösli bei Aeschi undsüdlich Gallishof, im Aargau imBünzermoos (noch 1868) und imRohrdorfermoos (noch 1890), viel,leicht in den Reusssümpfen, am Hall,wilersee (?), im Kanton ZugbeiFrauen.tal, im Kanton Zürich am Katzensee(noch 1862), am Zürcher See.
Allgemeine Ver =b r e i t u n g: Europa, nördlidibis zu den Britischen Inseln (Sussex, Hants, Jersey), bis zum belgischen Sandgebiete, bisSüdlimburg, Krefeld, Nordwest»Westfalen, Stolzenau a. d. Weser, Hannover, Celle, Uelzen,Heide, östlich bis Mitteldeutschland, bis zum östlichen Alpenabfall, bis zum Kaukasus, südlichbisNord= und Ostspanien, Korsika, Süditalien, bis zur Balkanhalbinsel; Nordafrika, Südafrika;Westasien; Nordamerika (von Neuschottland bis Mexiko).
Die flutende, aufrechte, bisweilen vollkommen untergetauchte Wasserform ist als f. rivulärisBoenn. (? = f. submersa Glück, = f. aquätilis sterilis Lüscher), die kleinere, niederliegende und wurzelnde Landform®ls f. ripäria (Boenn.) oder f. terrestris fertilis Lüscher zu bezeichnen. — In Mexiko tritt eine aufrechte,bis 10 cm hohe Sippe mit kleinen Laubblättern auf (= var. Liebmänni L6vl.), die sich zum Typus verhält wieHypericum humifusum var. Liotardii zu seiner Hauptart. — Die in den Floren als var. paludösa Rabenh.(= var. uliginösa Rabenh.) angeführte Pflanze soll sich durch l.häusige Blüten auszeichnen. Nach Kirchnerdürfte es sich bei dieser Angabe — die Varietät wird nur aus schlammigen Gräben am Saum eines Erlen.Sebüsches bei Naundorf zwischen Luckau und Lübben in der Niederlausitz angegeben — um einen Beobachtungs.fehler handeln, insofern, als es sich dabei wahrscheinlich um nur scheinbar eingeschlechtige Blüten handelt,bei denen die Staubblätter vor dem Griffel ausgefallen sind.
Ludwigia palustris gehört in Europa dem submediterran.atlantischen Elemente an und zeigt in ihrerVerbreitung grosse Aehnlichkeit mit Hypericum Helodes (Bd. V/1, pag. 509). Der in seiner Tracht an PeplisPortula erinnernde und mit dieser Pflanze häufig zusammen auftretende, aber durch die Blüten und dies Pitzen Laubblätter leicht zu unterscheidende Helophyt stellt sich gern an den Rändern von stehenden undträge fliessenden Gewässern in der Schlammzone ein, wo seine Begleiter ausser der bereits erwähnten PeplisPortula Cyperus flavescens und C. fuscus, sowie andere Glieder der Inundationsflora sind. An trockenen
254*
Fig. 2192. Ludwigia palustris (L.) Elliot. a Habitus der Landiorm. b Habitusder Wasserform, c bis / verschiedene Laubblattformen der Landform, g und h TypischeFolgeblätter von einer Seichtwasserform, i Bliite. k Längsschnitt durch die Blüte.I Blütendiagramm ( b bis h nach Glück, 1 nach Eichler).
II f ;